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Zerrung am Knie

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Zerrungen – Vorbeugung und wirksame Behandlung

Zerrungen gehören zu den typischen Sportverletzungen, können aber auch im Alltag oder bei der Arbeit entstehen. Sie betreffen meist einzelne Muskeln oder Gelenkbänder. Eine unbedachte Bewegung oder das Laufen auf einem unwegsamen Gelände können schon ausreichen, um eine Zerrung zu verursachen. Oftmals heilt eine Zerrung von allein aus und braucht keine spezielle ärztliche Behandlung. Mit kühlenden und entzündungshemmenden Salben können Sie helfen, die Beschwerden zu verringern. Sind die Schmerzen jedoch sehr stark, ist der betreffende Bereich angeschwollen oder sind starke Einschränkungen in der Bewegung zu spüren, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Es ist abzuklären, ob es sich nicht beispielsweise um einen Bänderriss handelt, der einer dringenden ärztlichen Behandlung bedarf.

Was ist eine Zerrung?

Wie es der Name bereits verrät, kommt es bei Zerrungen zu einer Überdehnung von Muskeln oder Bändern, die sich an den Gelenken befinden. Dabei kann es zu winzigen Verletzungen an einzelnen Fasern kommen oder die Fasern reißen ein. In dem überdehnten Bereich können einzelne Fasern auch anschwellen. Es kommt zu kleinen Entzündungen. Grundsätzlich handelt es sich bei den Zerrungen nicht um eine ernsthafte Erkrankung. Die Beschwerden ähneln häufig einem Muskelkater. Sie sind jedoch stärker lokalisiert. Während sich der Muskelkater in der Regel erst einige Stunden nach der sportlichen Betätigung oder körperlichen Belastung bemerkbar macht, verspüren Sie den Schmerz nach den Zerrungen sofort. Daher lässt sich in der Regel auch definieren, was die Zerrung ausgelöst hat.

Abhängig von der Art und Schwere der Überdehnung kann das Gelenk oder der betroffene Bereich anschwellen. Eventuell nehmen lassen sich Bewegungseinschränkungen wahrnehmen. Der Schmerz kann vor allem im ersten Moment sehr stark sein. Er klingt jedoch rasch an, wenn Sie das Gelenk oder die betroffene Gliedmaße für eine Zeitlang ruhigstellen.

Symptome von Zerrungen

Eine Zerrung macht sich durch einen plötzlich auftretenden heftigen Schmerz bemerkbar. Oftmals haben Sie unmittelbar vor dem Auftreten des Schmerzes eine heftige oder falsche bzw. gänzlich ungewohnte Bewegung gemacht. Vielleicht sind Sie mit dem Fuß umgeknickt oder beim Laufen an einen Stein geraten. Auch Kuhlen oder Unebenheiten im Boden können ein heftiges Umknicken zur Folge haben. Die Bänder im Sprunggelenk werden durch die plötzliche Bewegung sehr stark beansprucht. Die Fasern dehnen sich sehr stark und reißen an einigen Stellen ein. Sie können auch anschwellen, sodass es zu einem entzündlichen Prozess kommt. In der Folge schwillt das Gelenk an. Die Haut über der betroffenen Stelle kann sich warm anfühlen oder gerötet sein. Auch dies ist eine Folge der Zerrung.

Mit den Zerrungen sehr nahe verwandt sind Prellungen. Auch hier werden die Fasern der Muskeln in einem plötzlichen Prozess stark beansprucht und nehmen einen Schaden. Die Symptome sind somit denen der Zerrung sehr ähnlich. Anders als bei einer Zerrung, kommt es jedoch nicht zur Überdehnung, sondern zu einem starken Stoß. Dieser kann Ursache eines Sturzes sein. Auch bei Unfällen kommt es häufig zu Prellungen.

Mögliche Ursachen für eine Zerrung

Zerrungen können ganz verschiedene Ursachen haben. Häufig ziehen sich gerade Sportler eine Zerrung zu. Ballsportarten, wie Fußball, Handball oder Tennis sowie Laufsportarten, bei denen die Gliedmaßen sehr stark bewegt werden, sind für Zerrungen besonders anfällig. Aufgrund schneller Reaktionen, werden die Gelenke bei diesen Sportarten sehr stark belastet werden. Vollkommen auf den Ball fokussiert, wird dabei die Schonung der Gelenke oft vernachlässigt.

Wenn Sie eine Laufsportart betreiben, kommt es sehr häufig im Sprunggelenk zu Zerrungen. Diese sind meist eine Folge des Umknickens. Eine entsprechende Gefahr für eine Zerrung besteht aber auch im Alltag. Wenn Sie eine Unebenheit übersehen, können Sie schnell mit dem Fuß wegknicken. Gerade das Schuhwerk spielt dabei eine nicht geringe Rolle. Viele Frauen tragen gern sehr hohe Schuhe. Was toll aussieht, ist für die Gesundheit der Füße nicht so optimal. Eine kleine Unachtsamkeit reicht bereits aus, und Sie verlieren auf den hohen Absätzen ihren Halt. Viele Zerrungen sind auf das Tragen von ungünstigem Schuhwerk zurückzuführen.

Grundsätzlich folgen Zerrungen auf eine Überdehnung der Bänder. Auch Muskeln können sich überdehnen. Dies betrifft sehr häufig die Muskeln in den Oberarmen und in den Oberschenkeln. Auch hier gilt die sportliche Betätigung sehr häufig als Auslöser. Bei Sportarten, die eine hohe Beanspruchung in den Armen oder den Beinen zur Folge haben, kommt es immer wieder zu Zerrungen in den verschiedenen Muskelpartien.

Behandlung einer Zerrung

ie meisten Zerrungen sind harmlos und heilen von allein wieder aus. In dem Moment, in dem das Gelenk überdehnt wird, verspüren Sie einen heftigen Schmerz. Dieser hemmt sie, und so werden Sie das betroffene Gelenk oder die Gliedmaße von sich aus ruhigstellen. Dies ist auch wichtig, denn so bekommen die geschädigten Fasern die Möglichkeit, sich wieder zu regenerieren. Eine sofortige Kühlung des betroffenen Bereiches ist sehr wirksam. Ein Eisverband oder ein kühlendes Tuch sorgt dafür, dass der Bereich nicht so stark anschwellen kann. Entzündliche Prozesse werden durch das Kühlen aufgehalten. Sie verspüren auch Linderung bei den Schmerzen, die durch die Zerrungen verursacht werden können.
Im Verlauf helfen kühlende Salben, die Sie auf die Haut über dem betroffenen Bereich auftragen.

Apothekers Original PferdeMedicSalbe zeigt bei Muskelproblemen, wie zum Beispiel Zerrungen, eine sehr gute Wirkung. Sie setzt sich aus rein pflanzlichen und hochwertigen natürlichen Inhaltsstoffen zusammen und macht damit auch eine längerfristige Behandlung bedenkenlos möglich. Die PferdeMedicSalbe zieht sofort nach dem Auftragen in die Haut ein und sorgt dafür, dass durch das enthaltene Menthol die betroffene Stelle schnell tiefenwirksam gekühlt wird und Schwellungen abklingen können. Die Muskeln entspannen sich und werden, für eine bessere Regeneration und schnellere Mobilisierung, gleichzeitig mit den wichtigen Wirkstoffen versorgt. Diese ziehen tief in die Muskulatur ein. Die Fasern werden weich und können sich sehr gut erholen. Tragen Sie die Salbe regelmäßig 2 bis 3 Mal am Tag auf, denn so beschleunigen Sie den Heilungsprozess.

Sie sollten sich einige Tage Schonung gönnen und das Gelenk oder die von den Zerrungen betroffene Muskulatur nicht so schnell wieder voll beanspruchen. Wenn Sie wieder in das Training einsteigen, ist es empfehlenswert, wenn Sie einen stützenden Strumpf oder einen Druckverband tragen. Beides hilft, die Schmerzen zu lindern. Außerdem bewirkt der stützende Verband, dass das Gelenk oder die von den Zerrungen betroffene Muskulatur nicht wieder einer falschen Bewegung ausgesetzt ist. Sie können den stützenden Strumpf auch während Ihrer ersten Trainingsaktivitäten tragen.

Zusätzlich empfiehlt sich auch hier weiter die Anwendung der Apothekers Original PferdeMedicSalbe. Das natürliche Medizinprodukt mit intensiver therapeutischer Wirkungsweise, einem höheren Gesamtgehalt an Wirkstoffen und noch mehr Tiefenwirksamkeit mit Gaultheria-Öl. Ihre durchblutungsfördernden Inhaltsstoffe, wie Rosmarin und Kampfer, sorgen dafür, dass sich die Muskeln schneller Regenerieren und die Beschwerden der Zerrung gelindert werden.

Wann Zerrungen dem Arzt vorgestellt werden sollten

Der Gang zum Arzt wird notwendig, wenn sich die Beschwerden nicht bessern. Normalerweise klingt der Schmerz recht schnell wieder ab. Eine Kühlung sorgt dafür, dass sich eine Schwellung nicht zu stark ausprägen kann. Wenn Sie den von den Zerrungen betroffenen Bereich für einige Stunden ruhig halten, sollten Sie eine schnelle Besserung verspüren.

Wenn die Schmerzen sehr schlimm werden, wenn der Bereich sehr stark anschwillt oder sich verfärbt, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Gleiches gilt, wenn Sie nicht mehr auftreten können oder wenn der betroffene Bereich vollkommen bewegungsunfähig ist. Halten die Schmerzen für mehr als zwei Tage an, ist die Konsultation eines Arztes ebenfalls ratsam. Es sollte ausgeschlossen werden, dass es sich um einen Bruch des Knochens oder um einen Bänderriss handelt. Beides benötigt eine fundierte ärztliche Behandlung, um Spätschäden zu vermeiden. Zerrungen werden im bildgebenden Verfahren wie dem Röntgen oder dem MRT oftmals nicht dargestellt. Brüche oder Bänderrisse können hingegen sofort diagnostiziert werden. Aus diesem Grund wird der Arzt ein solches bildgebendes Verfahren einsetzen. Sollte sich der Verdacht auf das Vorliegen von Zerrungen der Muskeln bestätigen, bekommen Sie Medikamente verschrieben, die Ihre Schmerzen lindern. Die Apothekers Original PferdeMedicSalbe ist von Orthopäden und Sportmedizinern empfohlen.

Zerrungen – wie können Sie vorbeugen?

Sie haben verschiedene Möglichkeiten, Zerrungen vorzubeugen. Wenn Sie sich sportlich betätigen, sollten Sie darauf achten, dass der Untergrund so beschaffen ist, dass Sie die Verletzungsgefahr minimieren. Dies gilt vor allem für Laufsportarten. Beim Ausüben von Ballsportarten können Sie die betroffenen Gelenke durch spezielle Tapes oder stützende Strümpfe stabilisieren. Dies gilt vor allem dann, wenn Sie bereits vorher von Zerrungen betroffen waren. Die Bänder bilden sich oftmals nicht mehr optimal zurück. In der Folge kommt es häufiger zu Zerrungen, die in anhaltende Beschwerden übergehen können. Entscheiden Sie sich für das Tragen von stützenden Strümpfen, um einer erneuten hohen Beanspruchung vorzubeugen.

Alternativ helfen Salben, die beanspruchten Muskeln zu schonen. Die Apothekers Original PferdeMedicSalbe kann auch präventiv bereits zur Vorbeugung von Zerrungen angewendet werden. Durch die verbesserte Durchblutung wird die Muskulatur locker. Zahlreiche Sportler und Anwender schwören auf die effektive Wirkung der PferdeMedicSalbe durch die zweiphasige Kalt-Warm-Therapie und wenden sie auch vorbeugend an. Dabei hat sich das Medizinprodukt Apothekers Original PferdeMedicSalbe besonders bewährt. Achten Sie außerdem darauf, sich vor der sportlichen Betätigung gut aufzuwärmen. Die Muskeln werden durch das Aufwärmen größer und weicher. So halten sie einer höheren Belastung und Beanspruchung besser stand.


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Beitragsbild: ©pfyffy/ Fotolia

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Nagelpilz: Frau zeigt ihre Füsse

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Nagelpilz: Klein, aber hartnäckig

Nagelpilz ist weitaus häufiger als viele annehmen. Allein in Deutschland leiden rund 10 % der Männer und Frauen an der lästigen Pilzinfektion. Mit den richtigen Medikamenten lässt sich eine Nagelpilzerkrankung inzwischen schnell und einfach bekämpfen. Doch wie erkenne ich Nagelpilz? Was tue ich im Falle einer Nagelpilzinfektion? Welche Medikamente sind empfehlenswert und von welchen Mitteln sollten Betroffene besser Abstand nehmen? Hier erfahren Sie alles, was Sie zum Thema Nagelpilz wissen müssen.

Nagelpilzsymptome rechtzeitig erkennen

Wie der Name bereits erahnen lässt, handelt es sich bei der so genannten Nagelmykose (Mykose = Pilzerkrankung), um eine oft langwierige Pilzinfektion der Nägel. Der Pilzbefall beginnt hierbei zunächst am vorderen Rand des Nagels. Im weiteren Verlauf der Erkrankung breitet sich der Pilz dann über die gesamte Nagelplatte aus. Infolgedessen wird der Nagel immer brüchiger, bis er sich, im schlimmsten Fall, ganz auflöst und abfällt.

Erste Anzeichen einer Nagelpilzinfektion

Für eine effektive Behandlung ist es wichtig, den Nagelpilz möglichst schnell als solchen zu entlarven. Leider werden viele Nagelpilzerkrankungen zu Beginn nicht erkannt, zumal die Infektion im Anfangsstadium noch schmerzfrei verläuft und die ersten Nagelpilz-Symptome somit oft übersehen werden. Hierzu gehören:

  • Glanzverlust (matte und/oder raue Nageloberfläche)
  • Gelbliche bis bräunliche Verfärbungen
  • Weiße Flecken oder Streifen
  • Verdickungen der Nagelplatte
  • Brüchige oder rissige Nägel

Bedenken Sie jedoch, dass die genannten Symptome nicht bei jeder Nagelpilzinfektion auftreten müssen. Gleichzeitig kommen auch andere Erkrankungen als Auslöser für die Veränderungen der Nagelstruktur in Frage.

Mögliche Komplikationen

In einem späteren Stadium kommt es schließlich zu einem Absplittern bzw. Abbröckeln der einzelnen Nagelschichten und der unbehandelte Nagel beginnt, sich nach und nach vom Nagelbett zu lösen. Insbesondere im Falle einer nicht rechtzeitigen oder falschen Behandlung kann eine Nagelpilzerkrankung auch schwerere Folgen haben, wie beispielsweise

  • starke Schmerzen
  • Beeinträchtigungen beim Gehen
  • einen Befall der benachbarten Nägel
  • den kompletten Zerfall des betroffenen Nagels

Doch wer die Ursachen und Faktoren, die einer Nagelpilzerkrankung Vorschub leisten, kennt, kann bereits im Vorfeld einiges unternehmen, um den Pilzerregern das Leben so schwer wie möglich zu machen.

Ursachen und Risikofaktoren

Am häufigsten wird Nagelpilz durch so genannte Fadenpilze (Dermatophyten) ausgelöst. Aber auch Hefe- und Schimmelpilze können für eine Nagelpilzinfektion verantwortlich sein. Gemein ist jedoch allen Pilzarten, dass sie sich vor allem in feuchten und warmen Umgebungen, wie beispielsweise in Zehenzwischenräumen, Hautfalten oder unter den Achseln, wohlfühlen. Aus demselben Grund zählen öffentliche Bäder, Saunen, Fitnessstudios und Sportumkleidekabinen zu den Hauptansteckungsorten für Nagelpilz. Oft geht dem Nagelpilz eine Infektion mit Fußpilz voraus. Nur in seltenen Fällen sind Schimmel- oder Hefepilze für die Infektion verantwortlich. Zu guter Letzt können ein geschwächtes Immunsystem sowie eine schlechte Durchblutung eine Nagelpilzerkrankung begünstigen, weswegen insbesondere Diabetiker und ältere Menschen besonders anfällig für Nagelpilz sind. Aber auch Sportler müssen sich nicht selten mit Pilzinfektionen rumschlagen, was in erster Linie daran liegt, dass sie verhältnismäßig viel Zeit in Umkleideräumen oder Schwimmbädern verbringen. Außerdem bieten auch verschwitzte Sportschuhe den Pilzen optimale Lebensbedingungen.

Die richtige Vorsorge- so beugen Sie Nagelpilz vor

Da Fadenpilze warme und feuchte Orte bevorzugen und die Erreger meist durch den Kontakt mit abgefallenen Hautschuppen übertragen werden, sollten Sie sich angewöhnen,

  • in Saunen, öffentlichen Schwimmbädern und Hotels Haus- bzw. Badeschlappen zu tragen anstatt barfuß zu laufen.
  • Handtücher, Socken und Bettwäsche bei 60 Grad zu waschen, da niedrigere Temperaturen nicht ausreichen, um die Pilzerreger vollständig abzutöten.
  • bequeme und gutsitzende, atmungsaktive Schuhe (z.B. aus Leder oder modernen Mikrofasern zu tragen.
  • nur Socken aus natürlichen Materialen verwenden.
  • Turnschuhe nach dem Sport auszuziehen.
  • Socken und, wenn möglich, Schuhe täglich wechseln.
  • auf eine ausreichende Fuß- und Nagelpflege achten.

Wenn Sie bereits an Nagelpilz erkrankt sind, sollten Sie außerdem ein separates Handtuch für die Füße verwenden und dieses täglich wechseln. Es versteht sich von selbst, dass Sie Nagelpfeilen und Scheren nach Gebrauch und Kontakt mit dem infizierten Nagel sorgfältig reinigen. Darüber hinaus kann es sinnvoll sein, Socken und Schuhe mit einem speziellen Mittel zu desinfizieren. Auf diese Weise verhindern Sie nicht nur, dass sich der Pilz womöglich auf weitere Körperregionen ausbreitet, sondern vermeiden auch eine Ansteckung anderer Personen.

Diagnose Nagelpilz: Wie werde ich ihn wieder los?

Im Gegensatz zum Fußpilz ist die Behandlung einer Nagelpilzerkrankten meist komplizierter und langwieriger.Haben Sie also Geduld und setzen sie auf geeignete Mittel, die neben den Symptomen auch die Ursache der Infektion bekämpfen. Aufgrund Ihrer kurzen Anwendungsdauer von nur wenigen Wochen haben sich vor allem Kombipräparate (wie z.B. das Canesten® Extra Nagelset) zur schnellen, schmerzfreien und erfolgreichen Behandlung von Nagelpilz bewährt.

Teebaumöl und Co. – Finger weg von Hausmitteln!

Viele Menschen schwören bei der Behandlung von Nagelpilz auf pflanzliche Mittel und kleine „Helfer“ aus der Küche. Beliebte Nagelpilzhausmittel sind u.a.:

  • Essig (mit einem Säuregehalt von 5-25 %, weil Pilze in einem sauren Milieu nur schlecht überleben können)
  • Heilpflanzen wie z.B. Salbei, Rosmarin oder Zimt
  • Teebaum-, Lavendel- und Manuka-Öl
  • Zitronensaft
  • Knoblauch (wirkt antibakteriell)
  • Backpulver
  • Alkohol oder Salzwasser
  • Zahnpasta

Jedoch ist die Wirkung von Hausmitteln bei Nagelpilz umstritten und konnte bis dato nicht wissenschaftlich nachgewiesen werden. Im schlimmsten Fall kann es sogar zu einer Verschlimmerung der Symptome kommen. Auch wenn Nagelpilz per se keine lebensbedrohliche Erkrankung ist, sollten Sie die Infektion nicht auf die leichte Schulter nehmen. Hausmittel sollten deshalb allerhöchstens als Ergänzung zu einer medikamentösen Behandlung angewandt werden.

Kleine Helfer: Nagelpilzmedikamente aus der Apotheke

Herkömmlicherweise kommen bei der Therapie von Pilzerkrankungen so genannte Antimykotika zum Einsatz, die Sie frei in jeder (Online-) Apotheke erhalten. Welches Medikament erfolgsversprechend ist, hängt von der Art der Pilzerreger, aber auch von der Schwere des Pilzbefalls ab. Das Extra Nagelset von Canesten kann nicht nur bei leichtem, sondern auch bei mittelschwerem Nagelpilzbefall eingesetzt werden.

Das Set besteht aus einer speziellen Nagelpilz-Salbe sowie mehreren Hygiene-Pflastern zum Schutz des erkrankten Nagels.

Die Behandlung erfolgt in mehreren Phasen:

Schritt 1: Vorbereitung- nach einem ca. 10- minütigen Fußbad sollte der Fuß zunächst gut abgetrocknet werden.

Schritt 2: Auftragen der Salbe auf die betroffene Stelle- der in der Creme enthaltene Harnstoff sorgt dafür, dass der erkrankte Nagel Stück für Stück aufweicht. Der weiterentwickelte Wirkstoff Bifonazol ist zudem in der Lage, das Pilzwachstum zu stoppen. Aufgrund ihrer festen Konsistenz lässt sich die Salbe besonders leicht verteilen und punktgenau auftragen, ohne dabei zu verlaufen.

Schritt 3: Zum Schutz des Nagels wird der Nagel mit dem Canesten Hygiene-Pflaster abgedeckt, sodass die Creme in Ruhe einwirken kann. So minimieren Sie auch das Infektionsrisiko für andere.

Schritt 4: Nach ca. 24 h kann die geschädigte Nagelsubstanz schließlich mithilfe des mitgelieferten Schabers entfernt werden. Der gesunde Teil des Nagels bleibt erhalten. Ärzten zufolge ist insbesondere die Entfernung der infizierten Nagelteile für einen dauerhaften Behandlungserfolg unabdingbar.

Laut einer aktuellen Umfrage des Forsa-Institutes unter mehr als 1.000 Erwachsenen setzte eine Besserung der Symptome unter Anwendung des Nagelsets bereits nach durchschnittlich 9,3 Tagen ein. Spätestens nach 14 Tagen sollten Sie also erste Fortschritte erkennen. Steigen Sie ab diesem Zeitpunkt auf die Canesten® EXTRA Creme um, die auch die hartnäckigsten Pilzerreger im Nagelbett endgültig bekämpft. Sie sollten Ihren Zeh ca. 4 Wochen 1-mal täglich mit der Bifonazol-Creme weiterbehandeln, um den langfristigen Behandlungserfolg zu gewährleisten. Anschließend kann der Nagel gesund nachwachsen. Fragen Sie hierzu auch Ihren Apotheker oder Arzt.

Fazit

Während sich die Behandlung mit Nagellacken und Tinkturen oft über mehrere Monate erstreckt, ist die Dauer der Canesten® 2+4 Wochen Kurztherapie* mit nur 6 Wochen vergleichsweise kurz. Laut Forsa-Umfrage war der Großteil der Anwender (90 %), die zuvor bereits Erfahrungen mit anderen Nagelpilzmitteln gemacht hatten, von der schnellen und effektiven Wirkung des Produkts überzeugt.

*hier wird lediglich der infizierte Nagelteil entfernt

Pflichtangaben


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Beitragsbild: © Jenny Sturm / Fotolia

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Frauenrücken mit Sonnencreme

Was ist eine Sonnenallergie?

Bei der im Volksmund als Sonnenallergie bezeichneten Hautreaktion handelt es sich um eine Empfindlichkeit gegen übermäßige UVA- und UVB Bestrahlung. Die Empfindlichkeit gegenüber UV Licht heißt in der Fachsprache polymorphe Lichtdermatose und betrifft 10 bis 20 Prozent der Bevölkerung. In der Regel äußern sich die Symptome in einer sichtbaren Hautrötung, die stark juckt, brennt und sich in trockenen Hautschüppchen oder einer leichten Blasenbildung äußert. Frauen sind weitaus häufiger betroffen als Männer, vor allem wenn die Reise in wärmere Regionen mit mehr Sonnenstunden und größerer Hitze geht. Auch wenn die Sonnenallergie schon im Namen als Allergie bezeichnet wird, handelt es sich nicht um eine Allergieart, sondern um eine empfindliche Reaktion auf starke Sonnenbestrahlung und den ungewohnten Kontakt mit zu viel UV Licht.

Typische Symptome einer Sonnenallergie

Hautrötungen treten primär an den Körperpartien auf, die der Sonne intensiv und über einen langen Zeitraum ausgesetzt sind. Der Hals und das Dekolletee, das Gesicht und der Handrücken oder die Beine sind besonders häufig betroffen. Rote Stellen breiten sich auf den Körperarealen aus und beginnen mit einiger Verzögerung nach der Sonnenbestrahlung zu jucken und / oder stark zu brennen. Je nach Person und Empfindlichkeit können sich die Symptome verstärken und zu unterschiedlichen Ausprägungen einer Hautveränderung führen. Der Name polymorphe Lichtdermatose basiert auf Unterschieden in der Stärke der Ausprägung und im Verlauf, der je nach ergriffenen Maßnahmen kürzer oder länger sein kann. Machen sich die ersten Symptome einer Sonnenallergie bemerkbar, sollten Sie Ihre Haut vor UV-Strahlung schützen und vollständig auf Sonnenbäder oder den Besuch im Solarium verzichten. Die Hautveränderungen können flach, mit leichten Hautverdickungen oder mit einer sichtbaren Bläschenbildung und entzündlichen verdickten Hautstellen sein. Egal in welcher Form sich die Hautveränderung äußert, der Juckreiz und das starke Brennen treten bei einer Sonnenallergie immer als unverkennbare und unausweichliche Symptome auf.

Ursachen und Diagnose

Die Ursachen basieren immer auf einer hohen UV-Strahlung, sodass Sie mit empfindlicher und leicht reizbarer Haut vor allem beim Urlaub in südlichen Ländern oder am Meer betroffen sein können. Nicht selten wirken sich Cremes oder Lotions, Parfums oder andere Kosmetika verstärkend auf die Entwicklung der Hautreizung aus. Um eine Sonnenallergie zu vermeiden und das Risiko der Hautreizung zu lindern, sollten Sie beim Sonnenbad keinesfalls parfümierte Cremes oder in der Qualität minderwertige und nicht geprüfte Sonnenlotions auftragen. Ist die Sonnenallergie sehr schlimm und bessert sich auch bei Vermeidung von UV-Strahlen auf den betroffenen Bereichen Ihrer Haut nicht, sollten Sie einen Besuch beim Arzt anstreben und eine sichere Diagnose stellen lassen. Die Sonnenallergie lässt sich leicht diagnostizieren, in dem Ihr Arzt einen empfindlichen Hautbereich mit UV Licht bestrahlt und nach kurzer Zeit die Wirkung der Bestrahlung erkennt. Rötet sich die Haut und fängt der bestrahlte Bereich an zu jucken oder zu brennen, bilden sich sogar Bläschen, kann die Diagnose sichergestellt und eine Behandlung in die Wege geleitet werden.

Therapie bei Sonnenallergie

Es gibt zwei unterschiedliche Therapieformen, mit denen Sie die Symptome der Sonnenallergie lindern und den Juckreiz eindämmen können. Begleitend zu jeder Therapie ist es wichtig, dass Sie die betroffenen Hautstellen vor weiterem Kontakt mit Sonnenlicht schützen und geschlossene, bei Bläschenbildung leichte und helle Kleidung tragen. Zusätzlich erhalten Sie für die lokale Behandlung eine Salbe oder Creme auf Hydrokortisonbasis. Eine akute Sonnenallergie lässt sich leichter therapieren als der Verdacht auf die polymorphe Lichtdermatose, auf den hin Sie eine Prävention suchen und sich mit wirksamen Sonnenschutz behelfen möchten. Ist Ihnen die Auswirkung einer langen und intensiven Sonnenbestrahlung bekannt, können Sie ohne die Gefahr einer Hautreizung bereits selbst vorbeugen und Ihre empfindlichen Körperstellen mit einem wirksamen Sonnenschutz behandeln. Meiden Sie die Mittagssonne und halten sich häufiger im Schatten auf. Nach einem Bad im Meer sollten Sie den Sonnenschutz erneuern und sich nicht direkt mit dem Salz auf der Haut in der prallen Sonne trocknen lassen. Die ungeschützte Haut reagiert weitaus empfindlicher auf UV-Strahlung und kann neben der juckenden aber leicht zu behandelnden Sonnenallergie auch zu Hautkrebs neigen.

Verlauf und Prävention

Eine Sonnenallergie beginnt immer mit einer leichten Rötung der Haut, die Ihnen bereits als Anhaltspunkt für eine schnelle Handlung und die Vermeidung zu intensiver Sonnenbestrahlung dienen sollte. Da die Symptome wie Juckreiz und Brennen, wie auch die optischen Symptome einer Hautverdickung oder Bläschenbildung mit Verzögerung auftreten, sollten Sie auf die kleinsten Signale hören und nicht abwarten, bis Sie anhand der Hautreaktion einen sicheren Beweis für eine Überempfindlichkeit gegen das Sonnenlicht feststellen. Schützen Sie sich mit dünner Kleidung vor zu viel Sonne und nutzen Sonnencreme, auch wenn Sie beispielsweise einen Stadtbummel am heißen Sommertag vornehmen und wissen, dass Sie einige Stunden in der Sonne flanieren und Ihre Haut der UV-Strahlung aussetzen. Parfums, vor allem am Hals und am Dekolletee aufgebracht, können im Kontakt mit der Sonne nicht nur unschöne Flecken auf der Haut, sondern auch eine Sonnenallergie begünstigen. Suchen Sie auch am Strand gelegentlich einen schattigen Platz zur Hauterholung auf.


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Frau hält sich den Bauch, Bauchschmerzen durch Laktoseintoleranz

Definition von Laktoseintoleranz

Unter Laktoseintoleranz versteht man eine Unverträglichkeit gegen Laktose (Milchzucker), welche auf einen Enzymmangel zurückzuführen ist. Die Abkürzung, welche für Laktoseintoleranz verwendet wird, ist “LI”. Die gute Nachricht zuerst. Laktoseintoleranz ist keine Krankheit. Durch das fehlende Enzym stellen sich, wie nachfolgend aufgeführt, ein. Die “echte” Laktoseintoleranz wird vererbt. Ansonsten kann die Laktoseintoleranz durch andere Krankheiten hervorgerufen werden oder ist auch altersbedingt.

Ursachen einer Laktoseintoleranz

Die Laktoseintoleranz hängt unmittelbar mit der Menge der produzierten Lactase zusammen. Alters- und anlagebedingt kann sie recht stark abfallen. Dies führt zur Unverträglichkeit von Milch. Aber auch die ethnischen Gruppen unterscheiden sich bei der Laktaseproduktion. Menschen, welche in Asien oder Afrika leben, produzieren weniger Laktose als vergleichsweise Erwachsene aus dem nordeuropäischen Raum.
Es können aber auch Erkrankungen vorliegen, welche die Produktion von Lactase negativ beeinflussen. In erster Linie ist hier an Erkrankungen des Darms zu denken. Zöliakie (Glutenunverträglichkeit) kann auf eine chronisch entzündete Schleimhaut des Dünndarms hinweisen.

Bedeutung der Lactase für die Laktose

Im vorangegangenen Abschnitt war ständig von der Lactase die Rede. Hierbei handelt es sich um ein Enzym (Ferment), welches im Dünndarm gebildet wird. Die Laktose ist Milchzucker, welches ein Zweifachzucker ist. Dieser wird von Lactase in zwei Einfachzucker aufgespalten. Dieser kann dann ohne Schwierigkeiten vom Körper aufgenommen werden. Liegt ein Mangel von diesem Enzym (Lactase) vor, spricht der Mediziner von einer Lactosemaldigestion (Lactase-Mangel). Die Folge daraus ist die Laktoseintoleranz. Milchzucker gelangt so unverdaut bis in den Dünndarm, wo er nicht resorbiert werden kann. Methan kann von bestimmten Bakterien produziert werden. Es kommt zu starken Blähungen. Ein Mangel an Lactase ist für die Laktoseintoleranz verantwortlich. Dieser kann erblich bedingt sein, aber auch andere Ursachen haben. Daher werden Laktoseunverträglichkeiten in diverse Formen eingeteilt.

Primärer Laktasemangel
Tritt bei einem Erwachsenen eine Laktoseintoleranz auf, ist in der Regel von einem primären Laktasemangel, also einem erblich bedingten Laktasemangel, auszugehen. Bezeichnend für diese Form der Laktoseintoleranz ist, dass zwar in jüngeren Jahren genügend Lactase produziert wird, diese mit zunehmenden Alter abnimmt. So macht sie sich erst im Erwachsenenalter bemerkbar. Hier spricht man von einer adulten Form.

Sekundärer Laktasemangel
Sind für die Laktoseintoleranz keine primären Ursachen zu finden, kann es der erworbene Laktasemangel, also ein sekundärer Laktasemangel sein. Die Ursachen für diese Form der Laktoseintoleranz können vielfältig sein. Einige Möglichkeiten sind:

a) Erkrankungen des Dünndarms – Zöliakie oder Morbus Crohn
b) Infektionen bakterieller Art oder durch Pilze bedingt
c) Magen-Darm-Grippe
d) Operationen im Magen-Darm-Bereich
e) Medikamente, hauptsächlich Antibiotika und Zytostatika

Zwingend bei einer sekundären Laktoseintoleranz, macht sich eine Behandlung der Grunderkrankung erforderlich. Nur dann besteht Aussicht, dass sich die Laktoseintoleranz zurückbildet.

Kongenitaler Laktasemangel
Die letzte Form vom Laktasemangel, welche hier vorgestellt werden soll, ist der kongenitale Laktasemangel. Dieser besteht von Geburt an. Erblich bedingt liegt ein Defekt des Enzyms vor, sodass im Darm gar keine Lactase vorhanden ist, welche ihre Funktion ausüben kann. Fachlich trägt dieser totale Laktosemangel die Bezeichnung Alaktasie. Sind Babys daran erkrankt, können minimale Mengen von Lactose bereits fatal sein. Es kann zur Unterernährung und zur Austrocknung führen. Für Säuglinge ist der Milchzucker der einzige Energielieferant. Den betroffenen Säuglingen ist es nicht möglich, eine Spaltung von Laktose in Traubenzucker und Schleimzucker vorzunehmen. Ohne eine adäquate Ernährung kann es unter Umständen zu Hirnschäden führen.

Häufigkeit des Auftretens von Laktoseintoleranz

Das Auftreten der Laktoseintoleranz ist territorial verschieden. In Deutschland sind es beispielsweise 15 % bis 20 % der Bevölkerung. Der Blick in andere Länder zeigt, dass der prozentuale Anteil der Betroffenen wesentlich höher ist. So sind es 80 % bis sogar 95 % der Menschen in Asien oder Schwarzafrika, welche den Milchzucker nicht verdauen können.

Symptome einer Laktoseintoleranz

Die häufigsten Symptome bei einer Laktoseintoleranz sind:

Auf keinen Fall darf eine Laktoseintoleranz mit einer Milchallergie verwechselt oder gleichgesetzt werden. Bei einer Laktoseintoleranz liegt ein Mangel an dem Enzym Lactase vor, hingegen bei einer Milchallergie eine Abwehrreaktion des Immunsystems die Ursache ist. Die Reaktion zeigt sich in diesem Fall auf das Milcheiweiß. In der Regel ist bei einer Milchallergie eine milcheiweißfreie Ernährung angezeigt.

Dabei gleich ein kleiner Überblick bezüglich des Laktosegehaltes in Milchsorten:

  • 100 ml Kuhmilch 4,8 g Laktose
  • 100 ml Schafsmilch 4,7 g Laktose
  • 100 ml Ziegenmilch 4,2 g Laktose
  • 100 ml Stutenmilch (Pferd) 6,2 g Laktose

Es können sich bei Laktoseintoleranz aber weitere teilweise gravierende Allergie-Symptome einstellen. Nicht eindeutig sind Beschwerden wie:

  • Kopfschmerzen
  • Müdigkeit
  • Schwindelgefühl
  • Schlafstörungen
  • Akne.

Gefährlicher wird es schon, wenn sich bei Menschen mit Laktoseintoleranz zwischen dem 20. und dem 50. Lebensjahr noch zusätzlich folgende Symptome zeigen.

  • Neurodermitis
  • Urtikaria
  • Darmkrämpfe
  • Husten
  • allergisches Asthma
  • Kreislaufbeschwerden

Zwar relativ selten und in schweren Fällen von Laktoseintoleranz ist auch ein anaphylaktischer Schock nicht auszuschließen.

Diagnostik einer Laktoseintoleranz

Wichtig ist es eine gesicherte Diagnose zum Verdacht einer Nahrungsmittelunverträglichkeit zu stellen. Hierfür können mehrere Tests durchgeführt werden. Nachdem die Ergebnisse vorliegen, kann der Arzt mit Sicherheit sagen, ob eine Laktoseintoleranz vorliegt.

Test 1: Der Diät- oder Auslastungstest
Wie dem Namen schon zu entnehmen ist, werden Nahrungsmittel und Getränke in welchem Milchzucker enthalten ist über einen gewissen Zeitraum gemieden. Diesen Test kann übrigens jeder Betroffene allein daheim durchführen. Wird eine Verbesserung der Symptome beobachtet, kann dies ein deutlicher Hinweis auf eine Laktoseintoleranz sein. Der zweite Teil von diesem Test besteht darin, genau das Gegenteil zu tun. Es ist der Belastungstest. Ob dieser auch ohne ärztliche Konsultation durchgeführt werden sollte, richtet sich nach dem allgemeinen gesundheitlichen Befinden der Patienten. Dieser Belastungstest soll zeigen, ob die Beschwerden sich wieder einstellen, wenn Getränke zu sich genommen werden, die Milchzucker enthalten.

Unser Tipp:
Bei Diäten wird empfohlen, ein Diät-Tagebuch zu führen. Hier ist der Tipp sich ein Ernährungstagebuch anzulegen und die ganzen Versuche und Resultate genau festzuhalten. Diese Dokumentation ist für den behandelnden Arzt sehr hilfreich.

Test 2: Der Atemtest
Sollte die Anfangsdiagnose durch den zuvor beschriebenen Test nicht klar untermauert werden, bietet sich der Atemtest an. Der Test findet in zwei Etappen statt. Zu Beginn wird die ausgeatmete Luft gemessen. Getrunken wird nun ein Glas mit einer Milchzuckerlösung. Danach wird die ausgeatmete Luft erneut gemessen. Die beiden Werte bezüglich des Wasserstoffs werden miteinander verglichen.
Liegt eine Laktoseintoleranz vor, wird sich der Wasserstoffgehalt der ausgeatmeten Luft erhöhen. Der Grund ist, dass der Milchzucker in den Dickdarm geleitet wird. Bakterien beginnen mit dem Zersetzungsprozess, wobei Wasserstoff produziert wird. Über die Darmwand gelangt dieser ins Blut, wird bis zur Lunge transportiert und anschließend ausgeatmet.

Ablauf des Tests:
0,4 Liter Flüssigkeit wird mit 50 g Milchzucker (für Erwachsene) gemischt. Getrunken wird dies auf nüchternen Magen. Erstmals wird die Messung nach etwa 15 Minuten vorgenommen. Die Werte werden notiert und nach weiteren 15 bis 20 Minuten erfolgt eine weitere Messung. Für diesen Test sollten 2 bis 3 Stunden eingeplant werden.

Unser Tipp:
Rauchen, Kauen von Kaugummi und dergleichen sind während bzw. unmittelbar vor dem Test zu vermeiden.

Um zu einem unverfälschten Ergebnis zu kommen, ist Obacht zu geben, ob sich die üblichen Symptome der Laktoseintoleranz zeigen.

Test 3: Der Laktose-Toleranz-Test
Hierbei handelt es sich um eine Blutuntersuchung. Vor dem Trinken der Milchzuckerlösung ist der Blutzuckerspiegel zu messen und zu notieren. Nun ist, wie eben beschrieben, ein Glas mit aufgelöstem Milchzucker, auf nüchternen Magen zu trinken und wiederum der Blutzuckerspiegel zu ermitteln. Die Messungen sollten in regelmäßigen Abständen innerhalb der kommenden 2 Stunden erfolgen. Ist kein nennenswerter Anstieg zu verzeichnen, ist dies ein klarer Hinweis, dass eine Laktoseintoleranz vorliegt. Der Mangel an Lactase spaltet die Laktose nicht auf. Dem Körper werden keine Zuckerbestandteile zur Verfügung gestellt, die er aufnehmen kann.

Unser Tipp:
Zu notieren sind zusätzlich, ob sich Beschwerden und Symptome, die sonst auftreten, sich bei diesem Test zeigen.

Test 4: Der Gen-Test
Eine weitere Alternative zum Nachweis einer Laktoseintoleranz ist der Gentest. Nicht anders wie bei einem Vaterschaftstest erfolgt dieser durch einen Wangenabstrich. Allerdings untersucht das Labor das gewonnene Material auf Veränderungen des Erbgutes.

Unser Tipp:
Der Abstrich kann inzwischen selbst gemacht werden, dass der Test in der Apotheke gekauft werden kann. Zum Labor zur Auswertung muss er dennoch geschickt werden.
In seltenen Fällen kann der Arzt auch anordnen, dass eine Dünndarmbiopsie vorgenommen wird. Hierzu wird Gewebe aus dem Dünndarm entnommen, um einer minimierten Aktivität der Lactase nachzuweisen.

Therapie bei einer Laktoseintoleranz

Je nach den Ursachen gestaltet sich die Therapie bei einer Laktoseintoleranz. So steht im Vordergrund Erkrankungen wie den Morbus Crohn oder die Zöliakie zu behandeln. Meist verschwinden die Symptome der Laktoseintoleranz dadurch ebenfalls. Es ist gut möglich, dass nach einer gewissen Zeit Milchprodukte wieder beschwerdefrei genossen werden können.
Leider muss an dieser Stelle auch klar gesagt werden, wenn derartige Ursachen nicht vorliegen, dass eine vollständige Behebung nicht möglich ist. So bedeutet die Therapie für Patienten mit Laktoseintoleranz eine Ernährung ohne Laktose oder wenigstens Nahrungsmittel, welche arm an Laktose sind.

1. Grundtherapie

Es bedeutet den Verzicht auf Milch, Milcherzeugnisse und Lebensmittel, in welchen Laktose enthalten ist. Die Alternative sind laktosefreie oder laktosearme Lebensmittel. Zu beachten ist unbedingt eine

a) ausgewogene Ernährung
b) Kalziumzufuhr
b) Eiweißzufuhr
b) ausreichend Vitamin D

zu a)
Unter einer ausgewogenen Ernährung ist eine ausreichende Versorgung des Körpers mit Nährstoffen zu verstehen. Genossen werden sollten

  • pflanzliche Lebensmittel
  • Vollkornprodukte
  • Obst
  • Gemüse
  • Die Menge der Kalorien ist zu senken.

zu b)
Mineralwasser mit einem Kalziumgehalt von 150 mg/l sind geeignet für die Zufuhr des lebenswichtigen Kalziums bei Laktoseintoleranz. Unterstützt kann die Aufnahme von Gemüsesorten mit einem hohen Kalziumanteil durch Kalziumtabletten und Fruchtsäften.

zu c)
Die besten Lieferanten für Eiweiß sind Milch und Milchprodukte. Da diese bei dieser Therapie bei Laktoseintoleranz entfallen, sind diese durch tierisches Eiweiß zu ersetzen. Geeignet sind:

  • Eier
  • Fisch
  • Fleisch

zu d)
In den Sommermonaten ist dies leicht durch den Aufenthalt im Freien möglich. Verschlechtert sich die Witterung, gibt es zum einen Präparate mit Vitamin D und Nahrungsmittel wie:

  • Hering
  • Lachs
  • Makrele

Diese Nahrungsmittel können den Ausgleich schaffen.

2. Tabletten gegen Laktoseintoleranz

Eine weitere Option sind Präparate mit Lactase. Sie werden in Form von Tabletten oder auch Pulvern angeboten. So werden die Beschwerden, welche sich bei der Laktoseintoleranz zeigen, gemildert, ohne dass auf Milch oder Milchprodukte verzichtet werden muss. Die Präparate sind rezeptfrei in Apotheken und auch Drogerien erhältlich. In ihnen ist das notwendige Enzym Lactaseenthalten. Klar ist, dass die Ursachen der Verdauungsstörungen nicht behoben, sondern nur gelindert werden. Sinnvoll ist es sich fachkundig beraten zu lassen, ehe man diese Mittel einnimmt. Letztendlich muss individuell getestet werden, welche Dosierung korrekt ist. Ratsam ist, mit geringeren Mengen zu beginnen und diese im Bedarfsfall zu steigern.

Komplikationen bei einer Laktoseintoleranz

Milchprodukte gehören zu den Hauptlieferanten von Kalzium, welcher bekannterweise ein großer Punkt, für die Stabilität der menschlichen Knochen ist. Kalziummangel kann zu Osteoporose führen. Daher nehmen viele Menschen noch zusätzlich Präparat zu sich, um dem Kalziummangel vorzubeugen. Fallen bei der Ernährung Milch, Milchprodukte und dergleichen, wegen einer Laktoseintoleranz weg, erhält dieser Aspekt eine noch größere Bedeutung. Vegetarier sollten sich bei einer Laktoseintoleranz genau informieren, wie sie den damit einhergehenden Eiweißmangel kompensieren können.

Prophylaxe

Oftmals wird der Hinweis auf die Prophylaxe gegeben. Anders bei einer Laktoseintoleranz. Das Auftreten lässt sich durch Verhaltensweisen oder eine bestimmte Ernährung nicht verhindern. Der Grund ist ganz einfach darin zu sehen, dass es sich um ein genetisches determiniertes Krankheitsbild handelt.

Verhaltenstipps bei Laktoseintoleranz

Tipp 1:
Schon beim Einkauf gilt es genau aufzupassen, was in die Tüte kommt. Gewarnt werden muss vor Fertigprodukten und auch Lebensmitteln aus der Tiefkühltruhe. Oftmals enthalten diese besonders viel Milchzucker (Laktose). Laktose bringt für die Lebensmittelindustrie viele positive Eigenschaften mit sich, welche gezielt eingesetzt werden. Bei Fertigsuppen, Gewürzen oder Fertigsoßen sorgt der Milchzucker dafür, dass sie streufähig bleiben und ein Verklumpen verringert oder gar vermieden wird. Auf der Zutatenliste ist der Anteil an Milchzucker präzise aufgeführt.

Tipp 2:
Gefahrlos können Obst und Gemüse gekauft werden. Ebenfalls zum Verzehr geeignet sind:

  • Eier
  • Nudeln
  • Kartoffeln
  • Fleisch
  • Hülsenfrüchte
  • Fisch

Beim Obst bezieht sich die Aussage nur darauf, solange keine Milchprodukte zur Verfeinerung verwendet werden. Zu denken ist saisonal an die Erdbeeren mit Zucker und Milch.

Tipp 3:
Ein Leben ohne Milch oder Milchprodukte führt langfristig zu einem Kalziummangel. Eine gute Ergänzung zur Vorbeugung gegen Osteoporose ist die Steigerung des Vitamins D. Die Sonne unterstützt den Körper bei der Produktion dieses Vitamins. Deshalb sollte jede Möglichkeit genutzt werden, sich gut gegen UV-Strahlen geschützt, in der Sonne aufzuhalten.

Tipp 4:
Achtung beim Einkauf von Brot und Brötchen. Auch hier findet sich wieder der Milchzucker. Er fungiert hier als fabelhaftes Bräunungsmittel. Bei bekannter Laktoseintoleranz sollte nicht nur beim Fleischer, sondern auch beim Bäcker explizit nach den verwendeten Zutaten gefragt werden. Handelt es sich um Wurst- und Backwaren, welche abgepackt sind, sind die Angaben auf den Verpackungen zu beachten.

Tipp 5:
Gelobt werden die Produkte, die eine Laktoseintoleranz reduzieren. Dieses Kapitel wurde bereits angesprochen.
Vorsicht ist aber bei bereits verordneten Medikamenten geboten. Als hervorragendes Bindemittel wird der Milchzucker bei der Produktion von Dingen genutzt:

  • Kapseln
  • Tabletten
  • Pulvern
  • Dragees

Dennoch dürfen diese Medikamente nicht ohne Absprache mit dem behandelnden Arzt abgesetzt werden. Alternativen hierfür können von ihm angesetzt werden.

Das Leben mit Laktoseintoleranz

Die Diagnose Laktoseintoleranz ist nicht gleichzusetzen mit einem völligen Verzicht auf Milch oder Milchprodukten. Kombiniert mit anderen Nahrungsmitteln oder in kleinen Mengen werden sie oftmals vertragen. Die Beschwerden bleiben in diesen Fällen aus. Ist der schmale Grat überschritten, stellen sich zunächst erst minimale Beschwerden ein. Doch wann und wie viel Laktose können Menschen mit einer Laktoseintoleranz zu sich nehmen. Mit diesem Thema haben sich Forscher auseinandergesetzt. Sie haben es sich zur Aufgabe gemacht herauszufinden, wie es mit der Verträglichkeit aussieht und wie diese gesteigert werden kann. Findet eine Kombination mit weiteren Nahrungsmitteln statt und diese ist fest oder fettig, wirkt sich dies auf den Verdauungsprozess aus. Die Verdauung beginnt bereits im Magen und wird durch die Kombination verlangsamt. Die Laktose gelangt langsam und nach und nach erst bis in den Darm. Die Symptomatik ist nicht so gravierend. Außerdem haben Forscher festgestellt, dass ein Mensch mit einer Laktoseintoleranz seinen Körper nach und nach an laktosehaltige Produkte gewöhnen kann. Gesicherte medizinische Erkenntnisse liegen jedoch noch nicht vor.

So wurden Personen mit Laktoseintoleranz getestet, wie viel Milchzucker sie vertragen. Sie kamen zu folgendem Resultat:

Kaum mit Beschwerden bei Laktoseintoleranz ist zu rechnen, wenn beispielsweise rund 250 ml Milch auf einmal getrunken werden. Das entspricht 12 g Milchzucker. Wurde auf den gesamten Tag verteil rund 500 ml Milch getrunken, was 24 g Laktose entspricht, wurden auch kaum Symptome bemerkt.
Das Fazit zu dieser Untersuchung war, das Menschen mit einer Laktoseintoleranz kleinere Mengen an Milch oder auch Milchprodukte verzehren können. Sie sollten aber darauf achten, dass es über den ganzen Tag verteilt erfolgt und am besten mit anderen Nahrungsmitteln gemeinsam gegessen bzw. getrunken wird.

Laktoseintoleranz und ihre Trugschlüsse

Irrtum 1)
Es kann von jedem Arzt korrekt “Laktoseintoleranz” gestellt werden.

Um ganz sicher zu gehen, dass es sich um eine Laktoseintoleranz handelt, sollte ein Allergologe konsultiert werden. Er ordnet beispielsweise spezielle Untersuchungen wie einen Atemtest an. Der Hausarzt wird zwar auch Untersuchungen und Tests anberaumen, diese Ergebnisse sind aber nicht eindeutig für eine Laktoseintoleranz. Zu denken ist an Blutzuckerbelastungstests oder eine Magen-Darm-Spiegelung. Für eine richtige Verhaltensweise stellt die korrekte Diagnose die Basis dar.

Irrtum 2)
Laktoseintoleranz bedeutet absoluten Verzicht auf Laktose.

Eine gewisse Verträglichkeit von Milchzucker liegt eigentlich bei allen Menschen vor. Der Unterschied ist in der Toleranzgrenze zu sehen. Diese wird von der Aktivität der Lactase festgelegt. Es ist ein Enzym im Darm, welches sich mit zunehmenden Alter reduzieren kann. Menschen mit einer Laktoseintoleranz können durchaus bestimmte Mengen Laktose zu sich nehmen. Zu den Mengen wurde zuvor schon berichtet. Die genaue Menge jedoch muss individuell herausgefunden werden. Dabei ist es am besten, den Verzehr über den Tag zu verteilen.

Irrtum 3)
Gefahr von Laktose geht von Aromen und Geschmacksverstärkern aus.

Zurückzuführen ist diese Annahme auf die Tatsache, dass in Fertigprodukte, Salatsoßen oder Eis ein hoher Anteil Laktose enthalten ist, welcher zu Beschwerden führen kann. Die Zutatenliste auf den Verpackungen, die es zu beachten gilt, ist so aufgebaut, dass die Inhaltsstoffe von den größeren Mengen abwärts aufgelistet sind. Dabei sind die Aromen und Geschmacksverstärker meist relativ weit am Ende zu finden, was aussagt, dass sie nur in geringer Menge vorhanden sind.

Irrtum 4)
Gefahr geht von milchzuckerhaltigen Tabletten aus.

Viele Pharmaunternehmen nutzen Laktose wegen ihrer positiven Eigenschaften zu Herstellung von Medikamenten. Jedoch ist der Anteil so gering, dass Menschen, mit einer Laktoseintoleranz auf ihre bisherige Arznei nicht verzichten oder diese wechseln müssen.

Irrtum 5)
Menschen mit einer Laktoseintoleranz sollten Produkte, die einen Hinweis auf Allergien, wie beispielsweise “kann Spuren von Laktose enthalten” meiden.

Im Gegenteil, es handelt sich hierbei um ein sicheres Zeichen, dass es sich um so geringe Mengen handelt, dass sie als unbedenklich eingestuft werden können.

Irrtum 6)
Joghurts können unbedenklich gegessen werden.

Prinzipiell ist die Annahme, dass die sich darin befindlichen Milchsäurebakterien die Laktose abbauen, richtig. Doch ihre Wirksamkeit wird durch die Zubereitungsweise teilweise eliminiert. Sie können die Laktose nur noch in geringen Mengen oder gar nicht mehr abbauen. Zu beachten sind auch Zusätze wie Milchpulver. Zu empfehlen sind die Naturjoghurts. Diese werden ohne irgendwelche Zusätze hergestellt.

Irrtum 7)
Aus Südeuropa stammende Milchprodukte sind für Menschen mit einer Laktoseintoleranz noch schlechter verträglich.

Genannt werden sollen hier stellvertretend Ayran und der Joghurt griechischer Art. Ersterer ist mit Wasser verdünnt und hat daher einen geringeren Anteil an Laktose. Die Variante griechische Art enthält mehr Fett, welches den Verdauungsvorgang verlangsamt. Der Körper hat so die Option die Laktose aufzuspalten.

Irrtum 8)
Die Aussage laktosefrei ist nicht gleichzusetzen mit keinem prozentualen Anteil von Laktose.

Leider gibt es bis heute noch keine einheitliche Regelung für die Bundesrepublik, die für den Verbraucher den korrekten Nachweis über den Inhalt von Laktose bestimmt. Hingegen gibt es viele Ausnahmegenehmigungen, dass Firmen, bei denen bis zu 100 mg Laktose sich in pro 100 g Lebensmitteln befinden, diese noch als “laktosefrei” deklarieren dürfen.

Irrtum 9)
Findet der Verbraucher Laktose nicht auf der Zutatenliste, ist auch keine enthalten.

Handelt es sich beispielsweise um:

  • Milch
  • Sahne
  • Molkepulver

oder andere Milchprodukte ist es nicht erforderlich, dass gesondert auf einen Laktosegehalt hingewiesen wird. Hier wird das logische Denken des Verbrauchers vom Gesetzgeber vorausgesetzt. Denn, dass Laktose enthalten ist, sollte eigentlich selbsterklärend sein.

Irrtum 10)
Es ist keine Vorschrift, dass auch auf Speisekarte und loser Ware die Menge von Laktose angegeben ist.

Auch hier liegt es wieder an der Gesetzmäßigkeit. Doch eine gute Nachricht für Allergiker und Menschen mit Laktoseintoleranz. Seit dem 13.12.201 besteht eine Kennzeichnungspflicht für Lebensmittel, welche lose verkauft werden. Diese bezieht sich auf die 14 häufigsten Allergene, zu denen auch Laktose gehört.

Fazit zum Thema Laktoseintoleranz

Es wird ein Spalten der Lactose bei einer vorliegenden Laktoseintoleranz unmöglich. Die Folgen sind Bauchschmerzen, Durchfall oder Blähungen. Für die Diagnostik werden diverse Testverfahren genutzt. So kann der vorliegende Schweregrad individuell festgestellt werden. Eine Heilung gibt es bei Laktoseintoleranz nicht. So bleiben bezüglich der Therapie, die Möglichkeiten auf Produkte mit Laktose zu verzichten oder den Konsum zumindest einzuschränken. Alternativ können Präparate mit Lactase eingenommen werden. Sie unterstützen in jedem Falle den Verdauungsprozess. Dabei sollte eine Konsultation eines Experten vorausgehen.


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Verschiedene Lebensmittel

Wenn Nahrung krankmacht: Die Lebensmittelallergie

Bei der Lebensmittelallergie handelt es sich um eine spezielle Variante der Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Nahrungsmitteln beziehungsweise deren Inhaltsstoffen. Es sind viele unterschiedliche Allergien bekannt, wie die Nussallergie, die Milchallergie und die Fischallergie. Nach dem Kontakt mit den betreffenden Lebensmitteln kommt es zu unterschiedlichen Symptomen, welche in ihrer Schwere und den daraus resultierenden Gefahren variieren. Während bei einer Soja-Allergie vor allem der Magen-Darm-Trakt betroffen ist und es zu Übelkeit, Erbrechen und Durchfall kommen kann, kann bei einer Allergie gegen Hülsenfrüchte die Schleimhaut im Mund- oder Nasenbereich anschwellen. Eine Lebensmittelallergie kann zum Anschwellen der Zunge oder auch zur Reizung der Haut führen. In seltenen Fällen sind auch Gelenkerkrankungen möglich. In extremen Fällen tritt bei einer Lebensmittelallergie, beispielsweise einer Erdbeerallergie, auch ein lebensbedrohlicher anaphylaktischer Schock auf.

Der Umgang mit der Lebensmittelallergie

Als erstes müssen Sie den Verzehr der Lebensmittel vermeiden, was jedoch zu einigen Schwierigkeiten führt. Sie müssen genauestens auf die Bestandteile der Produkte achten, wobei viele Inhaltsstoffe unter verschiedenen Bezeichnungen vertrieben werden. Die bekannten E-Nummern können Fette oder andere Stoffe verschlüsseln, sodass Sie im Einzelfall Recherche betreiben müssen. Die Gewürzallergie und die Kräuterallergie sind ebenfalls problematisch, da Wurst und viele andere Produkte als Kennzeichnung pauschal den Inhaltsstoff “Gewürze” aufgeführt haben und Sie nur schwer in Erfahrung bringen, welche genauen Gewürze und Kräuter verwendet werden. Ein weiteres Problem ist der entstehende Mangel an bestimmten Vitaminen und Mineralstoffen, sodass Sie hierbei für Ausgleich sorgen müssen. Leiden Sie an einer Fleischallergie, dann entsteht beim Verzicht auf Fleisch zunächst einmal ein Vitamin B Mangel, den Sie durch Ausweichprodukte oder Nahrungsergänzungsmittel ausgleichen müssen. Achten Sie jedoch darauf, dass Sie die Lebensmittelallergie nicht auch bezüglich der Ausweichprodukte aufweisen.

Die Lebensmittelallergie: Unterschiedliche Varianten

Es werden in der Praxis viele verschiedene Allergene beobachtet, wobei die Tendenz des Auftretens von Allergien zugenommen hat. Zu den häufigsten Erscheinungsformen gehören die Getreideallergie, die Apfelallergie und die Milchallergie. Die Obstallergie beziehungsweise die Gemüseallergie muss nicht zwangsläufig mit dem Lebensmittel selbst zusammen hängen, sondern kann auch durch Spritzmittel ausgelöst werden. Wenn Sie eine Allergie gegen Paprika, gegen Tomaten oder gegen ein anderes Gemüse bemerken, dann können durch die Behandlung gegen Schädlinge aufgebrachte Giftstoffe die Ursache sein. Sie dringen durch die Haut vom Gemüse ein und lassen sich somit nicht abwaschen. Meistens kommt es in diesen Fällen zu Problemen im Magen-Darm-Trakt oder beim Kontakt zum Anschwellen der Handflächen. Lebensmittelallergien können sehr speziell sein, wie sich am Beispiel der Öle und Fette zeigt. So können Sie gegen Rapsöl allergisch sein, Sonnenblumenöl hingegen gut vertragen.

Wie entsteht die Lebensmittelallergie?

Die Lebensmittelallergie kann unterschiedliche Ursachen haben. So ist es möglich, dass durch den wiederholten Verzehr der Lebensmittel eine Allergie entwickelt wird. Möglich ist aber auch eine Kreuzallergie über Pollen. Viele Betroffene leiden zunächst einmal an Heuschnupfen, Hautentzündungen oder Asthma. Ärzte stellen verschiedene Theorien auf, die unter anderem besagen, dass eine zu hohe Hygiene die Allergieneigung fördert. Ebenso wird der zu frühe Konsum von exotischen Früchten als Auslöser einer Kiwi– oder Ananasallergie genannt.

Der Unterschied zwischen der Lebensmittelallergie und der Nahrungsmittelunverträglichkeit

Eine Allergie unterscheidet sich von der klassischen Nahrungsmittelunverträglichkeit durch die im Körper stattfindenden Reaktionen. So werden bei der Unverträglichkeit keine Antikörper gebildet. Im Falle einer Allergie reagiert das Immunsystem über und versucht eindringende Stoffe zu bekämpfen. Die in den jeweiligen Lebensmitteln enthaltenen Stoffe werden als Feinde betrachtet und sollen bekämpft werden. Ein weiterer Unterschied ist die Häufigkeit, mit welcher beide Erkrankungen auftreten. Während die Lebensmittelallergie bei rund 5 Prozent der Deutschen auftritt, weisen circa 30 Prozent der Menschen eine Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Nahrungsmitteln auf. Theoretisch können Sie gegen alle Speisen eine Lebensmittelallergie entwickeln, allerdings verfügen einige Nahrungsmittel über ein höheres Allergiepotential als andere. So ist eine Hühnereiweißallergie häufiger als eine Artischocken-Allergie. Es ist zudem möglich, dass Sie gegen mehrere Lebensmittel allergisch reagieren. So können Sie bei einer Allergie gegen Karotten auch nach Jahren noch eine zusätzliche Ingwer-Allergie entwickeln.

Wie kann ich bei meinem Kind einer Lebensmittelallergie vorbeugen?

Da die Neigung zu Allergien in der Bevölkerung steigt, werden verschiedene Vorbeugemaßnahmen empfohlen. Ein Tipp ist es, einen abwechslungsreichen Speiseplan aufzustellen. Kinder sollten Schritt für Schritt an die verschiedenen Lebensmittel herangeführt werden und diese kennenlernen. Ein übermäßiger Konsum des gleichen Lebensmittels ist jedoch zu vermeiden. Für Neugeborene ist zudem das Stillen ein wichtiger Faktor, der nachweislich die Gefahr einer Lebensmittelallergie verringert.

Im Notfall ist bei einer Lebensmittelallergie schnelles Handeln erforderlich

Tritt die Lebensmittelallergie auf, dann können lebensgefährliche Symptome die Folge sein. Daher wird empfohlen, ein Notfall-Set bei sich zu tragen. Der kleine Koffer sollte ein Antihistaminkum enthalten, welches Sie schnell und einfach über den Mund einnehmen können. Weitere Bestandteile sind ein Adrenalin-Präparat und ein Glukokortikoid. Um solche Anfälle nach Möglichkeit zu verhindern, sollten Sie die betreffenden Lebensmittel vermeiden und sich stets über die genauen Inhaltsstoffe von Produkten informieren. Im Falle einer Lebensmittelallergie kann es ratsam sein, eine Ernährungsberatung aufzusuchen, um zu gewährleisten, dass Sie auch ohne den Genuss bestimmter Lebensmittel alle lebenswichtigen Vitamine und Mineralien aufnehmen.


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Schalen gefüllt mit verschiedenen Nusssorten

Eine Nussallergie ist in Deutschland weiterverbreitet, als man gemeinhin annimmt. Nüsse gelten als häufigster Auslöser von Nahrungsmittelallergien, von denen immerhin 0,3 bis 2,4 Prozent der Erwachsenen und 1,3 bis 8,0 Prozent der Kinder betroffen sind. Zumeist reagieren die Betroffenen auf Erdnüsse, Walnüsse und Haselnüsse. Seltener sind andere Erzeugnisse wie Mandeln, Pekannüsse, Cashewnüsse, Paranüsse oder Pistazien die Auslöser der Beschwerden.

Nüsse gelangen oft unbeabsichtigt in Nahrungsmittel

Wer unter einer Nussallergie leidet, muss sich die Zutatenlisten von Lebensmitteln genau durchlesen, und selbst dann besteht keine 100% ige Sicherheit, nicht mit den Nussallergenen in Berührung zu kommen. Diese sind hitzestabil, und gleichzeitig sind immer mehr Verbraucher von einer Nussallergie betroffen. Dem wird durch neue Verfahren in der Lebensmittelindustrie Vorschub geleistet. Nüsse gelangen oft auch in Lebensmittel, in denen sie eigentlich nicht vorkommen sollen. Das macht die Änderung der Lebensweise und Kontaktvermeidung mit dem Allergen für die Betroffenen recht schwer. Es empfiehlt sich der vermehrte Verzehr von unbehandelten bzw. nicht verarbeiteten, frischen Lebensmitteln.

Die Symptome einer Nussallergie nach Kontakt mit dem Allergen

Folgende Symptome treten bei einer Nussallergie nach dem Verzehr auf:

  • Schleimhautschwellungen im Mundraum und Rachenraum
  • Juckreiz und Schwellung von Zunge und Lippen
  • Atemnot
  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Durchfall
  • Kreislaufbeschwerden bis hin zum Kreislaufzusammenbruch
  • anaphylaktische Reaktionen

Letztere treten zumeist bei einer isolierten Nussallergie auf. Hier liegen Nüsse als Auslöser nach den Hülsenfrüchten auf Platz 2. (Die Erdnuss zählt übrigens zu den Hülsenfrüchten. Hier genügen schon Mikrogramm, um schwerste allergische Reaktionen auszulösen. Von einer Erdnussallergie sind rund 1% der Bürger in Deutschland betroffen).

Etwas weniger drastisch fallen die Beschwerden aus, wenn es sich um eine Nussallergie in Kreuzreaktion mit einer Pollenallergie handelt. Dies tritt besonders häufig bei einer Allergie gegen Frühblüher wie Birke, Erle und Hasel auf. Dann tritt im Mund und Hals meist ein unangenehmes Brennen und Kribbeln auf, das jedoch weniger bedrohlich wirkt als bei einer isolierten Nussallergie. Allerdings können auch bei einer Kreuzreaktion Asthma und Atemnot auftreten.

Was ist zu tun, wenn der Verdacht auf eine Nussallergie besteht?

Wer nach dem Verzehr von Nüssen Symptome einer Nussallergie wie Jucken, Brennen, angeschwollene Schleimhäute oder Atemnot an sich bemerkt, sollte einen Arzt bzw. Allergologen aufsuchen. Anhand verschiedener Untersuchungen wie Prick-Test, IgE und diätische Untersuchungen wird der Nachweis der Nussallergie sicher erbracht. Eventuell muss eine Provokation durchgeführt werden, um endgültige Sicherheit zu erlangen.

Ein Allergietest ist immer nur eine Momentaufnahme

Gerade eine Nussallergie bzw. der Verdacht einer solchen verunsichert viele Menschen, denn Nüsse werden in sehr vielen Lebensmitteln verarbeitet und können im schlimmsten Fall sehr schwere Symptome auslösen. Es besteht jedoch nur dann die Notwendigkeit, einen solchen Test zu machen, wenn wirklich konkret auf Nüsse reagiert wurde. Am besten wendet man sich an einen Spezialisten. Nüsse haben verschiedene Allergene, die jeweils verschiedene Symptome auslösen. Ein Beispiel: Bei den Haselnüssen gibt es Allergene von Cor a1 bis Cor a11.

Leider gibt es jedoch noch keinen Allergietest, und wird es auch in naher Zukunft nicht geben, der eine Nussallergie oder irgendeine andere Allergie für die Zukunft anzeigen kann. Insofern ist, wenn man es streng betrachtet, jeder dem Risiko eines anaphylaktischen Schocks durch eine plötzlich auftretende Nussallergie ausgesetzt. Die Wahrscheinlichkeit ist allerdings extrem gering. Personen, die jedoch schon Symptome eines Heuschnupfens oder anderer Nahrungsmittelunverträglichkeiten haben, sollten beim Verzehr von Nüssen etwas vorsichtiger sein.

Eine Nussallergie – was kann man tun?

Unter Umständen ist eine Desensibilisierung anzuraten, dies ist jedoch mit dem zuständigen Arzt gemeinsam zu entscheiden. Die größte Herausforderung für die Betroffenen einer Nussallergie liegt in der Bewältigung des Alltags. Nüsse kommen in sehr vielen Lebensmitteln vor.

Hier eine unvollständige Liste:

  • Pesto
  • Waldorfsalat
  • verschiedene Eissorten
  • Pudding
  • Studentenfutter
  • in den meisten Backwaren
  • in vielen Wurstwaren, z.B. in Mortadella
  • in Joghurts und Käse
  • in verschiedenen Brotaufstrichen
  • in Müsli und Süßwaren
  • in Nougat und Marzipan
  • in verschiedenen Soßen
  • in Gewürzen wie Curry
  • in Getränken, z.B. Likör
  • in aromatisiertem Kaffee

Leider finden sich in vielen anderen Produkten Spuren von Nüssen. Das hängt damit zusammen, dass auf einer Produktionsstraße in der Lebensmittelindustrie oft verschiedene Lebensmittel hergestellt werden, und dadurch Reste in andere Lebensmittel gelangen können. Da Allergene heutzutage ausgezeichnet werden müssen, finden sich diese Informationen auf den Verpackungen zubereiteter Lebensmittel.

Diese Kennzeichnung ist allerdings bei losen Waren wie Backwaren nicht verpflichtend. Wer eine starke Nussallergie hat, sollte zur Sicherheit immer ein Notfallset bei sich tragen.

Mit einer Nussallergie ins Restaurant – zum Glück möglich

Da immer mehr Betroffene an einer Nussallergie leiden und natürlich dennoch nicht auf ihren Restaurantbesuch verzichten wollen, gibt es mittlerweile Karten extra für Nussallergiker. Die Karten werden vom Deutschen Allergie- und Asthmabund (DAAB) ausgegeben und werden als Anleitung an den Koch gereicht. Dann kann man sicher sein, nicht mit den Allergenen in Berührung zu kommen.

Eine Nussallergie kann wie jede andere Allergie genau so plötzlich verschwinden, wie sie aufgetaucht ist.


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Frau mit Heuschnupfen putzt sich die Nase

Heuschnupfen: Ursachen, Auswirkungen und Therapien

Die pollenbedingte allergische Rhinitis wird umgangssprachlich als Heuschnupfen bezeichnet. Es handelt sich um eine Entzündung der Nasenschleimhaut, die durch eine Allergie ausgelöst wird. In vielen Fällen tritt beim Heuschnupfen (Pollenallergie) als Reaktion zudem eine Beeinträchtigung der Nasennebenhöhlen auf. Die typischen Symptome ähneln einer Erkältung und können von Laien daher oftmals verwechselt werden. Allerdings dauern die Beschwerden im Falle von Heuschnupfen monatelang an und werden beim Aufenthalt im Freien deutlich schlimmer. Werden keine geeigneten Maßnahmen ergriffen, dann kann durch den Heuschnupfen eine Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit und der Lebensqualität stattfinden.

Welche direkten Auswirkungen hat der Heuschnupfen?

Viele Betroffene leiden bereits seit ihrer Kindheit am Heuschnupfen. Es ist auch möglich, erst im Erwachsenenalter an Heuschnupfen zu erkranken. Die Auswirkungen sind für die Patienten fatal, da die Lebensqualität durch den Heuschnupfen leidet und das Sozialleben beeinträchtigt wird. Die Attacken führen zu einem deutlichen Unwohlsein und häufig auch zur Isolation. Da viele Aktivitäten während der Pollenflugzeit nicht mehr uneingeschränkt und beschwerdefrei möglich sind, fühlen sich Betroffene von Freunden und der Familie ausgeschlossen. Bei Kindern ist zudem die schulische Leistung ein wichtiger Punkt. Leidet die Konzentration auf den Unterricht beziehungsweise das Lernen unter dem Heuschnupfen, dann sinkt die schulische Leistungsfähigkeit.

Wann besteht die Gefahr, dass Symptome auftreten?

Im Winter sind Sie gegen Heuschnupfen weitestgehend geschützt. Die Allergie tritt in der kalten Jahreszeit im Allgemeinen nicht auf. Sie ist allerdings eng mit der Hausstauballergie verwandt, welche ganzjährig ein Problem darstellt. Beide Erkrankungen werden unter dem Oberbegriff allergische Rhinitis zusammengefasst. Die Dauer der Symptome hängt von den Umständen ab und kann durch den Aufenthaltsort und die allgemeine Wetterlage beeinflusst werden. Der auslösende Stoff muss mit Ihrem Körper in Kontakt kommen, dann beginnen die ersten Symptome einzutreten. Wie viele Blüten- und Gräserpollen vorhanden sind, ist von Region zu Region aber auch von Jahr zu Jahr unterschiedlich. Dadurch kann es Ihnen in einem bestimmten Jahr besser gehen als in einem anderen Jahr, aber auch schlechter. Eine Langzeitherapie kann beim Heuschnupfen für Erleichterung sorgen und somit Schritt für Schritt eine Besserung erzielen.

Welche Reaktionen finden beim Heuschnupfen im Körper statt?

Die Aufgabe vom Immunsystem ist die Abwehr von Krankheitserregern. Allerdings kann es zu verschiedenen Überreaktionen beziehungsweise zum Fehlverhalten kommen. Der Antikörper Immunglobulin E sollte ursprünglich Parasiten bekämpfen. Da Parasiten in der westlichen Welt nur selten vorkommen und durch einen hohen Hygienestandard nur noch wenige Aufgaben für das Immunglobulin E vorhanden sind, werden einer Theorie nach neue “Feindbilder” geschaffen. Eingeatmete Pollen werden vom Körper als Eindringlinge identifiziert und dementsprechend behandelt. Somit kommt es zu einer Reaktion des Körpers und Symptomen wie Niesen, Husten oder Atemnot. Bestimmte Bereiche innerhalb der Atemwege schwellen an und die Probleme beginnen. Diese Theorie über die Hintergründe zum Heuschnupfen werden durch verschiedene Untersuchungen bestätigt, nach welchen Kinder, die gehäuften Kontakt zu Tieren und Pflanzen auf einem Bauernhof haben, seltener an Allergien leiden. Es scheint somit eine Art Immunisierung möglich zu sein, die jedoch keinen 100-prozentigen Schutz bietet.

Die Ablauf der Entstehung von Heuschnupfen

Als erstes kommt zu einer Sensibilisierung in Bezug auf ein bestimmtes Allergen. Im Falle des Heuschnupfens handelt es sich um Pollen, wobei ein Kontakt nicht zu vermeiden ist. Bei diesem sogenannten Erstkontakt kommt es zu keinen sichtbaren Symptomen. In Ihrem Körper jedoch nehmen die dendritischen Zellen beziehungsweise die Makrophagen das Allergen auf. Die B-Lymphozyten werden angeregt und bereiten sich auf die Bekämpfung des angeblichen Eindringlings vor. Sie vermehren und verändern sich. Es findet nun die Produktion des IgE-Antikörpers statt, welche sich gegen das Allergen richten. Kommt es nun zum Zweitkontakt, dann wird gegen das Allergen gekämpft und die Ausbildung der Symptome startet. Sie nehmen die körperlichen Reaktionen des Immunsystems durch eine laufende Nase, Rötungen, Jucken und Niesen wahr. Die Symptome werden durch die Leukotriene und Histamin ausgelöst. Der Körper versucht, eine bessere Durchblutung herzustellen, um Unterstützung im Kampf gegen die Allergene zu erhalten. Nachrückende Abwehrzellen können somit leichter an die betroffenen Stellen gelangen. Das Jucken soll die Aufmerksamkeit auf die jeweiligen Stellen richten und durch das Niesen werden Fremdstoffe aus dem Körper befördert. Was bei einer tatsächlich vorliegenden Gefahr lebensrettend sein kann, ist im Falle von Heuschnupfen unerwünscht und unangenehm. Heuschnupfen ist somit eng mit den historisch biologisch bedingten Vorgängen im Körper verbunden, sodass nur durch das Verständnis vom Heuschnupfen Lösungen gefunden werden können.

Welche körperlichen Reaktionen treten beim Heuschnupfen auf?

Bei einer Allergie gegen Pollen kommt es vor allem zu folgenden Reaktionen des Körpers:

  • Niesen
  • Juckreiz
  • Sekretbildung
  • Verstopfung der Nase
  • Bindehautentzündung des Auges
  • nasale Überempfindlichkeit gegen Düften, Tabak oder bei sportlicher Betätigung
  • Tagesmüdigkeit
  • verringerte Konzentrationsfähigkeit

Die Maßnahmen im Falle eines vermuteten Heuschnupfens

Wenn Sie einen Heuschnupfen vermuten, dann muss zunächst einmal eine ausführliche Diagnose gestellt werden. Entscheidend sind die Dauer und die Umstände der Symptome. Nicht alle Pollen müssen die allergische Reaktion auslösen und auch die Intensität ist unterschiedlich. Daher wird in der Regel vom Arzt der Prick-Test durchgeführt. Dadurch werden die verantwortlichen Allergene ermittelt. Der Mediziner träufelt allergenhaltige Lösungen auf Ihren Unterarm. Die jeweiligen Bereiche werden markiert, sodass Rückschlüsse auf die Wirkung der jeweiligen Allergene gezogen werden können. Die Haut wird bei der Behandlung angeritzt, wodurch die Stoffe besser in die Haut eindringen können. Nun werden die Stellen für mindestens 20 Minuten beobachtet, innerhalb dieser Zeit sollten Veränderungen sichtbar werden. Im Falle einer Überempfindlichkeit kommt es zur Quaddelbildung. Eine schonende Alternative zu diesem Vorgehen ist die Blutuntersuchung. Sie wird vor allem für kleine Kinder empfohlen, da hierbei die Reaktion und Reizung des Körpers vermieden wird. Es sind verschiedene Therapien und Test möglich, wie der RIS-Test und der RAS-Test.

Die Behandlung vom Heuschnupfen

Die Behandlung vom Heuschnupfen basiert auf drei Maßnahmen:

  1. Vermeidung des Kontaktes mit dem Allergen, der sogenannten Karenz
  2. Behandlung der akuten Symptome durch geeignete Arzneimittel, der Pharmakotherapie
  3. Langfristige Bekämpfung der allergischen Reaktion, der Immuntherapie

Erfahrungen von Ärzten haben gezeigt, dass es am besten ist, möglichst früh mit der Bekämpfung des Heuschnupfens zu beginnen. Je eher Sie zum Arzt gehen, desto besser sind die Heilungsmöglichkeiten. Die Gefahr beim unbehandelten Heuschnupfen ist, dass Neusensibilisierungen entstehen können. Es kann zudem zur Ausprägung von Asthma und somit zur Atemnot kommen. In vielen Fällen, jedoch nicht immer, kann der Verlauf vom Heuschnupfen gestoppt oder gar geheilt werden.

Welche Behandlungsmethoden existieren?

Für Gräserpollenallergiker werden spezielle Immuntherapien angeboten. Die Patienten nehmen Allergie-Immun-Tabletten ein und legen diese unter die Zunge. Die Einnahme wird vom Arzt verschrieben, allerdings findet die Anwendung zu Hause statt. Alternativ zur Einnahme von Tabletten kann auch eine Gabe per Spritze erfolgen. Der Arzt verabreicht hierbei entweder intakte Allergene oder veränderte Allergene per Injektion. Die Behandlung ist auf einen längeren Zeitraum ausgelegt, sodass Gaben in Abständen von einer bis vier Wochen geplant werden. Oftmals wird die Therapie über mehrere Monate bis hin zu mehreren Jahren ausgelegt. Die reine Vermeidung von Pollen ist nur eingeschränkt möglich, da die kleinen Partikel in das Auto ebenso wie in das Haus eindringen. Eine Linderung lässt sich erreichen, indem der Wohnort so gewählt wird, dass möglichst wenige Bäume und Sträucher in der Nähe stehen, was bei Flugstrecken von mehreren hundert Metern schwer ist. Für das Haus können Sie spezielle Luftfilter einsetzen, die den Anteil an Pollen reduzieren. Nach einem Aufenthalt im Freien sollte die Kleidung gewechselt werden, um möglichst wenige Pollen in die Innenräume zu bringen. Auch das Waschen der Haare hat sich als vorteilhaft erwiesen. Sportliche Aktivitäten im Freien sollten Sie in den Zeiten des Pollenflugs vermeiden. Nach einem kräftigen Regenschauer, wenn die Luft gereinigt ist, ist der beste Zeitpunkt für einen Spaziergang. Im Handel werden verschiedene Atemschutzmasken angeboten, die den Kontakt mit den Pollen vermeiden, jedoch von vielen Menschen als störend empfunden werden.

Welche Medikamente sind zur Behandlung von Heuschnupfen verfügbar?

Üblich sind Gaben von Cromonen, beispielsweise Cromoglicinsäure. Das Ziel ist die Stabilisierung der Mastzellen, jedoch erfolgt die Wirkung zeitverzögert. Es wird daher empfohlen, mit der Medikamentengabe bereits eine Woche vor Beginn des Pollenfluges zu beginnen. Auch Antihistamine und Cortison gehören zu den Behandlungsmöglichkeiten bei Heuschnupfen. Antihistamin wirkt, wie der Namen bereits ankündigt, gegen die Wirkung von Histamin. Dadurch wird der Ausbruch der Symptome verhindert. Sie werden in Form von Nasenspray oder als Tabletten gereicht. Während es in der Vergangenheit durch die Einnahme von Antihistaminen zur Entstehung von Müdigkeit gekommen ist, wurden diese Nebenwirkung bei modernen Präparaten weitestgehend behoben. Cortison unterbinden viele der allergischen Symptome beim Heuschnupfen und gelten daher als sehr effektiv. Allerdings weist Cortison Nebenwirkungen auf und hat einen negativen Einfluss auf die Leber. Viele Ärzte empfehlen die kombinierte Gabe verschiedener Mittel, um maximale Wirkung bei minimalen Nebenwirkungen zu erzielen. Nasensprays sorgen für das Abschwellen der Nasenschleimhaut und sollen eine schnelle Hilfe bieten. Im Bereich der Homöopathie werden ebenfalls verschiedene Präparate angeboten, deren Wirkung jedoch nur durch Patientenerfahrungen, nicht aber durch wissenschaftliche Beweise, belegt wurde. Unter anderem enthalten die Mittel indisches Lungenkraut und Pfahlrohr.

Wie häufig ist Heuschnupfen?

Schätzungen zufolge sind rund 15 bis 30 Prozent aller Jugendlichen von Heuschnupfen betroffen. Die Neigung zu Allergien hat in den letzten Jahren zugenommen. Diese Aussage betrifft fast alle Allergien und speziell auch den Heuschnupfen. Forscher vermuten verschiedene Ursachen, wie die Vererbbarkeit bestimmter Eigenschaften, die Zunahme der Hygiene und Umweltverschmutzungen. In Großstädten kann eine bereits vorhandene allergische Reaktion stärker ausfallen, wenn sie durch Schadstoffe in der Luft verstärkt wird. Vielen Menschen konnte bereits durch die richtige Therapie sowie die Gabe von Medikamenten geholfen werden. Es ist in diesen Fällen möglich, ein normales Leben zu führen und trotz Heuschnupfen zu arbeiten und die Freizeit zu genießen. Allerdings ist beim Heuschnupfen entscheidend, frühzeitig zu agieren und die richtigen Behandlungsmethoden auszuwählen.



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