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Christian

Mann mit schwerer Depression

Schwere Depression

Die Depression gehört mittlerweile zu den häufigen psychischen Krankheiten. Etwa vier Millionen Menschen leiden darunter. Die Erkrankung geht bei den Betroffenen mit einem großen Leiden und einer stark eingeschränkten Lebensqualität einher. Dies gilt vor allem für die schwere Depression, bei der die verschiedenen Symptome stark ausgeprägt sind. Die schwere Depression gehört zudem zu den Krankheiten, bei der aufgrund eines Suizids die höchste Sterblichkeit vorliegt. Der folgende Ratgeber erläutert Ihnen alles Wissenswerte rund um die schwere Depression: die Ursachen, Symptome, Diagnose und Behandlungsmöglichkeiten.

Schwere Depression – welche Ursachen gibt es?

Bei der schweren Depression ist der Neurotransmitterstoffwechsel gestört. Die Auslöser für eine schwere Depression sind sehr vielfältig. Auch wie der Betroffene mit der konfrontierten Situation umgeht, spielt bei der Entwicklung einer Depression und dem Schweregrad eine entscheidende Rolle. Menschen, die für eine Depression anfällig sind, haben meist auch ein geringes Selbstbewusstsein und neigen dazu, sich selber und die eigenen Fähigkeiten ständig abzuwerten. Demzufolge werden schwierige Situationen schnell als unvermeidlich und ausweglos angesehen. Weitere Auslöser sind andauernde oder akute soziale oder seelische Belastungsfaktoren, eine Isolation, ein dauerhafter Stress, Erfolgs- und Leistungszwang sowie eine angestrebte Perfektion im Beruf. Schwerwiegende Erkrankungen wie eine Schädigung des Gehirns oder eine Unterfunktion der Schilddrüse, bestimmte Medikamente, Alkoholmissbrauch sowie Behinderungen können ebenso zu einer schweren Depression führen. Es gibt viele verschiedene Ursachen, die als Auslöser infrage kommen, wobei meist zahlreiche unterschiedliche Auslöser zusammenwirken.

Welche Symptome verursacht die schwere Depression?

Bei einer schweren Depression treten über einen Zeitraum von zwei Wochen oder länger alle drei Hauptsymptome sowie mindestens vier Zusatzsymptome auf.

Die Hauptsymptome sind:

  • depressive oder gedrückte Stimmung
  • Verlust der Interessen und Freude
  • erhöhte Ermüdbarkeit und verminderter Antrieb

Die Nebensymptome sind:

  • Appetitlosigkeit und Schlafstörungen
  • Konzentrationsschwäche und Aufmerksamkeitsstörung
  • verringertes Selbstwertgefühl
  • Gefühl der Wert- und Nutzlosigkeit
  • Schuldgefühle
  • pessimistische Erwartungen an die Zukunft
  • Suizidgedanken

Menschen mit einer schweren Depression können meist nicht mehr selber für sich sorgen. Sie verbringen oft den ganzen Tag im Bett, nehmen wenig Nahrung und Flüssigkeit zu sich und vernachlässigen die Körperpflege. Die Erkrankten können sich nicht mehr richtig freuen und zudem sind sie auch kaum noch zu negativen Gefühlen fähig, beispielsweise Trauer, Wut und Verzweiflung. Das emotionale Erleben ist stark reduziert. Die Betroffenen leiden unter einer tiefen Herabgestimmtheit, aus der sie sich meist nicht mehr selber befreien können. Auch die Verlangsamung, Wahnideen und Wahrnehmungsstörungen können schwer ausgeprägt sein, sodass die sozialen Aktivitäten nicht mehr möglich sind. In sehr schweren Fällen liegt ein hohes Suizidrisiko vor.

Wie erfolgt die Diagnose der schweren Depression?

Bei der Erkennung einer schweren Depression spielt die Anamnese, ein ausführliches Gespräch mit dem Patienten, eine wichtige Rolle. Dieses erfolgt durch einen Psychiater und/oder Psychotherapeut. Für die Diagnose stehen zudem verschiedene Fragebögen mit Testskalen zur Verfügung. Natürlich müssen auch organische Ursachen ausgeschlossen werden, die als Auslöser für eine schwere Depression infrage kommen. Eine frühe Diagnose und Behandlung sind bei der Depression sehr wichtig, um die Heilungschancen zu verbessern, dem großen Leiden ein Ende zu setzen und wieder ein erfülltes und glückliches Leben zu führen. Nicht behandelte, schwere Depressionen hingegen verbergen nicht nur die Gefahr eines Suizidversuchs und einer Selbsttötung, sondern sie beeinflussen auch körperliche Erkrankungen negativ.

Welche Möglichkeiten der Behandlung gibt es bei der schweren Depression?

Zunächst einmal sei gesagt, dass auch eine schwere Depression zu den Erkrankungen mit sehr guten Heilungschancen gehört. Für die Behandlung können verschiedene Antidepressiva eingesetzt werden, mit denen die Depression gut behandelbar ist. In besonders schweren Fällen, beispielsweise wenn ein Suizidversuch nicht ausgeschlossen werden kann, ist manchmal ein Aufenthalt in einer Klinik notwendig. Gut bewährt hat sich eine Kombination aus Psychotherapie und Medikamenten, die anders, als häufig vermutet wird, nicht abhängig machen und auch nicht euphorisierend wirken. Sie bringen jedoch die Botenstoffe im Gehirn wieder ins Gleichgewicht. Da es viele verschiedene Antidepressiva (z.B. auch pflanzliche Antidepressiva) gibt, kann ein Präparat gefunden werden, das die beste Wirkung erzielt und die geringsten Nebenwirkungen verursacht.

Psychotherapie ist eine sinnvolle Ergänzung

Die Psychotherapie verfolgt das Ziel, ungünstige Denk- und Verhaltensmuster zu erkennen und abzuändern, sodass die seelische Gesundheit nicht mehr negativ beeinflusst wird und zudem Rückfälle vermieden werden können. Ein weiteres Ziel ist es, den Betroffenen zur größeren Aktivität zu motivieren. Die kombinierte Therapie dauert meistens mindestens 6 bis 18 Monate und muss zum Teil sogar lebenslang fortgeführt werden.

Fazit zur schweren Depression

Eine schwere Depression ist eine sehr ernst zu nehmende Erkrankung, die das Leben und den Alltag des Betroffenen ganz erheblich einschränken kann. Doch sie kann dank moderner Medikamente und Psychotherapie gut behandelt werden. Wichtig ist die ordnungsgemäße Einnahme der Antidepressiva, denn es kann einige Wochen dauern, bis eine deutliche Besserung des Gesundheitszustandes verspürt wird. Betroffene sollten die verordneten Medikamente in der empfohlenen Dosierung einnehmen und sie niemals eigenmächtig absetzten, auch nicht, wenn eine Besserung des Gesundheitszustandes wahrgenommen wird. Wichtig ist, dass sich der Betroffene seiner Erkrankung bewusst wird und Hilfe in Anspruch nimmt. Je früher die Behandlung der Depression beginnt, desto höher sind auch die Heilungschancen.


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Frau behandelt sich mit Augentropfen

Augentropfen: Hilfreiches Mittel für die Behandlung von Allergien

Augentropfen sind nicht nur bei gereizten Augen, beispielsweise durch Kontaktlinsen oder eine Augenrötung bei Heuschnupfen, sondern bei verschiedenen, die Augen in Mitleidenschaft ziehenden Allergien praktisch. Durch die einfache Einbringung ins untere Augenlid und die schnelle, effektive Wirkung haben sich Augentropfen bei Allergie Behandlungen längst durchgesetzt und Salben oder Medikamente zum Einnehmen abgelöst. Im Kontext zu Tabletten oder Kapseln wirken Augentropfen bei Allergie an der Stelle, an der die Allergie hervorgerufen und durch Symptome angezeigt wird. Die Tropfen zeigen sich ohne Nebenwirkungen und unerwünschte Begleiterscheinungen, da sie lokal eingesetzt und nicht durch den Magen über die Nieren und durch den gesamten Blutkreislauf transportiert werden.

Symptome für die Anwendung von Augentropfen bei Allergie

Heuschnupfen oder eine Allergie gegen Hausstaubmilben, Kontaktlinsen-Überempfindlichkeiten und weitere Allergien betreffen unter anderem die Augen. Vor allem die Schleimhäute im Innenlid, aber auch der Augapfel selbst können durch eine allergische Reaktion gerötet sein und schmerzen. Starker Juckreiz oder Brennen, entzündliche Veränderungen mit Rötung oder klarem, milchig trüben und eitrigem Ausfluss schränken das Sehvermögen und das allgemeine Wohlbefinden ein. Schnelle Abhilfe schaffen Augentropfen bei Allergie, da diese lokal an der Stelle wirken, an dem sich die Symptome äußern. Augentropfen bei Allergie sind selbst bei kleinen Kindern, aber auch bei älteren Menschen anwendbar. Sobald sich die ersten Symptome äußern, die Augen tränen oder jucken und brennen, können die Augentropfen bei Allergie sofort angewendet werden. Wichtig ist, dass die Behandlung frühzeitig erfolgt und Sie bereits auf leichte Symptome reagieren.

Diagnose von die Augen betreffenden Allergien

Die Diagnose einer Allergie im Augenbereich ist einfach, da die Anzeichen sichtbar sind und aufgrund der ausgeprägten und deutlichen Symptome sehr gut beschrieben werden können. Allerdings sind Allergietests notwendig, da die sichtbaren Indizien für eine Allergie keinen Aufschluss über die Ursache der Augenrötung, Entzündung oder das Tränen geben. Der Allergietest wird nicht in den Augen selbst, sondern meist auf der Haut auf dem Rücken oder an den Oberarmen durchgeführt und gibt binnen weniger Minuten darüber Auskunft, ob es sich um einen Heuschnupfen, eine Milbenreaktion oder um eine allergische Reaktion auf Zusätze in Nahrungsmitteln handelt. Am einfachsten ist die Diagnose bei Kontaktlinsenträgern. Oftmals lindern sich die Symptome direkt in dem Moment, in dem Sie die Kontaktlinsen herausnehmen. Um die Diagnose zu vereinfachen und Ihrem Arzt eine Möglichkeit zur Verschreibung passender Augentropfen bei Allergie zu geben, erläutern Sie die Symptome umfassen und teilen mit, wann das Jucken, Brennen oder die Augenrötung am stärksten auftreten. Handelt es sich um eine jahreszeitlich bedingte Reizung, ist die Diagnose schnell gestellt und beläuft sich in den meisten Fällen auf einen Heuschnupfen oder eine Pollenallergie.

Prävention gegen Reizungen der Augen bei einer Augentropfen-Allergie

Augentropfen können bei Allergie, aber auch vorbeugend gegen die Symptome einer allergischen Reaktion genutzt werden. Leiden Sie bereits länger unter trockenen Augen oder bemerken im Frühjahr und Frühsommer starkes Augentränen und eine Rötung der Schleimhäute im Auge, ist die tägliche Einbringung von Augentropfen bei einer Allergie gegen Pollen sehr hilfreich. Ziehen Sie das untere Augenlid leicht herunter und bringen die Augentropfen bei Allergie vorsichtig und gleichmäßig im Unterlid ein. Anschließend zwinkern Sie ein bis zweimal, sodass sich die Augentropfen bei Allergie gleichmäßig im Auge verteilen und dementsprechend wirken können. Empfindliche Menschen oder Menschen mit generell trockenen Augen können mit Augentropfen bei Allergie zwar Linderung erzeugen, sollten aber dennoch einen Arzt aufsuchen und die Ursache abklären lassen.

Ursachen – wann Augentropfen bei Allergie helfen

Die Ursachen für allergische Reaktionen sind vielseitig. Generell können Sie davon ausgehen, dass Allergien der Schleimhäute auch die Augenpartie betreffen und sich dort mit unterschiedlichen Symptomen äußern. Um mit den Augentropfen eine Allergie erfolgreich zu behandeln und die Beeinträchtigung Ihrer Augen einzudämmen, ist die Bestimmung der Ursache von primärer Bedeutung. Augentropfen bei Allergie wirken lokal und sehr schnell, wobei sich die Wirkung aber allein auf Ihre Augen bezieht und die anderen Schleimhäute oder betroffenen Areale auf Ihrem Körper ausspart. Daher werden Augentropfen bei einer Allergie als begleitendes Mittel und nicht als alleinige Behandlung eingesetzt. Ihr Arzt kann die Ursache abklären, Ihnen die passenden Augentropfen zu Ihrer Allergie empfehlen und zusätzlich eine Therapie anraten, die bezüglich der Ursache optimal ist und Ihr Wohlbefinden in vollem Umfang wiederherstellt. Dazu ist es notwendig, der Ursache auf den Grund zu gehen und in Erfahrung zu bringen, worauf Sie allergisch reagieren und welche Faktoren für die Augen- und Schleimhautreizung, sowie alle weiteren auf Allergien hinweisenden Symptome verantwortlich sind.

Augentropfen sind bei einer Allergie sehr hilfreich und können als unterstützende Therapiemaßnahme verwendet werden. Je nach Ursache und Schweregrad der allergischen Reaktion ist es notwendig, neben den Augentropfen bei Allergie auf weitere Behandlungen zurückzugreifen oder beispielsweise eine Desensibilisierung in Erwägung zu ziehen. Da sich Augentropfen bei einer Allergie sehr einfach einbringen lassen und für Soforthilfe sorgen, werden sie bei Kindern, bei Erwachsenen und auch bei älteren Menschen häufig eingesetzt. Wichtig ist hierbei, dass die Augentropfen bei einer Allergie richtig angewandt und eingebracht werden.


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Informationen zu Leukämie

Allgemeine Beschreibung zum Thema Leukämie

Mit dem Begriff Leukämie beschreiben die Fachleute eine ganze Anzahl an Krebserkrankungen, die das blutbildende System des Knochenmarks betreffen. Aus diesem Grund hat sich für diese Art des Krebses die Bezeichnung Blutkrebs eingebürgert. Bei der Leukämie werden regelmäßig die weißen Blutkörperchen, d. h. die Leukozyten, beeinträchtigt.

Entstehung und Ursachen von Leukämie

Leukämie entsteht primär durch die vermehrte Bildung so genannter entarteter Zelltypen im Knochenmark oder im Lymphsystem des menschlichen Körpers. Diese entarteten Zelltypen ersetzen die normalen Leukozyten. Die Leukozyten haben die Aufgabe, Krankheitserreger abzuwehren. Diese Aufgaben können sie infolge der sich vermehrt gebildeten entarteten Zelltypen nicht mehr erfüllen. Anstelle der normalen Leukozyten treten nunmehr funktionsunfähige Leukozyten an deren Stelle. Die Folge ist die Verdrängung gesunder weißer und roter Blutkörperchen. Es kommt zu einem wesentlichen Defizit an gesunden Blutzellen sowie zu einer Anämie. Das Tückische an dieser Erkrankung ist häufig die rasche Verbreitung der krankhaften weißen Blutkörperchen im gesamten Körper. Im Gegensatz zu anderen Krebserkrankungen beeinträchtigt die Leukämie durch die rasche Verbreitung dieser krankhaften weißen Blutkörperchen den ganzen Körper des Erkrankten.

In der medizinischen Forschung sind die Ursachen für die Entstehung von Leukämie noch nicht 100-prozentig geklärt. Nach dem derzeitigen Stand der Forschung spielen genetische Faktoren eine Rolle. Treten beispielsweise in einem familiären Umfeld häufiger Leukämieerkrankungen auf, so lässt das zumindest den Schluss auf ein erhöhtes Risiko zu, selbst an Leukämie zu erkranken. Leukämie ist jedoch nicht vererblich. Allerdings haben Menschen mit einem Down-Syndrom beispielsweise ein zigfach erhöhtes Risiko, im Laufe ihres Lebens an der akuten myeloischen Leukämie zu erkranken.

Weitere von außen wirkende Risikofaktoren sind natürlich radioaktive Strahlen bzw. Belastungen durch Röntgenstrahlen. Diese Strahlung verursacht ab einer gewissen Intensität nämlich Schäden am Erbgut. Betroffen hiervon sind besonders die sich häufig teilenden Körperzellen.

Ein weitere Risikofaktor stellt der Genuss von Nikotin dar. Nach vorsichtigen Schätzungen gehen ungefähr 10 % der Leukämiefälle auf das Konto des Nikotingenusses.

Auch chemische Substanzen stehen in dem Verdacht, den Ausbruch einer Leukämie zumindest zu fördern. Dies gilt insbesondere für organische Lösungsmittel wie Benzol sowie Insektizide und Herbizide.

Letztendlich verbleibt es dabei, das viele Erkrankungen nach dem derzeitigen Stand der Forschung auf keine äußerlichen Ursachen zurückzuführen sind.

Allgemeine Symptome der Erkrankung

Allgemeine Symptome der Erkrankung zeigen sich regelmäßig in einer erhöhten Anfälligkeit für Infektionskrankheiten, in einer erhöhten Neigung zu Blutungen sowie einer schweren Beeinträchtigung der Blutgerinnung. Die Erkrankten leiden regelmäßig an einer schweren Einbuße ihrer gesamten körperlichen Leistungsfähigkeit. Es stellen sich Müdigkeit und schwere Erschöpfungssymptome ein. Weiter sehr häufig auftretende Symptome sind Schwindelgefühle und ein starker Gewichtsverlust. Oft kommt es zu einer Anämie. Diese zeigt sich äußerlich bei den Beroffenen in Form einer signifikanten Blässe im Gesicht. Nicht selten kommt es auch zu Störungen der Blutgerinnung. Gefährlich für die an Leukämie erkrankten Patienten ist zudem die Anfälligkeit für Infektionen.

Die verschiedenen Arten der Leukämie

Es wird unterschieden zwischen einer lymphatischen Leukämie sowie einer myeloischen Leukämie. Die beiden Erkrankungsformen können sowohl akut oder chronisch auftreten. Letztlich kommt vereinzelt noch die Haarzell-Leukämie vor.

Akute lymphatische Leukämie
Die akute lymphatische Leukämie betrifft regelmäßig Kinder; anders also als bei der chronisch verlaufenden lymphatischen Leukämie, von der regelmäßig ältere Menschen betroffen sind. Bei der akuten lymphatischen Leukämie degenerieren, wie bei den anderen Formen der Leukämie auch, die zu Körperabwehr fungierenden Lymphozyten. Betroffen ist hier in erster Linie das Knochenmark, in dem sich die Krebszellen zu ihrem Angriff auf die noch gesunden Lymphozyten sammeln. Die auftretenden Symptome sind auch hier u. a. Schwindelgefühle nebst einem häufig eintretenden schnellen Gewichtsverlust. Ein weiteres Anzeichen sind angeschwollene Lymphknoten. Im Verhältnis zu einer chronischen Leukämie treten diese Anzeichen sehr plötzlich ein, sodass es sehr schnell zu einem abrupten Leistungsabfall kommt. Die Krankheit verläuft sehr rasch.

Chronisch lymphatische Leukämie
Anders ist der Verlauf bei der chronisch lymphatischen Leukämie. Bis zum Einsetzen der ersten Symptome vergehen mitunter Jahre. So kommt es bei dieser Art der Erkrankung sehr häufig vor, dass der Betroffene unter ihr schon eine geraume Zeit leidet, ohne dass es zu einer ausgeprägten Symptomatik kommt. Diese Art der Leukämie entdecken die behandelnden Ärzte in vielen Fällen daher erst sehr spät. Laut Statistik kommt diese Leukämieform am häufigsten vor. Betroffen hiervon sind regelmäßig die älteren Generationen. Signifikant ist das Ansteigen der Wahrscheinlichkeit, mit stetig zunehmendem Alter an der chronisch lymphatischen Leukämie zu erkranken.
Statistische Auswertungen haben ergeben, dass das Risiko einer Erkrankung im Alter von 70-72 Jahren besonders stark ausgeprägt ist. Zu den Symptomen zählen Müdigkeit, Erschöpfung sowie Abgeschlagenheit. Das Krankheitsbild wird oftmals erst anlässlich sogenannter Routineuntersuchungen entdeckt. Hier ist es vor allen Dingen die deutlich erhöhte Konzentration an Leukozyten im Blutbild, die auf eine chronisch lymphatische Leukämie hinweisen. Besteht dieses Indiz auf eine Leukämie, dann ist eine eingehende medizinische Untersuchung in Form eines Differenzialblutbildes angezeigt. In diesem Zusammenhang werden seitens der behandelnden Mediziner Ultraschall- bzw. Röntgenuntersuchungen vorgenommen. In manchen Fällen kann erst eine Computertomografie eine abschließende Diagnose bringen. Im Anschluss hieran muss häufig eine Biopsie der Lymphknoten vorgenommen werden. So können die behandelnden Ärzte den Fortschritt der Krankheit prüfen. Hat die Leukämie ein fortgeschrittenes Stadium erreicht, verstärken sich die Symptome. Dann leidet der von ihr Betroffene häufig noch unter einer Vergrößerung von Milz und Leber sowie unter den regelmäßig auftretenden Symptomen wie Infektionsanfälligkeit und einer Störung der Blutgerinnung sowie unter einer Anämie.

Akute myeloische Leukämie
Im Fokus stehen bei der akuten myeloischen Leukämie die so genannten Myeloblasten. Dies sind Knochenmarkszellen, die zu Granulozyten reifen. Diese Granulozyten sind spezielle weiße Blutkörperchen. Wenn die Myeloblasten von der Krankheit betroffen sind, vermehren sich diese unkontrolliert. Es entsteht ein Ungleichgewicht zwischen den entarteten Zellen und den gesunden Blutzellen. Im Gegensatz zur chronischen myeloischen Leukämie sind von der akuten myeloischen Leukämie ältere Menschen betroffen. Mit zunehmendem Lebensalter steigt somit das Risiko, von dieser Form der Erkrankung befallen zu werden. Regelmäßig sind es ältere Menschen über 60 Jahre, die an dieser Art der Leukämie laborieren. Es besteht zwar durchaus die Möglichkeit, dass auch Kinder von dieser Erkrankung befallen werden; das prozentuale Verhältnis zwischen den betroffenen Kindern und den Erwachsenen liegt hier allerdings bei durchschnittlich 20 zu 80. Wie die Bezeichnung “akut” bereits zum Ausdruck bringt, verläuft die Erkrankung auch hier sehr schnell. Die sich bildenden bösartigen Blutzellen verdrängen die gesunden Zellen im Knochenmark extrem rasch. Die Produktion an gesunden weißen Blutkörperchen aber auch an roten Blutkörperchen und Blutplättchen geht drastisch zurück. Die Erkrankten spüren somit sehr schnell typische Symptome einer Leukämie. Plötzlich einsetzende körperliche Erschöpfung und ständige Abgeschlagenheit sind keine Seltenheit. Treten solche Anzeichen sehr rasch auf, ist auf jeden Fall eine ärztliche Untersuchung angezeigt. Klarheit bringt auch hier regelmäßig ein Blutbild oftmals in Verbindung mit einer Knochenmarkspunktion.

Chronische myeloische Leukämie
Die chronische Form dieser Leukämie zeichnet sich wieder durch ihren langen Verlauf aus. Auch hier bleibt der Ausbruch der Krankheit regelmäßig über eine längere Zeit unbemerkt. Denn auch die chronische myeloische Leukämie führt gerade im Anfangsstadium des Krankheitverlaufs zu keiner ausgeprägten Symptomatik. Im Gegensatz zu der aktuten Form sind bei der chronischen myeloischen Leukämie nicht primär die Myeloblasten betroffen, sondern weniger entwickelte pluripotente Stammzellen, die regelmäßig zu Granulozyten heranreifen. Allgemeine Symptome sind jedenfalls im späteren Verlauf des Krankheitsstadiums Müdigkeit sowie Abgeschlagenheit und eine Vergrößerung der Milz. Liegen diese Anzeichen nebst einer Vermehrung der weißen Blutplättchen vor, führen die behandelnden Ärzte regelmäßig eine Knochenmarkspunktion durch. Diese ermöglicht eine sichere Diagnose. Signifikant ist, dass bei der größten Anzahl der Erkrankten ein bestimmtes Chromosom degeneriert ist. Nämlich das Chromosom 22. Durch die Degenerierung dieses Chromosoms werden Erbinformationen des Chromosoms 9 auf das degenerierte Chromosom 22 abgespeichert. Die Folge ist die Bildung eines gefährlichen Eiweißes, der sog. Tyrosinkinase. Dieses Eiweiß verursacht eine vermehrte Teilung entarteter Blutzellen. Die Verwendung des Chromosoms 22 ist durch eine sogenannte Chromosomenanalyse feststellbar. Somit können die behandelnden Ärzte auch durch diese Chromosomenanalyse eine klare Diagnose treffen. Betroffen von dieser Art der Leukämie sind regelmäßig Menschen zwischen 50 und 60 Jahren.

Die Haarzell-Leukämie
Zu erwähnen ist letztlich noch die sehr seltene Haarzell-Leukämie. Betroffen von dieser Leukämie sind die sogenannten B-Lymphozyten. Die B-Lymphozyten sind eine Untergruppe der weißen Blutkörperchen. Wie bei der chronischen lymphatischen sowie der chronischen myeloischen Leukämie bleiben die Betroffenen über einen langen Zeitraum beschwerdefrei. Die erkrankten Blutzellen, welche im Aussehen Haarzellen ähnlich sind, vermehren sich im Laufe der Zeit auf Kosten der gesunden weißen sowie roten Blutkörperchen und Blutplättchen. Irgendwann spüren die Erkrankten die typischen Symptome wie Leistungsabfall, Erschöpfung sowie Blutarmut. Die Blutgerinnung kann gleichfalls gestört sein. Im weiteren Verlauf kommt es häufig zu einer Vergrößerung der Milz. Diagnostiziert werden kann diese Art der Leukämie durch eine differenzierte Blutuntersuchung bzw. eine Knochenmarkspunktion. Diese Art der Leukämie tritt häufig im Alter von 50-55 Jahren überproportional bei Männern auf. Die Chancen auf eine vollständige Genesung ist bei dieser Art der Erkrankung regelmäßig gut. Betroffen von dieser Art der Erkrankung sind nur drei von einer Million Menschen.

Die Behandlung der Leukämie

Prinzipiell besteht die Behandlung der Leukämie aus drei Phasen. Dies ist zunächst die Induktionstherapie, auf die die sogenannte Konsolidierungstherapie folgt. Mit der Erhaltungstherapie schließen die Mediziner die Behandlung der Leukämie regelmäßig ab.

In der ersten Phase der Behandlung, d.h. während der Induktionstherapie, versuchen die behandelnden Ärzte die Leukämiezellen weitestgehend zu zerstören. Je erfolgreicher die Ärzte in dieser Phase operieren können, desto schneller und stärker klingen die Symptome der Erkrankung ab. Dies bedeutet allerdings nicht, dass der Patient als geheilt bezeichnet werden könnte. In der ersten Phase werden nicht unbedingt 100 % der Krebszellen zerstört. Deshalb schließt sich hier die zweite Phase, d.h. die sogenannte Konsolidierungsphase, an. Hier ist es die vornehmliche Aufgabe der Mediziner zu prüfen, ob bzw. in welchem Umfang noch bösartige Krebszellen vorhanden sind. Aufschluss bringen hierüber regelmäßig Blutuntersuchungen bzw. Knochenmarkproben. Nach Abschluss dieser Behandlungsphase wird seitens der behandelnden Ärzte in der Erhaltungstherapie das Behandlungsergebnis stabilisiert. Vornehmliches Ziel ist hier, Rückfällen mit Erfolg vorzubeugen.

Elementarer Bestandteil der Behandlung der Leukämie ist natürlich die Zerstörung der bösartigen Krebszellen. Das Stichwort lautet hier: Chemotherapie. Gerade bei einer akuten Leukämie ist der schnelle Einsatz einer Chemotherapie regelmäßig erforderlich. Diese Chemotherapie erfolgt im Falle einer akuten Erkrankung grundsätzlich im Krankenhaus. Bei einer chronischen Leukämie ist nicht immer zwingend eine Chemotherapie notwendig. Wenn doch, dann wird diese oft ambulant durchgeführt. Im Rahmen der chemotherapeutischen Behandlung verabreichen die Ärzte dem Betroffenen das Zellwachstum hemmende Tabletten. Diese sogenannten Zytostatika werden wahlweise in Tablettenform oder über eine Infusion verabreicht. Die chemotherapeutische Behandlung wird unterbrochen durch Erholungsphasen, in denen die Ärzte dem betroffenen Patienten diese das Wachstum der Krebszellen hemmenden Mittel nicht verabreichen. Diese Phase der Behandlung einschließlich der sogenannten Konsolidierungsphase umfasst regelmäßig einen Zeitraum von 4 bis 6 Monaten. Danach schließt sich die oben bereits erwähnte Erhaltungstherapie an.

Neben der Chemotherapie stehen den Medizinern noch weitere Optionen zu einer erfolgreichen Bekämpfung der Krebszellen zur Verfügung. Zu nennen sind hier die Strahlentherapie sowie die Stammzell- bzw. Knochenmarktransplantation. Von praktischer Bedeutung ist hier insbesondere die Stammzell- bzw. Knochenmarktransplantation. Bei dieser Behandlungsform der Leukämie nutzen die Mediziner die menschlichen Stammzellen. Das sind nämlich die Zellen, die für die Produktion der für die Blutbildung notwendigen Zellen verantwortlich sind. Diese Stammzellen befinden sich unter anderem im Knochenmark des menschlichen Körpers. In der Praxis konnten bereits durch solche Stammzell- bzw. Knochenmarktransplantationen gute Erfolge bei der Behandlung einer Leukämie oder sogar Heilungen realisiert werden. Die zur Bekämpfung einer Leukämie notwendigen Stammzellen können dem betroffenen Patienten selbst (autologe Transplantation) entnommen werden. Sie können aber auch von einem Spender (allogene Transplantation) stammen. Wie im Einzelfall die Leukämie zu bekämpfen ist, entscheidet somit der medizinische Einzelfall. Um die Heilungschancen möglichst zu optimieren, wenden die behandelnden Ärzte die verschiedenen Möglichkeiten einer Behandlung der Leukämie häufig nebeneinander an.

Die Heilungschancen

Dank des Einsatzes medizinisch wirksamer Behandlungsmethoden können die behandelnden Ärzte die Krebszellen häufig fast bis zu 100 % zerstören. Andererseits verbleibt in den meisten Fällen noch ein kleiner Rest an Leukämiezellen. So fällt es unter diesem Gesichtspunkt schwer, von einer 100-prozentigen Heilung zu sprechen. Allerdings haben sich dank der intensiven Behandlungsmethoden die Überlebenschancen bei einer Erkrankung an Leukämie deutlich erhöht. Entscheidend ist natürlich, ob der betroffene Patient eine geraume Zeit nach der ersten Behandlung von einem Rückfall verschont bleibt. Mit anderen Worten: Je früher ein eventueller Rückfall auftritt, desto deutlicher sinken entsprechend die Chancen auf eine Heilung. Die medizinische Praxis zeigt, dass die Patienten, die in den Genuss einer Stammzell- bzw. Knochenmarktransplantation gekommen sind, über deutlich höhere Überlebenschancen verfügen. Dies gilt insbesondere dann, wenn die Stammzellen von einem gesunden Spender (allogene Transplantation) stammen. Die Heilungschancen sind natürlich auch abhängig von der jeweiligen Art der Leukämie.

Bei der chronisch lymphatischen Leukämie hängt die Prognose davon ab, in welchem Stadium der Erkrankung die Leukämie als solche überhaupt diagnostiziert worden ist. Je mehr an bösartigen Lymphozyten bereits in die Blutbahn und das Knochenmark des Patienten eingedrungen sind, desto geringer sind regelmäßig die Heilungschancen. Ferner hängt hier die Prognose auch von der jeweiligen Vergrößerung von Milz und Leber sowie des Grades der vorhandenen Blutarmut ab.

Bei der akuten lymphatischen Leukämie, von der vor allem Kinder prozentual sehr häufig betroffen sind, hängt eine genaue Prognose selbstverständlich auch vom spezifischen Verlauf der Erkrankung ab. Signifikant ist hier die Dauer der Erhaltungstherapie. Innerhalb dieser Therapie begleiten die Ärzte die Betroffenen oftmals über einen Zeitraum von ein bis zwei Jahren. Bei dieser Art der Erkrankung hat sich in Bezug auf die Heilungschancen eine noch deutlichere Verbesserung abgezeichnet. Gerade Kinder können hier dank des medizinischen Fortschrittes und der Kunst der Ärzte in vielen Fällen wieder hundertprozentig genesen.

Im Rahmen der Behandlung der chronischen myeloischen Leukämie verzeichnen die Ärzte auch immer besser werdende Erfolge. Die chronische myeloische Leukämie erfolgt mittels des Tyrosinkinasehemmers Imatinib. Dieses Medikament bekämpft sehr wirkungsvoll die bösartig veränderte Tyrosinkinase und unterdrückt damit die unkontrollierte Vermehrung der degenerierten Blutzellen. Ist dieser Teil der Behandlung nicht so erfolgreich, können die Mediziner immer noch auf eine Chemotherapie oder auf eine Stammzell- bzw. Knochenmarktransplantation zurückgreifen.

Bei der akuten myeloischen Laukämie, bei der zu 80 % Erwachsene und zu 20 % Kinder betroffen sind, werden laut Statistik ungefähr zwei Drittel der Erwachsenen unter 65 Jahren wieder vollständig gesund. Bei den älteren Patienten, ist es immer noch die Hälfte, die eine reelle Chance auf eine vollständige Heilung besitzen.

Fazit zum Thema Leukämie

Die Leukämieforschung befindet sich auf dem Vormarsch. Die Überlebenschancen nach der Diagnose, an Leukämie erkrankt zu sein, hat sich in den letzten Jahren deutlich verbessert. Letztendlich ist noch auf das Kompetenznetz Leukämie zu verweisen. Dieses setzt sich nicht nur für eine bessere Versorgung der Patienten ein, sondern unterstützt auch die interdisziplinäre Forschung. So können die verschiedenen Erscheinungsformen der Leukämie wesentlich besser erforscht werden. Dies gibt zu hoffen, auch neue noch erfolgversprechendere Therapiemöglichkeiten zu finden. Wichtig ist eine rechtzeitige Früherkennung der Leukämie; dann fallen die Genesungschancen bei Leukämie höher aus. Der Ratschlag lautet daher an Sie, bei den ersten Anzeichen gleich den Arzt aufzusuchen.


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Mittel gegen Heuschnupfen

Die wirksamsten Mittel gegen Heuschnupfen

Der umgangssprachliche Heuschnupfen, eine allergische Reaktion auf die Pollen von Blütenpflanzen und Gräsern, ist eine der häufigsten Allergien weltweit. Man schätzt, dass mittlerweile jeder vierte Mitteleuropäer gegen Arten von Bäumen, Kräutern oder Gräsern allergische Reaktionen zeigt. Wir erklären Ihnen, welche Mittel gegen Heuschnupfen es gibt und welche dieser Mittel gegen Heuschnupfen wirklich helfen.

Die wirksamsten Mittel gegen Heuschnupfen

Der umgangssprachliche Heuschnupfen (Pollenallergie), eine allergische Reaktion auf die Pollen von Blütenpflanzen und Gräsern, ist eine der häufigsten Allergien weltweit. Man schätzt, dass mittlerweile jeder vierte Mitteleuropäer gegen Arten von Bäumen, Kräutern oder Gräsern allergische Reaktionen zeigt. Wir erklären Ihnen, welche Mittel gegen Heuschnupfen es gibt und welche dieser Mittel gegen Heuschnupfen wirklich helfen.

Welche Allergie liegt vor und wie wirkt sie sich aus?

Um das ideale Mittel gegen Heuschnupfen für den einzelnen Betroffenen zu finden, müssen Sie sich zuerst sicher sein, ob und gegen welche Art von Pflanzen eine Allergie vorliegt. Allergien werden oftmals von Betroffenen falsch zugeordnet. So kann auch die Katze daheim, oder der Hund des Nachbarn, an den oftmals heftigen Niesattacken, tränenden, geröteten Augen, Ausschlag und Schwellungen im Gesichtsbereich Schuld haben. Auch eine Hausstauballergie führt zu ähnlichen Reaktionen. Bevor Sie also zu einem Mittel gegen Heuschnupfen greifen, sollten Sie andere Allergien ausschließen lassen. Möglich wird dies durch Allergietests, der in der Regel jedoch privat gezahlt werden muss. Mittel gegen Heuschnupfen und andere Allergien werden von den Krankenkassen nur übernommen, wenn die Allergie nachgewiesen und schwer im Alltag beeinträchtigend ist. Die üblichen Symptome einer Pollenallergie genügen dazu meist nicht.

Warum reagiere ich auf Pflanzen allergisch?

Pollen an sich sind harmlos. Allerdings gilt das auch für die meisten Lebensmittel und den Kontakt zu Haustieren. Darum fragen sich viele Menschen zurecht, wie Allergien ausgelöst werden und ob sie sich verhindern lassen. Die schlechte Nachricht zuerst: Nein, es gibt meist keinen konkreten Auslöser, wann Allergien auftreten und gegen welche Stoffe. Mittel gegen Heuschnupfen lassen sich auch nicht präventiv einsetzen. Ein Faktor kann ein schwaches Immunsystem sein, oder eine Häufung des Stoffes in der näheren Umgebung. Grundsätzlich ist zu sagen, dass es zum Heuschnupfen immer Pollen in der Luft benötigt. Diese lösen bei Allergikern eine Fehlreaktion des Immunsystems aus. Nimmt der Körper über die Schleimhäute Kontakt zu den Pollen auf, erkennt er sie als Feind und schüttet hohe Mengen an Histaminen aus. Das Gewebehormon führt zu Rötungen, Schwellungen, Ausschlag, dadurch tränenden Augen und belastet die Schleimhäute.

Wann sollte ich zu einem Mittel gegen Heuschnupfen greifen?

Wenn Sie in einer Gegend leben, in der die Allergie immer wieder auftritt, ist es ratsam, nach dem erfolgreichen Test auf verschiedene Pflanzensorten einen Blick in einen der Pollenflugkalender zu werfen. Entscheiden Sie sich nämlich zum Beispiel für ein Mittel gegen Heuschnupfen, das Cromoglizinsäue und Lodoxamid beinhaltet, sollten Sie bereits zwei Wochen vor der Saison mit der Nutzung beginnen. Diese Präparate sind in Augentropfen und Nasensprays enthalten. Der Einsatz eines Medikamentes wird immer dann nötig, wenn die gesundheitlichen Beschwerden Sie im Alltag behindern. Für viele Allergiker sind bereits die schmerzenden Augen Grund genug, ein Mittel gegen Heuschnupfen einzunehmen. Die meisten Mittel gegen Heuschnupfen können direkt am Tag der akuten Beschwerden eingenommen werden.

Welche Mittel gegen Heuschnupfen gibt es?

Je nach Symptomen können Antihistaminika in Tablettenform die Leiden tagesaktuell lindern. Viele der Medikamente können bei Bedarf, oder am Vorabend des Pollenfluges eingenommen werden. Diese Tablettenform ist vor allem bei Allergikern beliebt, die heftige Beschwerden oder mehrere Allergien haben. Nasensprays und Augentropfen wirken lokal auf die angegriffenen Stellen. Sirup und Saft ersetzen als Mittel gegen Heuschnupfen die Tablettenform und wirken ebenfalls vollumfänglich. Bei laufenden Nasen und brennenden Augen empfehlen sich Sprays mit Cromoglizinsäure. Azelastin und Levocabastin als Antihistaminika können in verschiedenen Darreichungsformen gegen mehrere Beschwerden gleichzeitig eingesetzt werden.

Was muss ich bei Heuschnupfen beachten?

Neben einem wirksamen Mittel gegen Heuschnupfen, sollten Allergiker die Wiesen und Wälder meiden, in denen ihre Allergien auslösende Pflanze gehäuft vorkommt. Nach Aufenthalten im Freien hilft eine Dusche, die praktisch unsichtbaren Pollen aus den Haaren und von der Haut zu entfernen. Zur Pollensaison wirkt ein Urlaub am Meer oder in Bergregionen, in denen die Pflanze nicht vorkommt beruhigend für Symptome und Nerven.


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Füsse im Gras

Ratgeber Nagelpilz- was Sie über die Pilzinfektion wissen müssen

Er ist lästig … und viel häufiger als Sie vielleicht denken! Die Rede ist von Nagelpilz (med. Nagelmykose), einer schmerzhaften Pilzinfektion, an der allein in Europa ungefähr 5 bis 12 % der Bevölkerung leiden. Als Betroffener sind Sie also in guter Gesellschaft. Die gute Nachricht: Mit der richtigen Vorbeugung kann man unangenehmen Beschwerden wie unschön aussehenden Nägeln und Juckreiz an den betroffenen Finger- oder Fußnägeln verhindern. Sollte es dennoch zu einem Befall mit Nagelpilz kommen, gibt es inzwischen diverse Behandlungsmöglichkeiten und Mittel, mit denen Sie den Pilz schnell wieder loswerden. In diesem Artikel zeigen wir Ihnen, was Sie bei einer akuten Nagelpilzerkrankung unternehmen können, wie die optimale Nagelpilzprophylaxe aussieht und welche medizinischen Methoden sich bei der Behandlung von Nagelpilz bewährt haben.

Ursachen von Nagelpilz

Allgemein wirkt sich eine feucht-warme Umgebung positiv auf die Entstehung von Nagelpilz aus, da sich Pilzkulturen in diesem Ambiente besonders wohlfühlen. Deshalb ist eine Nagelpilzinfektion an den Fußnägeln deutlich häufiger als an den Fingernägeln. Aus demselben Grund sind auch Sportler besonders empfänglich für Nagelpilz, da sie sich des Öfteren in öffentlichen Umkleiden und Schwimmbädern aufhalten und auch verschwitzte Sportschuhe den Pilzerregern hervorragende Lebensbedingungen bieten. Auch eine genetische Disposition sowie diverse Erkrankungen können die Wahrscheinlichkeit eines Pilzbefalls erhöhen. Zu den Risikogruppen gehören u.a.:

  • Diabetiker (Diabetes Mellitus)
  • Personen, die bereits an anderen Nagelerkrankungen (z.B. Ekzemen) oder Fußpilz erkrankt sind
  • Menschen mit Durchblutungsstörungen
  • alte Menschen

Symptome der Nagelmykose

Wenn man die typischen Nagelpilzanzeichen kennt, kann die Infektion bereits sehr früh festgestellt und mit einer dementsprechenden Behandlung begonnen werden.

Ist es Nagelpilz? – Erste Hinweise für eine Nagelmykose

In der Regel mach sich die Infektion zunächst am vorderen Teil des Nagels bemerkbar und breitet sich nach und nach auf den übrigen Nagel aus. Dabei beginnt sich die Struktur des Nagels zu verändern und das Keratin, also der Stoff, aus dem sowohl unsere Nägel als auch unsere Haare bestehen, löst sich immer weiter auf. Es bilden sich weiße Streifen oder Flecken sowie luftgefüllte Hohlräume. Im Endstadium verdickt sich der befallene Nagel und nimmt eine weiße oder auch gelb-braune Farbe an. An welcher Stelle eine Infektion mit Nagelpilz zuerst auftritt, hängt in erster Linie davon ab, welcher Pilzerreger für die Erkrankung verantwortlich ist. Handelt es sich hierbei um einen Hefepilz, beginnt die Infektion nicht am Nagelrand, sondern eher am Nagelbett. Später wird der Nagel zunehmend rau, brüchig oder gar krümelig.

Nagelpilz- schnell handeln lautet die Devise

Darüber hinaus kann Nagelpilz starke Schmerzen, aber auch Juckreiz verursachen. Nicht selten führt die Pilzerkrankung dazu, dass die betroffenen Finger und/oder Zehen nur eingeschränkt „einsatzfähig“. Wird die Erkrankung nicht rechtzeitig behandelt, kann der infizierte Nagel auch komplett ausfallen. Ebenso ist es möglich, dass sich die Infektion auch auf andere Nägel ausweitet. 

Daher die typischen Nagelpilz-Anzeichen noch einmal im Überblick:

  • Brüchige Nägel oder Abspaltung der Nagelschichten
  • Weiße Flecken oder auch Streifen
  • Weiße oder gelbbraune Verfärbungen
  • Verdickung des Nagels
  • Entzündungen des Nagelbettes

Diagnose – Feststellen der Nagelpilzinfektion

Vermuten Sie, möglicherweise an Nagelpilz erkrankt zu sein, empfiehlt es sich, möglichst bald einen Arzt aufzusuchen. Dieser kann nicht nur herausfinden, ob Ihre Nägel tatsächlich von Nagelpilz befallen sind, sondern auch andere Erkrankungen als Auslöser für Ihre Beschwerden auslösen.

1. Bestimmung der Pilzerreger im Labor

Eine zweifelsfreie Diagnose kann ausschließlich im Rahmen einer mikroskopischen Untersuchung gestellt werden. Hierfür wird zunächst ein Teil des infizierten Nagels abgeschabt und anschließend im Labor untersucht. Danach kann anhand weitere Laboranalysen der genaue Pilzerreger bestimmt werden, was für die anschließende Behandlung mit einem geeigneten Antimykotikum von enormer Bedeutung ist.

2. Die molekulare Diagnostik

Der Nachteil der herkömmlichen Untersuchung des Pilzes im Labor ist allerdings, dass die hierfür erforderliche Heranzüchtung der Pilzkulturen mehrere Wochen in Anspruch nehmen kann. Zudem sind die Ergebnisse oft unzuverlässig. Deshalb hat sich inzwischen die sogenannte molekulare Diagnostik immer weiter etabliert. Das von Forschern der Universität Dresden entwickelte Verfahren liefert nicht nur eindeutigere Diagnoseergebnisse, sondern kann außerdem in einem Zeitraum von 2-3 Tagen durchgeführt werden.

Nagelpilz-Behandlung

Zum Glück gibt es heutzutage eine Reihe an Behandlungsmöglichkeiten, um eine Nagelpilzinfektion in absehbarer Zeit in den Griff zu bekommen und effektiv zu bekämpfen. die Mittel zur Behandlung von Nagelpilz bezeichnet man allgemein als Antimykotika.

Salben, Cremes und Lacke- Diese Nagelpilzmittel stehen Ihnen zur Verfügung

Antimykotika sind in Form von Salben, Cremes oder Tinkturen und Lacken frei in der Apotheke erhältlich. Letztere werden direkt auf den infizierten Nagel aufgetragen, wobei für gewöhnlich mehrere Wochen verstreichen, bis eine Besserung der Beschwerden eintritt. Welches Medikament sich Einzelfall am besten für die Nagelpilz-Behandlung eignet, ist unter anderem auch vom jeweiligen Pilzerreger abhängig. Ein weiterer Grund, warum die ärztliche Untersuchung des Pilzes für eine erfolgreiche Therapie dringend erforderlich ist.

Schnell und unkompliziert Kombipräparate

Kombipräparate, wie das Canesten® EXTRA Nagelset, zeichnen sich nicht nur durch ihre einfache Anwendung, sondern auch die kurze Behandlungsdauer von lediglich 2-4 Wochen aus. Danach ist der Nagelpilz in den meisten Fällen komplett verschwunden. Scheuen Sie sich im Zweifelsfall nicht, Ihren Arzt oder Apotheker um Rat zu fragen.

Vorbeugung und Schutz vor Nagelmykose

Bereits mit einfachen grundlegenden Maßnahmen können Sie das Risiko, in Zukunft an Nagelpilz zu erkranken deutlich reduzieren:

  • Tragen Sie in öffentlichen Einrichtungen stets Badeschlappen oder Hausschuhe.
  • Setzen Sie auf die altbewährte Kochwäsche, um Pilzerreger im Vorfeld abzutöten.
  • Entscheiden Sie sich beim Kauf von Schuhen und Socken für atmungsaktive, natürliche Materialien

So machen Sie den Pilzerregern das (Über-) Leben schwer

Da die meisten Pilzerreger feucht-warme Umgebungen bevorzugen, kommt es gerade in Schwimmbädern und Saunen besonders schnell zu einer Ansteckung mit Nagelpilz. Gehen Sie lieber auf Nummer sicher und vermeiden Sie es an diesen Orten barfuß zu gehen. Gewöhnen Sie sich außerdem an, Handtücher, Badematten, aber auch Socken und Bettwäsche mindestens bei 60°C zu waschen. Auf diese Weise werden eventuell vorhandene Pilze abgetötet und die Gefahr einer Infektion wird verringert.

Nagelpilz vorbeugen- mit dem richtigen Schuhwerk

Achten Sie darauf, sowohl im Alltag als auch beim Sport bequeme und gutsitzende Schuhe zu tragen, die weder drücken noch allzu eng anliegen. Idealerweise sollten Ihre Schuhe aus einem atmungsaktiven Material bestehen. Gut geeignet sind beispielsweise Schuhe aus Leder oder modernen Mikrofasern. Wenn möglich empfiehlt es sich, Schuhe täglich zu wechseln. So haben die verschiedenen Paare ausreichend Zeit, um nach dem Tragen vollständig zu trocknen. Turnschuhe sollten Sie nur für den Sport anziehen.

Hygiene und Nagelpflege

Gerade für an Diabetes Mellitus erkrankte Menschen sollte, abgesehen von einer umfassenden ärztlichen Betreuung und einer konsequenten Kontrolle der Blutzuckerwerte, auch eine regelmäßige und gründliche Nagelpflege selbstverständlich sein. Auch, wenn Sie sich bereits mit Nagelpilz infiziert haben, ist eine tägliche, gründliche Reinigung der Nägel das A und O. Dabei sollten Sie

  • Handtücher täglich wechseln
  • Ihre Hände nach Kontakt mit den infizierten Hautstellen gründlich waschen
  • auch die verwendeten Nagelscheren und -Pfeilen sorgfältig reinigen

Andernfalls besteht neben einer erhöhten Ansteckungsgefahr auch die Möglichkeit, andere Menschen mit Nagelpilz zu infizieren.

 

Fazit zum Thema Nagelpilz

Nagelpilz ist zwar keine schwere, aber dennoch eine sehr unangenehme, hoch ansteckende und somit auch weit verbreitete Infektionskrankheit, die vor allem in Europa häufig auftritt. So leiden hierzulande ca. 5-12 % der Bevölkerung an einer Nagelpilzerkrankung. Mit zunehmendem Alter steigt auch das Infektionsrisiko. Doch auch diverse Stoffwechselkrankheiten wie z.B. Diabetes Mellitus können das Risiko einer Nagelpilzinfektion erhöhen. Zudem begünstigt eine feucht-warme Umgebung die Übertragung der Nagelpilzerreger, sodass an diesen Orten eine Ansteckung wahrscheinlicher wird. Besteht der Verdacht auf eine Infektion mit Nagelpilz, kann der Hausarzt die Erkrankung mikroskopisch oder im Laber diagnostizieren. Einmal erkannt, kann der Nagelpilz relativ unkompliziert mithilfe spezieller Cremes und Salben behandelt werden. Durch eine gründliche Hygiene und der Verwendung von Badeschlappen und Hausschuhen kann einer Infektion zusätzlich vorgebeugt werden.


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Achterbahn auf und ab - Bipolare Störung

Als bipolare Störung wird eine psychische Erkrankung bezeichnet, bei der die Betroffenen ein Hin und Her zwischen Hochgefühl und tiefer Niedergeschlagenheit erleben. Es gibt verschiedene Ausprägungen der Erkrankung und oftmals bleibt sie sogar unerkannt. Leider kann sie in den schlimmsten Fällen die Patienten sogar das Leben kosten. Bipolare Störungen kommen häufiger vor, als man denkt und es gibt in der Geschichte auch zahlreiche Berühmtheiten, die in ihren manischen Phasen wahre Meisterwerke erschaffen haben; so zum Beispiel der Schriftsteller Ernest Hemingway. Aber der Preis, den die Betroffenen für ihre Energie und das Hochgefühl während einer manischen Phase bezahlen, ist zu hoch.

Bipolare Störung – keine seltene Erkrankung

Jeder Mensch erlebt verschiedene Stimmungen. Ein Wechsel von guter Laune zu Phasen, in denen man schlechter Stimmung ist, wird als normal und gesund angesehen. Bei Menschen mit bipolarer Störung ist dieses Wechselbad der Gefühle jedoch in einer extremen und ungesunden Weise ausgeprägt. Die Patienten können unglaubliche Hochphasen erleben, sind dann voller Energie, geben maßlos ihr Geld aus, rasen auf der Autobahn, unternehmen Abenteuer ohne Rücksicht auf eventuelle Gefahren oder Konsequenzen. Von einem Moment auf den anderen jedoch verschwindet die Manie und die Betroffenen driften in eine depressive Phase ab, in der sie antriebslos, traurig und niedergeschlagen sind. In diesen Phasen wollen sie mit der Welt nichts zu tun haben. Manche sehen keinen Sinn mehr im Leben und Selbstmordgedanken sind keine Seltenheit. Schätzungsweise 800.000 Menschen in Deutschland sind von verschiedenen Arten der bipolaren Störung betroffen. Je nach Ausprägung fällt es den Betroffenen in vielen Fällen nicht auf, dass es sich um eine solche Erkrankung handeln könnte. Oft wird eine Depression diagnostiziert und die Hochphasen werden als Besserung wahrgenommen, weil die Betroffenen in ihren manischen Phasen nicht unter ihrer Krankheit leiden.

Falsche Diagnosen

Oft erleben die Betroffenen nur ihre Tiefs als wirklich belastend und fühlen sich während der Hochphasen gut. Deshalb wird vielfach auch von Ärzten und Therapeuten eine Depression erkannt und behandelt. In vielen Fällen bleibt die zweite Komponente, die Manie, vollkommen unerkannt. Normalerweise verläuft die bipolare Störung so, dass sich die Abstände zwischen den manischen und den depressiven Phasen mit der Zeit verkürzen. Der Krankheitsverlauf kann sehr schleichend beginnen und sich über zehn oder zwanzig Jahre hinziehen. Viele Betroffene brechen ihre Therapie, in der ihre angebliche Depression behandelt wird, ab, wenn sie in eine manische Phase kommen. Dies ist ein Zeichen für den behandelnden Arzt, dass es sich bei der Diagnose Depression um eine Fehldiagnose handelt. Nach ein paar Wochen oder Monaten kehren dieselben Patienten nämlich wieder zurück und berichten über einen Rückfall, der keiner ist, sondern nur dem normalen Verlauf der Krankheit entspringt. Dabei ist gerade das ständige Hin und Her für die Betroffenen besonders belastend.

Behandlung von einer bipolaren Störung

Um eine bipolare Störung richtig zu behandeln, ist es zunächst wichtig, die Diagnose zu stellen und zu erkennen, dass der Patient nicht nur depressiv, sondern bipolar ist. Da etwa ein Drittel aller Patienten mit bipolarer Störung Selbstmordgedanken haben, ist es besonders wichtig, die Krankheit wenn möglich schon früh zu erkennen. Hier sind auch Angehörige und Freunde gefragt, denen eine Veränderung am Verhalten eines Betroffenen auffällt. Die meisten Patienten erleben in ihrem Leben mehrfach einen Ausbruch dieser Krankheit. Der Prozentsatz ist besonders hoch bei Betroffenen, die nicht mit Medikamenten gegen bipolare Störung behandelt werden. Daher ist es sinnvoll, eine Therapie in Form einer Kombination aus medikamentöser Behandlung und Gesprächstherapie zu starten. Die größte Herausforderung besteht darin, die Patienten während ihrer Hochphasen, in denen sie voller Energie und Kreativität stecken und sich sehr gut fühlen, bei der Stange zu halten.

Warnsignale und Fazit zum Thema bipolare Störung

Um eine bipolare Störung früh erkennen zu können, bedarf es einer genauen Beobachtung des Patienten. Diese kann jeder für sich selbst durchführen, denn in einem frühen Stadium der Erkrankung ist es oft noch möglich, die Veränderungen an sich selbst wahrzunehmen und objektiv zu beurteilen. Gespräche mit Verwandten und Freunden können wichtige Anreize geben und helfen, eine Erkrankung zu erkennen. Zu den Warnsignalen gehören:

  • Phasen in denen man sehr wenig Schlaf benötigt
  • Im Wechsel zu Phasen, in denen man fast nur schlafen möchte
  • Ungewöhnlicher Tatendrang und das Gefühl von unendlicher Energie
  • Senken der Hemmschwelle
  • Die Betroffenen reden ungewöhnlich viel und schnell
  • Die Betroffenen haben Wochen, in denen sie lustlos und antriebslos sind
  • Depressionen die in regelmäßigen Abständen wieder kehren
  • Erhöhte Risikobereitschaft

Wenn man solche Symptome an sich selbst oder an Freunden bemerkt, so kann es nicht schaden, einen Arzt oder Therapeuten aufzusuchen, um eine fachkundige Diagnose zu erstellen. Die Behandlung einer bipolaren Störung ist im Anfangsstadium noch deutlich leichter als bei einer fortgeschrittenen Erkrankung. Natürlich ist es bei einer ausgeprägteren Störung einfacher, die Krankheit als solche zu erkennen. Ohne Therapie in Form von Medikamenten gepaart mit gezielter Gesprächstherapie kann die Erkrankung in vielen Fällen zu einem Selbstmord führen oder sich verschlimmern.


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Frau mit Katzenallergie

Generelle Informationen zur Katzenallergie

Eine Katzenallergie ist die am weitesten verbreitete Art von Tierhaarallergie. Der menschliche Körper reagiert bei dieser Art von Allergie überempfindlich auf bestimmte Eiweiße, die speziell von Katzen produziert werden. Die Symptome sind in der Regel Juckreiz und Niesen, was zunächst nicht gefährlich, sondern nur unangenehm ist. Bei einer Dauerdisposition und ohne Behandlung kann eine Katzenallergie jedoch zu Asthma führen. Katzenallergie ist, genauso wie die Hundeallergie, eine der am häufigsten in Europa auftretenden Tierhaaralergien. Es ist also wichtig, die Allergie frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.

Ursachen und Risiken einer Katzenallergie

Der Auslöser der allergischen Reaktion ist ein an sich harmloses Eiweiß, das im Urin, in der Tränenflüssigkeit, in den Drüsen der Haut und im Speichel einer Katze vorhanden ist. Bei Menschen, die unter einer Fehlfunktion des Immunsystems leiden, können diese Eiweiße eine überempfindliche Reaktion auslösen. Das Eiweiß wird in diesem Fall als Allergen bezeichnet. Die meisten Menschen, die eine Katzenhaarallergie haben, reagieren auf alle Arten von Katzen. Es kommt jedoch auch vor, dass jemand nur auf Angorakatzen allergisch reagiert, weil nicht alle Katzenrassen die exakt selben Eiweißstrukturen bilden. Das Eiweiß gelangt über die Haut und über den Speichel beim Putzen auf das Fell der Katze. Hautschuppen, die das Tier ständig verliert, gelangen in die Luft der Wohnung und an die Kleidung der Menschen und so ist man in einem Haushalt mit einer Katze überall den Allergenen ausgesetzt.

Symptome einer Katzenallergie

Die Symptome sind bei jedem einzelnen unterschiedlich stark ausgeprägt. Meist spürt man im Anfangsstadium ein Jucken an den Augen, man muss niesen und die Nase läuft. Diese Reaktion tritt in der Regel unmittelbar nach dem Kontakt mit einer Katze oder beim Aufenthalt in einer Wohnung mit Katze auf. In der Regel verstärken sich die Symptome, wenn der Kontakt mit dem Allergen länger andauert. Die Symptome klingen auch schnell wieder ab, sobald man sich von der Katze und ihren Haaren entfernt. Weitere mögliche Symptome sind

  • juckende Haut
  • Rötung der Haut oder in gravierenden Fällen Ausbildung von Pusteln
  • Hustenreiz
  • tränende Augen
  • Kratzen im Hals
  • in schlimmen Fällen sogar eine Atemnot

Die meisten Menschen suchen keinen Arzt auf, sondern halten sich lieber ihr Leben lang von Katzen fern. Wer jedoch beruflich oder privat immer wieder mit einer Katze in Berührung kommt und erste Symptome zeigt, der sollte seine Katzenallergie behandeln lassen, um zu verhindern, dass sich die Symptome mit der Zeit verschlimmern und Langzeitfolgen entstehen, wie zum Beispiel die Entstehung eines Asthma bronchiale.

Diagnose einer Katzenallergie

Bei Verdacht auf eine Katzenallergie empfiehlt es sich, zunächst den Hausarzt und schließlich einen Facharzt für Allergien aufzusuchen. Der Allergologe kann mittels eines einfachen Tests den Verdacht auf Katzenhaarallergie bestätigen. In der Regel führt er einen Test auf der Haut des Patienten durch, bei dem verschiedene Allergene unter die Haut gebracht werden, um festzustellen, mit welcher Allergie man es zu tun hat. Damit schließt der Allergologe andere Allergien aus.

Behandlung der Katzenallergie

Die einfachste Behandlung der Katzenallergie besteht tatsächlich darin, den Kontakt mit Katzen zu meiden. Das ist vor allem für Katzenbesitzer ein schwerer Schritt. Die konkreten Beschwerden, die in Folge der Katzenallergie auftreten, können von einem Arzt behandelt werden. Gegen den Juckreiz und die Reaktionen der Haut kann eine Creme helfen. Die akuten Symptome der Allergie können mit Medikamenten behandelt werden. Dazu werden vor allem Antihistaminika eingesetzt. Das sind Medikamente, die die Sensibilität des Körpers gegen das Allergen herabsetzen und damit die Reaktion des Immunsystems deutlich abschwächen. Bei akuten Beschwerden wie allergiebedingtem Schnupfen, Reizung der Schleimhäute und Atemproblemen können Beta2-Sympathomimetika inhaliert werden, die schnell Linderung verschaffen. Auch ein Nasenspray, das die Schleimhäute abschwellen lässt, kann in akuten Fällen helfen. Natürlich ist es keine Dauerlösung, diese Medikamente einzunehmen und die einzige wirksame Bekämpfung einer Katzenallergie ist leider die Abschaffung der Katze, die gründliche Reinigung der Wohnung und das Vermeiden des Kontakts mit Katzen in Zukunft. Antihistaminika kann man auch vorbeugend einnehmen, wenn man zum Beispiel bei jemandem eingeladen ist, der eine Katze hat.

Prognosen

Wer nur eine leichte Katzenallergie hat, der kann versuchen, durch ständiges Reinigen der Wohnung, tägliches Staubsaugen, einen speziellen Luftfilter und regelmäßiges Lüften den Einfluss der Katze auf das Befinden so geringhalten, dass es erträglich ist. Zudem sollte sich der Betroffene nach jedem Kontakt mit seiner Katze die Hände waschen und auf keinen Fall die Augen berühren. Bei den meisten Menschen verschlimmert sich die Katzenallergie jedoch mit der Zeit und irgendwann wird es keinen anderen Ausweg mehr geben, als die Katze abzuschaffen. Das Risiko am Ende an einem Asthma bronchiale zu erkranken ist einfach zu hoch. Wer nur sporadisch mit Katzen in Kontakt kommt, der ist wohl am besten damit beraten, Antihistaminika einzunehmen, wenn ein Kontakt bevorsteht. So können die akuten Symptome unterdrückt und abgeschwächt werden. Wer nur hin und wieder dem Allergen ausgesetzt ist, muss keine Landzeitfolgen befürchten und kann sich mit Medikamenten behelfen.


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Frauenhände mit beschrifteten Steinen

Was ist eine Depression?

Mann sitzt nachdenklich am Fenster

Die Depression gehört zu den psychischen Erkrankungen und kann in unterschiedlich starker Intensität auftreten. Lustlosigkeit, Antriebslosigkeit und Schwermut sind die Leitsymptome dieser Krankheit. Auch wenn die Symptome relativ schnell eine klare Diagnose zulassen, gibt es verschiedene Unterarten der Erkrankung, die aus diversen Gründen auftreten können.

Deutschlandweit gibt es c.a. vier Millionen Menschen, die an Depressionen leiden. Die Erkrankung kann in jedem Lebensjahr auftreten, am häufigsten sind jedoch Personen zwischen 30 und 40 betroffen. Frauen erkranken im Verhältnis zu Männern doppelt so häufig an Depressionen.

Die Furcht im Umgang mit psychischen Erkrankungen ist noch immer groß in der Bevölkerung, dabei ist eine Depression gut zu behandeln. Viele Patienten erleiden im Leben nur einmal eine depressive Episode und können nach erfolgreicher Therapie ein ganz normales Leben führen. Weit mehr als 80 Prozent aller Patienten können dauerhaft und erfolgreich geheilt werden, wenn die Diagnose gestellt und die Therapie eingeleitet ist.

Wie entsteht eine Depression?

Depressionen können verschiedene Ursachen haben, grundsätzlich wird zunächst zwischen der endogenen und der exogenen Form unterschieden. Während die endogene Form aufgrund von erblichen Faktoren, neurobiologischen Störungen oder körperlichen Erkrankungen auftritt, handelt es sich bei der exogenen Depression um eine durch Umwelteinflüsse ausgelöste Erkrankung.

Hauptgrund für die Depression ist eine stärkere Verletzbarkeit der betroffenen Patienten die dafür sorgt, dass die Krankheit ausbrechen kann. Diese Vulnerabilität ist oft schon früh vorhanden, ausgelöst wird die Depression dann durch ein Schlüsselereignis, wie beispielsweise eine dauerhafte Überforderung oder ein negatives Erlebnis im Alltag. Mitunter können Depressionen aber auch vollkommen unerwartet und plötzlich auftreten, ohne dass eine Ursache erkennbar ist.

Depressionen und Vererbung

Sehr häufig findet sich bei Patienten mit Depressionen der Verdacht auf eine erbliche Vorbelastung. Ist die psychiatrische Erkrankung in der Familie bereits einmal aufgetreten (Verwandte ersten Grades), besteht ein c.a. 15-prozentiges Risiko selbst daran zu erkranken. Bei eineiigen Zwillingen liegt das Risiko sogar bei 50 Prozent, wenn einer der beiden Zwillinge erkrankt ist.

Funktionelle Störungen im Hirn als Auslöser

Das Gehirn funktioniert durch ein Wechselspiel von verschiedenen Neurotransmittern (Botenstoffe). Dopamin, Serotonin und Noradrenalin sind drei dieser Botenstoffe, die in einem ausgewogenen Gleichgewicht vorhanden sein müssen. Untersuchungen haben belegt, dass depressive Patienten oftmals einen Mangel bzw. eine zu geringe Aktivität an Serotonin aufweisen. Dies ist auch die Ursache warum Antidepressiva vom Typ Serotonin-Wiederaufnahmehemmer eine gute Wirkung zeigen, bei der Anwendung gegen Depressionen.

Frühkindliche Ursachen und Persönlichkeitsumstände

Schon in der Kindheit können die Weichen für eine Depression gelegt werden, wenn es aufgrund diverser Umstände zu Entwicklungsstörungen kommt. Zu den Risikofaktoren für die Erkrankung gehört eine durch die Erziehung ausgelöste Hilflosigkeit. Dies kommt besonders häufig bei Kindern vor, die von ängstlichen, überfürsorglichen Personen erzogen werden.

Einen hohen Stellenwert nimmt zudem die frühkindliche Mutter-Kind-Bindung ein. Störungen dieser Verbindung können im späteren Alter des Kindes zu Depressionen führen. Zudem gibt es Schlüsselreize in der Kindheit, wie beispielsweise sexueller Missbrauch, Scheidung der Eltern oder früher Verlust eines Elternteils die dazu führen können, dass im Erwachsenenalter Depressionen auftreten.

Sonstige Ursachen für Depressionen

In vielen Fällen tritt die Depression als reaktive Erkrankung auf und ist abhängig von belastenden Umweltfaktoren. Negative Lebensereignisse, wie z.B. die Scheidung vom Partner, der Verlust einer nahestehenden Person oder sonstige, einschneidende Veränderungen können als Auslöser für eine depressive Episode verstanden werden.

Zusätzliche Faktoren, wie z.B. weibliches Geschlecht, das Leben als Single, wenige, soziale Kontakte und ein niedriger Bildungsgrad erhöhen das Risiko an einer Depression zu erkranken.

In einigen Fällen sind körperliche Ursachen für die Erkrankung vorhanden. So können Depressionen z.B. als Folgekrankheit von schweren, körperlichen Störungen (Krebs etc.) auftreten. Auch einige Medikamente haben mitunter depressive Verstimmungen als Nebenwirkung.

Symptome der Depression

Wenn eine Depression erstmalig auftritt, können viele Patienten nicht einordnen, was gerade mit ihnen passiert. Das ist einer der Gründe, warum der Arztbesuch oft erst nach quälenden Wochen erfolgt. Betroffene neigen zum sozialen Rückzug und suchen sich oft erst dann Hilfe, wenn sie bereits mehrere Wochen unter den Symptomen gelitten haben.

Die ersten Symptome der Depression sind uncharakteristisch und können auch bei gesunden Menschen hin und wieder auftreten. Eine länger anhaltende Müdigkeit, die Unfähigkeit sich zu konzentrieren und eine allgemeine Schwermut sind die Leitsymptome, die sich bei einer Depression als erstes bemerkbar machen. Das Gefühl der inneren Leere belastet viele Patienten übermäßig.

Im Verlauf der Depression zieht sich der Patient immer mehr aus seinem Alltag zurück. Die alltäglichen Pflichten erscheinen plötzlich unbewältigbar, soziale Kontakte werden meist auf ein Minimum zurückgeschraubt und es erfolgt ein Rückzug in die Isolation.

Das internationale Klassifikationssystem ICD-10 sieht folgende Hauptsymptome als Diagnosekriterien für eine Depression vor:

  • Freudlosigkeit und Verlust der Interessen
  • schnelle Ermüdbarkeit
  • Antriebsmangel
  • depressive Stimmung, die nicht z.B. durch Trauer erklärbar ist.

Zudem kommt es laut ICD-10 häufig zu Nebensymptomen:

  • abgeschwächtes Selbstvertrauen und geringes Selbstwertgefühl
  • Schuldgefühle
  • negative Vorstellungen der Zukunft
  • anhaltende Konzentrationsstörungen und Störungen des Denkens
  • Appetitlosigkeit
  • Schlafstörungen
  • suizidale Gedanken und/oder Handlungen

Betroffene Patienten haben aus beiden Gruppen jeweils mindestens zwei Symptome. Die Intensität ist unterschiedlich, oft sogar tageszeitabhängig. Für depressive Personen ist der frühe Morgen oft am schlimmsten, hier sind die Symptome am stärksten.

Einteilung der Depression

Hinsichtlich des Schweregrades und der Art der Depression gibt es verschiedene Einteilungen laut ICD-10. Eine leichte Form der Erkrankung liegt laut Ärzten vor, wenn mindestens zwei Symptome und zwei Zusatzsymptome vorhanden sind. Als mittelschwere Depression wird die Erkrankung bezeichnet, wenn zwei Hauptsymptome und mindestens drei, aber maximal vier Nebensymptome auftreten. Eine schwere, depressive Phase wird diagnostiziert, wenn Patienten unter allen drei Hauptsymptomen und mindestens vier Nebensymptomen leiden. Die Diagnose wird erst gestellt, wenn die Symptome mindestens zwei Wochen lang anhalten.

Therapie bei Depressionen

Dank modernster Behandlungsmethoden ist eine Depression heute schnell heilbar und die Lebensqualität der betroffenen Personen kann wiederhergestellt und gehalten werden. Allerdings sind c.a. 50 Prozent aller depressiven Episoden wiederkehrend, die Erkrankung chronifiziert sich und flammt je nach Lebensumständen mehr oder weniger häufig wieder auf, wenn keine Prophylaxe betrieben wird.

Die Basistherapie besteht heute in der Einnahme von Medikamenten. Während frühere Präparate noch sehr häufig zu Nebenwirkungen geführt haben, werden mit modernen Serotonin-Wiederaufnahmehemmern gut verträgliche und schnell wirksame Produkte verabreicht. Es ist jedoch zu beachten, dass Medikamente eine Vorlaufzeit von c.a. sechs Wochen benötigen, bis sie die vollständige Wirkung entfalten. Bei Personen mit suizidalen Gedanken ist daher eine sorgfältige Überwachung erforderlich.

Viele Ärzte empfehlen bei chronischen, wiederauftretenden Depressionen die Kombination aus Medikamenten und psychologischer Therapie. Dies ist sinnvoll und effektiv, da in der Therapie Konzepte erarbeitet werden können, wie das Wiederaufflammen einer Depression auch in schwierigen Alltagssituationen vermieden werden kann. Auch wenn persönliche Erlebnisse die Ursache sind für die Erkrankung kann eine Psychotherapie helfen. Unverarbeitete Lebensereignisse sind sehr oft Grund der Erkrankung. Werden diese Erlebnisse aufgearbeitet und überwunden, kann die Depression unter Umständen geheilt werden.

In der Regel erfolgt die Therapie von Depressionen ambulant, die Patienten gehen regelmäßig zu ihrem Arzt und berichten über Wirkung der Medikamente und eventuelle Nebenwirkungen. Kommt es zu suizidalen Gedanken oder gar Suizidversuchen, ist eine stationäre Unterbringung in einer Klinik notwendig. Bei einer akuten Selbstgefährdung ist eine Einweisung auch gegen den Wunsch des Patienten möglich, wird aber aufgrund der vorhandenen Krankheitseinsicht nur äußerst selten praktiziert. Der Leidensdruck der Patienten ist oft so groß, dass die Therapie freiwillig erfolgt.

Medikamentöse Behandlung der Depression

Es gibt drei Hauptkategorien von Medikamenten, die bei Depressionen zum Einsatz kommen. Sogenannte MAO-Hemmer werden nur selten, dafür aber äußerst effektiv eingesetzt. Zudem gibt es die älteren, trizyklischen Antidepressiva, sowie die neueren Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer. Alle Medikamente haben eine unterschiedliche Wirkungsweise und können teilweise miteinander kombiniert werden.

Nebenwirkungen können bei der Therapie auftreten, sind aber in vielen Fällen leichter Natur und können vom Patienten toleriert werden. In der modernen Medizin werden den sogenannten SSRI der Vorzug gegeben. Die Hauptnebenwirkungen dieser Medikamentengruppe bestehen aus Magen-Darm-Störungen, Unruhe und übermäßigem Schweißverlust. Sollte sich unter der Einnahme von SSRI keine Besserung der Symptome nach sechs Wochen zeigen, wechseln Ärzte häufig auf ein älteres Präparat der sogenannten trizyklischen Antidepressiva. Hier sind die Nebenwirkungen mitunter etwas stärker ausgeprägt, doch die gute Wirksamkeit ist klinisch belegt. MAO-Hemmer werden nur im Einzelfall eingesetzt, meist wenn die Depression organisch bedingt ist. Die Nebenwirkungen dieser Medikamentengruppe sind erträglich, allerdings gibt es strenge Einschränkungen für den Patienten bei der Nahrungsaufnahme. Während der Einnahme von MAO-Hemmern ist z.B. der Verzehr von Käse komplett untersagt.

Bis zum vollständigen Wirkungseintritt der Medikamente vergehen mitunter sechs Wochen. Während dieser Phase ist es wichtig, dass der Patient regen Kontakt zu seinem Arzt hält, um eventuelle Suizidgedanken rechtzeitig zu erkennen. Bei schweren Angststörungen, die parallel zur Depression auftreten, kann die kurzfristige Einnahme eines Beruhigungsmittels notwendig werden. Diese Medikamente werden nur kurzfristig genommen und können nach Besserung abgesetzt werden.

Wie lange die medikamentöse Behandlung erfolgt ist individuell verschieden. Nach den Leitlinien der psychiatrischen Medizin sollen die Tabletten aber mindestens acht Wochen länger eingenommen werden, als Symptome vorhanden sind. Bei gefährdeten Patienten ist eventuell eine Erhaltungsdosis notwendig, die einen Rückfall vermeiden kann.

Das internationale Klassifikationssystem ICD-10 sieht folgende Hauptsymptome als Diagnosekriterien für eine Depression vor:

  • Freudlosigkeit und Verlust der Interessen
  • schnelle Ermüdbarkeit
  • Antriebsmangel
  • depressive Stimmung, die nicht z.B. durch Trauer erklärbar ist.


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Salmonellen Erreger

Salmonellen: Unsichtbare Gefahr in Lebensmitteln

Salmonellen sind gefürchtete Bakterien, die es immer wieder in die Schlagzeilen schaffen: Die kleinen stäbchenförmigen Bakterien wurden um 1900 vom amerikanischen Tierarzt Daniel Salmon entdeckt und können Auslöser für schwere Infektionen des Magen-Darm-Traktes bei Mensch und Tier auslösen. Man spricht hierbei von der Salmonellose, der Salmonellenvergiftung. Die Ansteckung mit den Salmonellen geschieht dabei hauptsächlich über verunreinigte Lebensmittel, die mit Kolonien von Salmonella enterica kontaminiert sind. Die Wissenschaft unterscheidet dabei in mehrere Subspezies, die vor allem unterschiedlichen Tiergattungen zugeordnet werden. Denn die Salmonellose kann ebenso von Mensch auf Tier und umgekehrt übertragen werden. Tiere sind dabei sehr viel häufiger Träger und Überträger von Salmonellen – die Medizin geht aber auch davon aus, dass jeder fünfte Erwachsene weltweit Träger der Bakterien ist. Dabei muss es nicht zwangsläufig zur Infektion kommen – besonders Menschen mit schwachem Immunsystem wie Kinder, ältere Menschen, Schwangere und Menschen mit Immundefiziten sind gefährdet. Weil eine Salmonellenvergiftung oft einen schwerwiegenden Krankheitsverlauf nach sich zieht, besteht in Deutschland Meldepflicht im Rahmen des Infektionsschutzgesetzes. Bereits der Verdacht aud eine Salmonellenvergiftung muss dem Gesundheitsamt mitgeteilt werden.

Insgesamt ist der Trend für Infektionen mit Salmonella enterica rückläufig: Während 2005 noch etwa 55.000 Ansteckungen in der Bundesrepublik Deutschland registriert wurden, sind es 2014 nur noch knapp 22.000 gewesen. Die Zahl der Toten durch Salmonellose sank von 46 Todesfällen in 2005 auf 17 Todesfälle in 2014. Dies kann auf bessere Hygienemaßnahmen in Küche und lebensmittelverarbeitender Industrie zurückgeführt werden – auch aufgrund zahlreicher Lebensmittelskandale. Dabei kommen gesunde Menschen häufig mit Salmonellen in Kontakt: Besonders Geflügel und Geflügelprodukte sowie Muscheln, Fleisch und Milchprodukte sind kontaminiert. Über den Kot infizierter Tiere in Schlacht- und Landwirtschaftsbetrieben an Kleidung und Händen der Mitarbeiter gelangen die Erreger in den menschlichen Organismus. Die direkte Verbreitung geschieht über das Aufnehmen von Nahrung. Salmonellen fühlen sich zwischen 10 und 50 grad Celsius am wohlsten und vermehren sich besonders bei wärmeren Temperaturen rasch. Nicht ausreichend gekühlte rohe tierische Produkte sowie nicht durchgegartes Fleisch sorgen dann für die Kontamination, die bei einer Dosis zwischen 10.000 und 1.000.000 Bakterien zur Infektion führen kann.

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Frau fühlt sich unwohl
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Das Krankheitsbild – Fieber, Durchfall, Erbrechen

Eine Salmonellose geht oftmals mit starkem Durchfall, hohem Fieber und Erbrechen einher und ist damit für den Organismus in höchstem Maße belastend. Die Symptome treten dabei meist nach einer sehr kurzen Inkubationszeit von wenigen Studen auf. Betroffene fühlen sich sehr schlecht, oftmals kann der Körper mit dem enormen Flüssigkeitsverlust durch wässrige Durchfälle nicht umgehen und reagiert mit Ohnmacht. Fieber und simultanes Erbrechen schwächen das Immunsystem zusätzlich, das mit einer reagierenden Immunantwort aufgrund der kurzen Zeit zwischen Ansteckung und Ausbruch der Krankheit kaum nachkommt. Doch auch mehrere Tage nach dem Verzehr von mit Salmonellen kontaminierten Lebensmitteln kann es zum Ausbruch der Infektion kommen. Die Durchfälle und das Erbrechen dauern in 95 % der Fälle nur wenige Tage bis maximal eine Woche an. Auch wenn sich ein Patient während der Infektion stark geschwächt fühlt, besteht bei rechtzeitiger Gabe eines Breitbandantibiotikums für gesunde Menschen bei einer Vergiftung mit Salmonellen keine allzu große Gefahr. In bis zu 5 % der Fälle nimmt die Infektion aber einen besonders schweren Verlauf: Mit Fieber bis zu 40 Grad Celsius, völliger Entkräftung, rapidem Gewichtsverlust, Schüttelfrost, schwersten Durchfällen und Ohnmacht stellt die Infektion mit Salmonellen besonders bei vorbelasteten immunschwachen Patienten ein schwer kalkulierbares Risiko dar. In diesen schweren Verlaufsformen von einer Vergiftung mit Salmonellen ist eine sofortige stationäre Überwachung im Krankenhaus notwendig. Hier kann der Flüssigkeitsverlust in Form von Infusionen wiederhergestellt werden, während gleichzeitig mit Antibiotika gegen die Salmonellen vorgegangen wird. Generell verlaufen Infektionen mit Salmonellen kurz und heftig und verlangen dem Körper alles an Widerstandskraft ab.

Vergiftung mit Salmonellen: Ursachen, Wirkungsweisen

Über die Nahrung gelangen die Salmonellen in den Magen des Menschen oder Tiers. Dort werden sie von der Magensäure angegriffen und zersetzt – für eine Salmonellose sind deshalb große Bakterienkollonien notwendig, denn diese infizieren erst im Darm den Organismus und sorgen für die beschriebenen, höchst unangenehmen Symptome. Ist bei Menschen jedoch die Funktionsweise des Magens gestört oder haben diese nicht mehr ausreichend Magensäure, können auch wesentlich geringere Mengen an Salmonellen für die Infektion ausreichen. Die Salmonellen gelangen durch den Magen in Dünn- und Dickdarm und infizieren hier die empfindliche Darmschleimhaut. Die Salmonellen verursachen so eine Entzündung, die sogenannte Salmonellenenteritis. In der Darmschleimhaut setzen sie Giftstoffe, auch Toxine genannt, frei und führen zur gefährlichen Toxikoinfektion des Darms mit Salmonellen. Die Ansteckung mit Salmonellen ist dabei sehr einfach: Durch eine Schmierinfektion gelangen die Bakterien in den Organismus. Man spricht bei Salmonellosen auch von Zoonosen: Die Übertragung von Mensch und Tier ist wechselseitig. So kann die Ansteckung auch über Haus- und Nutztiere geschehen, etwa dann, wenn Kinder nach dem Streicheln oder Berühren eines Tieres nicht die Hände waschen und ihre Finger in den Mund nehmen. Aber auch Erwachsene sind vor Ansteckung durch Tiere nicht geschützt: Salmonellen vermehren sich sowohl aerob (mit Sauerstoff) als auch anaerob (ohne Sauerstoff) und sind insgesamt äußerst robust. Oberflächliches Hände Waschen ist daher oftmals nicht genug Schutz vor Salmonellen und die vermeintliche Sicherheit trügt. Die Hauptquelle für eine Ansteckung ist aber nach wie vor eine Lebensmittelvergiftung. Besonders Geflügel, Eier und Milchprodukte sind belastet. Wird die Kühlkette bei diesen leicht verderblichen Lebensmitteln in warmen Monaten nicht eingehalten, vermehren sich die Salmonellen schnell. Gerade roh genossene Produkte wie frisch zubereitete Mayonnaise (Eier!) oder Tiramisu, Joghurts und frische Tierprodukte bergen ein hohes Ansteckungspotential. Häufig bleiben Speisen im Sommer bei Festlichkeiten über mehrere Stunden auf dem Tisch stehen. Schon in dieser Zeit haben sich die Bakterienkollonien verhundertfacht und eine Ansteckung mit Salmonellen ist möglich. Eine weitere Möglichkeit zur Ansteckung ist rohes Fleisch, das vor dem Genuss nicht vollständig gegart ist. Auch mangelnde Küchenhygiene führt zur Ansteckung. Deshalb ist es wichtig, Küchenutensilien wie Schneidebrettchen oder Besteck sofort nach der Verarbeitung salmonellengefährdeter Lebensmittel gründlich zu reinigen.

Ärztin und Patientin im Gespräch

Salmonellen: Schnelle Diagnose ist wichtig

Kommt ein Patient mit starken Durchfällen und Unwohlsein in die Praxis eines Arztes, kann eine Anamnese der zuletzt verzehrten Lebensmittel bereits ein erster Hinweis auf eine Vergiftung mit Salmonellen sein. Weisen zum Beispiel mehrere Personen die selben Symptome auf, die vorher gemeinsam eine Mahlzeit eingenommen haben, liegt der Verdacht auf eine Lebensmittelvergiftung nahe. Die genaue Diagnose der Intoxikation mit Salmonellen erfolgt über einen mikroskopischen Nachweis, in dem die Bakterien bestimmt werden können. Der Arzt kann als Probe für diese Untersuchungen eine Stuhlprobe heranziehen oder einen Rektalabstrich des Enddarmes durchführen. Bei einer Infektion mit Salmonellen sind hier besonders viele Erreger. Speisereste der potentiell kontaminierten Mahlzeit können ebenfalls als zu untersuchender Indikator dienen, wenn es um die Diagnose einer Salmonellenvergiftung geht. Das Erbrochene eines Patienten mit Verdacht auf eine Vergiftung mit Salmonellen ist ebenfalls ein geeignetes Material für eine Probe. Hierbei werden die in der Probe vorhandenen Bakterien kultiviert und vermehrt, so dass dann ein Nachweis erfolgen kann. Dies kann heute mittels gängiger Schnelltests innerhalb von 24 Stunden erfolgen. Um die genaue Spezies der Salmonella enterica festzustellen, können weitere Untersuchungen nötig werden. Besonders bei Vorliegen einer Resistenz gegen Breitbandantibiotika kann es wichtig sein, die genaue Spezies festzustellen, was dann in der Regel durch Blutuntersuchungen durchgeführt wird, in denen hohe Konzentrationen an Salmonellen nachgewiesen werden können.

Salmonellose: So läuft die Behandlung ab

Ein wichtiger Ansatzpunkt bei der Behandlung einer Vergiftung mit Salmonellen ist die Eindämmung der Infektion selbst. Dies kann in erfolgversprechender Weise durch die Gabe von Antibiotika erfolgen. Oft wird vom Arzt dabei ein Breitbandantibiotikum verschrieben, das gleich einem Rundumschlag gegen die meisten Formen von Bakterien wirkt. Weil sich in den letzten Jahren aber immer mehr multiresistente Keime gebildet haben, wird auf die Gabe dieser Breitbandantibiotika am besten verzichtet. Spezifische Antibiotika zur Bekämpfung von Salmonellen sind ebenso wirksam. In manchen Fällen ist es aber gar nicht sinnvoll, die Infektion mit Antibiotika zu bekämpfen. Die Immunantwort des Menschen reagiert nach einigen Tagen selbst auf die Bakterien und drängt diese wirkungsvoll zurück. Besonders gesunde, kräftige Männer und Frauen kommen oft selbst mit der Infektion zurecht – das heißt aber nicht, dass keine Behandlung notwendig ist. Der weitaus wichtigste Behandlungspunkt ist die Stabilisierung des Kreislaufes. Dazu gehört ein Ausgleich des Flüssigkeitshaushaltes und eine konstante Überwachung der Elektrolyte ebenso wie eine lückenlose Hygiene des Patienten. Während der Infektion mit Salmonellen ist dieser nämlich ebenfalls Überträger der gefährlichen Bakterien und in höchstem Maße ansteckend. Zum Beispiel über den Stuhl können die Erreger ausgeschieden und verbreitet werden. Bei Patienten mit geschwächtem Immunsystem wie zum Beispiel Kinder, Ältere und schwangere Frauen ist es hingegen wichtig, die körpereigene Bekämpfung der Infektion mit Antibiotika zu unterstützen. Das Immunsystem schafft es gerade in schweren Fällen einer Infektion mit Salmonellen nicht, die Bakterien erfolgreich zu bekämpfen. In diesen Fällen haben sich die Antibiotika Ampicilin und Cotrimoxazol bewiesen. Generell hilft bei der Behandlung der Vergiftung mit Salmonellen Ruhe und Erholung. Patienten mit Salmonellose werden daher für mindestens eine Woche krank geschrieben; meistens verhängt der Arzt eine zwei- bis dreiwöchige Arbeitssperre, da auch nach Abklingen der akuten Infektion ein gesteigertes Ruhebedürfnis des Körpers besteht. Eine ausreichende Genesund nach der Infektion mit Salmonellen ist wichtig, da sich das Immunsystem sonst nur schwer gegen erneute Erreger wehren kann.

Das können Sie tun: Salmonellen wirksam vorbeugen

Eine Salmonellose ist für den Patienten selbst überaus unangenehm: Starke Durchfälle und Schwindel, Erbrechen und völlige Erschöpfung schlauchen den Körper und rauben jegliche Energie. Viel besser ist es daher, wenn die Salmonellen erst gar keine Chance haben, sich im Körper zu vermehren und zur gefürchteten Infektion zu führen. Zur Vorbeugung einer Vergiftung mit Salmonellen können Sie einiges tun: Achten Sie zum Beispiel immer auf eine gute Küchenhygiene. Dazu gehört es, in regelmäßigen Abständen Oberflächen und Küchengeräte zu desinfizieren, um Bakterien abzutöten. Spültücher, Schwämme und Handtücher sollten wöchentlich gewechselt und ausgetauscht werden. Handtücher in Küche und Bad waschen Sie am besten im Kochwaschgang. Denn nur bei Temperaturen über 70 Grad Celsius werden Salmonellen auch wirklich vernichtet. Weiterhin ist es unerlässlich, sich vor der Zubereitung von Speisen und vor dem Essen selbst die Hände zu waschen. Jeden Tag sind wir Millionen von Keimen ausgesetzt, die meisten davon tragen wir an den Händen mit uns herum. Daher kann es auch sinnvoll sein, ein Hygienegel mit sich zu führen, um die Hände unterwegs unkompliziert und ohne Wasser und Seife hygienisch zu reinigen. Eine adäquate Körperhygiene ist ebenfalls wichtig – achten Sie zum Beispiel bei Kindern darauf, dass diese sich gründlich waschen und ihre dreckigen Straßenkleider zuhause gegen frische Kleidung tauschen. Nicht zuletzt ist es wichtig, auf ein gesundes Immunsystem zu achten, wenn man die Infektion mit Salmonellen verhindern möchte. Jeder fünfte Mensch in Deutschland ist Träger der Salmonellen – ein gesunder Organismus wird aber mit den Bakterien fertig und kann die Kolonnien klein halten. Zur Stärkung des Immunsystems gibt es in der Apotheke viele wirksame Präperate, die auch auf homöopathischer Basis wirken. Lassen Sie sich diesbezüglich gerne von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten. Ergänzend zu einem fitten Immunsystem ist es natürlich auch wichtig, sich gesund zu ernähren, genügend zu schlafen und die eigenen Grenzen des Körpers zu respektieren, damit Salmonellen keine Gefahr darstellen. Ein umsichtiger Lebenswandel stellt daher sicher eine äußerst wirksame Prävention der Vergiftung mit Salmonellen dar. Naheliegend ist jedoch auch die generelle Hygiene beim Verarbeiten von Lebensmitteln im privaten Bereich: Nehmen Sie überschüssigen Fleischsaft sofort mit einem Küchentuch auf, spülen Sie Fleisch vor dem Zubereiten ab und entsorgen Sie Verpackungen sofort in der Mülltonne außerhalb des Hauses. So lassen sich Kontaminationsrisiken vermeiden. Besteht bei einem Lebensmittel schon der Verdacht auf eine Verunreinigung mit Salmonellen, sollte dieses immer entsorgt werden. So vermeiden Sie die Ansteckung mit Salmonellen im Privaten und schützen sich und Ihre Familie. Aber auch in der Industrie lassen sich Ansatzpunkte für die Vorbeugung der Infektion mit Salmonellen finden: Ständig verbesserte Hygienestandards, eine lückenlose Kühlkette und eine fundierte Aufklärung der Mitarbeiter über Ansteckungswege und -risiken helfen, die Zahlen der Infektion mit Salmonellen stetig zu senken. Eine essentielle Funktion bei der Vorbeugung einer Salmonellose nimmt dabei immer die Hygiene ein, sowie das funktionierende Immunsystem eines Menschen. Hier lohnt es sich also, regulierend anzusetzen, wenn Sie häufig kränkeln oder sich schlapp fühlen. Natürliche Stärkungsmittel für eine angeknackste Gesundheit sind Zitrusfrüchte, grüne Smoothies und viele Heilkräuter. In Apotheken finden Sie zum Beispiel wirkungsvolle Nahrungsergänzungsmittel und Präperate mit den Wirkstoffen aus Aloe Vera, Tragant, Echinacea und Ginseng. So gestärkt haben Salmonellen keine Chance!


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Beitragsbild: ©Sebastian Kaulitzki / Fotolia

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Frau am Wasser

Es gibt verschiedenen Formen an Depressionen, beispielsweise die rezidivierende depressive Störung. Als “rezidiv” werden Krankheitssymptome bezeichnet, die nach einer beschwerdefreien Phase wiederkehren. Viele leiden im Laufe ihres Lebens unter einer Depression, die im Falle der rezidivierenden depressiven Störung kein einmaliges Ereignis bleibt. Der folgende Ratgeber erläutert Ihnen alles über die Ursachen, Symptome, Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten sowie das Rückfallrisiko.

Rezidivierende depressive Störung – was ist das?

Bei einer rezidivierenden depressiven Störung werden im Laufe des Lebens mehrere Episoden einer Depression nachgewiesen. Die rezidivierende depressive Störung tritt nach einer beschwerdefreien Phase auf. Sie kommt häufig vor, da viele Menschen mehr als nur eine depressive Episode in ihrem Leben haben. In der Regel kann bei der rezidivierenden depressiven Störung nach dem Abklingen der Krankheitsphase von einer vollständigen Heilung ausgegangen werden, doch bei jedem Fünften der Krankheitsfälle stellt sich ein chronischer Verlauf ein. Sich dessen bewusst zu sein, dass jederzeit wieder eine Depression ausbrechen kann, stellt für zahlreiche Menschen eine große Belastung dar.

Die Ursachen einer rezidivierenden Depression

Die rezidivierende depressive Störung weist ähnliche Ursachen auf, wie es bei anderen Arten von Depressionen der Fall ist. Dazu gehören beispielsweise belastende Lebensereignisse wie Trennung oder Trauer, Stress, Ängste oder Persönlichkeitsstörungen. Die Wahrscheinlichkeit, dass eine rezidivierende Depression auftritt, steigt mit der Anzahl der erlebten depressiven Episoden. Auch das Alter spielt eine entscheidende Rolle. Ein Rückfall ist nach einer beschwerdefreien Phase selbst nach Jahren oder Jahrzehnten ohne eine depressive Episode noch möglich. Zu den Risikofaktoren für eine Wiederkehr gehören:

  • Depressive Störungen treten familiär vermehrt auf
  • Frühes Alter bei der Ersterkrankung
  • In den vergangenen fünf Jahren lagen mindestens zwei depressive Episoden vor
  • Hohe Belastungen im privaten Bereich oder Beruf
  • Soziale Kontakte oder die Lebensführung sind stark beeinträchtigt
  • Suizidversuche

Welche Symptome sind bei einer rezidivierenden depressiven Störung typisch?

Die Beschwerden können psychisch, aber auch körperlich sein. Zu den psychischen Symptomen gehören?

  • Unglückliche, bedrückte, niedergeschlagene, verzweifelte bis hin zu resignierte Stimmung
  • Ist der Betroffene stark depressiv, kann er sich über Positives nicht mehr freuen und zum Teil auch nicht mehr wahrnehmen.
  • Oftmals wird eine Gefühllosigkeit beschrieben, da Gefühle der Liebe beispielsweise nicht mehr empfunden und geäußert werden können.
  • Energie-, Lust- und Antriebslosigkeit
  • Schwäche und Kraftlosigkeit
  • Starke innere Unruhe, Nervosität und Gestresstheit
  • Probleme mit der Aufmerksamkeit und Konzentration
  • Grüblerisches Denken
  • Stark herabgesetzte Entscheidungsfähigkeit
  • Interesse an Hobbys und Aktivitäten geht stark verloren
  • Schlechtes Gewissen und Schuldgefühle
  • Hohe Sensibilität gegenüber Kritik
  • Mangelndes Selbstwertgefühl
  • Schwer depressive Patienten erleben sich häufig als starke Last für ihre Umgebung.
  • Rückzug und Isolation
  • Lebensmüde Gedanken bis hin konkreten Suizidplänen

Körperliche Symptome bei einer rezidivierenden depressiven Störung:

  • Schlafstörungen, insbesondere in Bezug auf das Durchschlafen
  • Gehäufte Albträume
  • Betroffenen fühlen sich morgens wie gerädert, als hätten sie überhaupt nicht geschlafen.
  • Appetitlosigkeit und starker Gewichtsverlust, in anderen Fällen Heißhunger und Gewichtszunahme
  • Druck im gesamten Kopf (Gefühl, als wird ständig ein Helm getragen oder der Kopf sei leicht im Schraubstock eingespannt)
  • Druck auf der Brust, Enge im Brustkorb, flache Atmung bis hin zu schwerem Atmen und Keuchen
  • Herzbeschwerden wie Herzklopfen und -rasen, Druckgefühl hinter dem Brustbein, Stechen und Brennen im Bereich des Herzens
  • Hitzewallungen und Kälteschauer, Zittern, kalte Füße und Hände
  • Blutdruckschwankungen und Schwindel
  • Magen-Darm-Beschwerden, beispielsweise Übelkeit, Erbrechen, Sodbrennen, Blähungen, Druck in der Magengegend, Verstopfung, seltener Durchfall
  • Das Gefühl einer permanenten Überforderung, vor allem im Beruf, stellt sich ein. Dies führt zum Leistungsabfall.

Welche Möglichkeiten der Behandlung stehen bei einer rezidivierenden depressiven Störung zur Verfügung?

Bei einer rezidivierenden Depression eine langfristige Beschwerdefreiheit zu erzielen, ist nicht immer einfach. Auch in Zeiten, in denen nach dem Abklingen der depressiven Episode keine Beschwerden auftreten, sind Kontrollen durch einen Arzt und eine Medikation notwendig. Je nach Intensität werden die Depressionen ambulant oder stationär behandelt. Die medizinischen Angebote reichen von Antidepressiva bis hin zu Gesprächstherapien und verhaltenstherapeutischen Maßnahmen. Dadurch soll dem Erkrankten der Umgang mit der Depression erleichtert werden. Wichtig ist es stets, erneut auftretende depressive Phasen möglichst früh zu erkennen und die Beschwerden und Symptome durch das gezielte Einleiten von therapeutischen Maßnahmen schnell zu lindern oder im besten Fall zu beseitigen. Die Pharmakotherapie hat große Fortschritte gemacht, sodass mittlerweile zahlreiche effektive Medikamente mit unterschiedlichen Wirkmechanismen zur Verfügung stehen. Damit können gute Erfolge erzielt werden. In schweren Fällen kann auch eine Dauermedikation sinnvoll sein.

Fazit zum Thema rezidivierende depressive Störung

Während die einfache Depression einmalig auftritt und über einen klar begrenzten Zeitraum verfügt, handelt es sich bei der rezidivierenden depressiven Störung um immer wiederkehrende depressive Phasen, sodass diese Form der Depression besonders schwerwiegend und belastend ist. Der Betroffene und die Angehörigen wissen schließlich, dass eine überstandene Krankheitsphase nur ein “Etappenerfolg” und der nächste Rückschlag lediglich eine Frage der Zeit ist. Oftmals erstreckt sich der Krankheitsverlauf über die gesamte Lebensdauer. Somit ist die rezidivierende Depression zwar gut behandelbar, aber nicht heilbar. Um das Leid zu lindern, sollte eine möglichst frühe Behandlung stets angestrebt werden. Immerhin werden circa 50 Prozent aller tödlich verlaufenden Suizidversuche im Rahmen einer depressiven Erkrankung begangen.


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Beitragsbild: © Free-Photos / Pixabay

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