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Christian

Fleisch und Gemüse eignnen sich für die Low Carb Diät

“Carb” ist der englische Begriff für “Kohlenhydrate”. „Low Carb“ (= niedrige Kohlenhydrate“) bzw. „Low Carb Diät“ steht damit für eine kohlenhydratreduzierte Ernährungsform. Das Ziel, welches dahinter steckt, ist die Gewichtsabnahme durch eine verminderte Zufuhr von Kalorien. Kohlenhydrate sind sehr starke Energielieferanten. Wenn Sie den Anteil reduzieren und so weniger Kalorien aufnehmen, als sie verbrennen, können Sie das Gewicht wirksam reduzieren. Ein vollständiger Verzicht ist jedoch nicht ratsam, denn der Körper braucht Kohlenhydrate. Deshalb ist es wichtig, dass Sie zwischen leeren und wertvollen Kohlenhydraten unterscheiden. Auch die Zubereitung spielt eine entscheidende Rolle. Dabei liefert die Kartoffel ein sehr gutes Beispiel. Sie enthält viele Kohlenhydrate, die aber wertvoll sind, wenn Sie die Kartoffel kochen. Bereiten Sie hingegen Bratkartoffeln oder Pommes Frites zu, nehmen Sie überflüssige Kalorien in Form von Transfetten auf.

Auf ausreichende Zufuhr an Nährstoffen achten


Da Kohlenhydrate schwer verdaulich sind, sollten Sie diese nicht am Abend essen. Wenn Sie sich für eine Low Carb Diät entscheiden, können Sie wirksam an Gewicht verlieren, wenn Sie sich an einige Regeln halten. Wichtig ist auch, dass Sie dem Körper ausreichend viele Nährstoffe zuführen. Bekommt der Körper nicht genug Nährstoffe, fährt er den Stoffwechsel herunter und geht in den Hungermodus. Dies ist eine der Ursachen für den gefürchteten JoJo-Effekt, denn nach der Beendigung der Diät schaltet der Körper nicht sofort um und Sie nehmen durch den langsamen Stoffwechsel schnell wieder zu. Achten Sie deshalb bei der Low Carb Diät auf eine gute Nährstoffzufuhr. Sie sollen nicht hungern, sondern bewusst essen und dabei dickmachende Kohlenhydrate sparen.

Was ist die Low Carb Diät?

Während der Low Carb Diät reduzieren Sie den Anteil an Kohlenhydraten in Ihrer Nahrung und nehmen so weniger Kalorien zu sich, da die Kohlenhydrate sehr starke Energielieferanten sind. Darüber hinaus sorgen Kohlenhydrate für eine Insulinausschüttung in das Blut. Wenn Sie wenig Kohlenhydrate zu sich nehmen, bleibt der Blutzuckerspiegel konstant. Ist dieser erhöht, kann dies zu Heißhunger führen. Wenn Sie dem nachgeben, essen Sie innerhalb eines kurzen Zeitraums zu viel. Fehlt es gleichzeitig an Sport oder körperlicher Bewegung, werden die überflüssigen Kalorien zu Fett umgewandelt. Auf diese Weise kann das gefürchtete und gefährliche Bauchfett entstehen.

Verschiedene Varianten der Low Carb Diät

Es gibt verschiedene Formen der Low Carb Diät. Sehr bekannt ist die Atkins-Diät, bei der Sie vollkommen auf Kohlenhydrate verzichten. Unter Ernährungswissenschaftlern ist es umstritten, ob diese Form der Diät wirklich gesund ist, da der Körper Kohlenhydrate braucht. Besser ist es, die Aufnahme zu reduzieren und in die Morgen- und Mittagsstunden zu verlegen. So hat der Körper viel Zeit, um die schwer verdaulichen Kohlenhydrate wieder abzubauen. Besser entscheiden Sie sich für eine der modernen Varianten, die auf dem Prinzip der glykämischen Last und des glykämischen Index beruhen. Zu diesen Diäten gehören Logi und South Beach. Aus ernährungswissenschaftlicher Sicht sind diese Diäten empfehlenswerter als ein vollständiger Verzicht auf Kohlenhydrate.

Wie funktioniert die Low Carb Diät?

Im Grunde genommen ist die Low Carb Diät gar keine Diät im eigentlichen Sinne, sondern es handelt sich um eine Ernährungsumstellung. Diese ist für Sie besonders dann empfehlenswert, wenn Sie sehr viele leere Kohlenhydrate essen. Diese Art der Kohlenhydrate können der Grund für eine Gewichtszunahme sein. Zu den leeren Kohlenhydraten gehören weißes Brot, Kuchen, Schokolade und andere Süßigkeiten, aber auch Fastfood wie Burger, Pommes, Brat- und Currywurst sowie Pizza. Diese Lebensmittel enthalten viel Fett, darunter auch die sogenannten Transfette, die beispielsweise in Pommes Frites stecken. 
Es gibt auch wertvolle Kohlenhydrate. Diese stecken in Vollkornbrot, Vollkornnudeln und Hülsenfrüchten. Wenn Sie sich nicht für die Atkins Diät entschieden haben, können Sie diese Kohlenhydrate zu sich nehmen.

Kohlenhydrate am Abend vermeiden

Empfehlenswert ist es, nach 17 Uhr keine Kohlenhydrate mehr aufzunehmen. Wenn Sie in Schichten arbeiten, verschieben Sie diese Zeit nach hinten. Eine Pause von etwa zwölf Stunden, in denen der Körper keine Kohlenhydrate bekommt, ist empfehlenswert, wenn Sie wirksam abnehmen und sich gleichzeitig gesund ernähren möchten. Unbedingt vermeiden sollten Sie die Zufuhr von Kohlenhydraten direkt vor dem Schlafengehen. Der Körper ist dann mit der Verdauung beschäftigt und hat keine Zeit für die so wichtigen Regenerationsprozesse und die Fettverbrennung, die ebenfalls im Ruhemodus erfolgt. Mit der Zufuhr von Kohlenhydraten belasten Sie den Körper noch mehr, da der Abbau länger dauert. Unabhängig davon, für welche Low Carb Variante Sie sich entscheiden, ist die Zufuhr von Kohlenhydraten zum Frühstück und zum Mittagessen erlaubt.

Ausgleich mit Fetten und Eiweißen

Besonders die Eiweiße spielen bei der Low Carb Diät eine sehr große Rolle. Es ist wichtig, dass Sie die fehlenden Kohlenhydrate ausgleichen, und das erreichen Sie mit einer höheren Zufuhr von Eiweiß. Damit erzielen Sie noch weitere positive Effekte. Eiweiß für den Aufbau von Muskelmasse dringend benötigt. Wenn Sie in Verbindung mit Ihrer Low Carb Diät Sport treiben, bauen Sie Muskelmasse auf. Durch das Eiweiß wird dies unterstützt. Eine höhere Muskelmasse bedeutet, dass Sie mehr Kalorien verbrennen. Muskeln brauchen Energie. Die Steigerung des Energieumsatzes durch eine erhöhte Muskelmasse bewirkt wiederum, dass Sie mehr essen dürfen, ohne dass Sie an Gewicht zunehmen.

Ein weiterer Aspekt, der für die erhöhte Aufnahme von Eiweiß spricht, ist die Energiegewinnung. Der Körper kann sowohl aus dem Eiweiß als auch aus den Kohlenhydraten Energie gewinnen. Wenn die Energie aus dem Eiweiß gewonnen wird, geht dies mit einem erhöhten Kalorienverbrauch einher, als wenn die Energie aus den Kohlenhydraten stammt. Dies ist ein weiterer Grund, die Zufuhr an Eiweiß zu erhöhen. Eiweiß steckt in allen Milchprodukten. Wenn Sie gern Brot essen, können Sie sich auch für den Kauf von Eiweißbrot entscheiden, das als wichtiger Energielieferant gilt. 
Die Zufuhr von Fetten ist bei der Low Carb Diät ebenfalls sehr wichtig. Vermeiden Sie jedoch Transfette und künstlich hergestellte Fette. Tierische Fette, wie sie in der Milch und im Käse enthalten sind, gelten als gesund. Der Körper braucht sie für seine Stoffwechselvorgänge.

Low Carb – weniger als 100 Gramm Kohlenhydrate am Tag

Ziel der Low Carb Diät ist es, weniger als 100 Gramm Kohlenhydrate am Tag aufzunehmen. Abhängig von dem Körpergewicht und dem persönlichen Energieumsatz wird die Zufuhr an Kohlenhydraten um etwa die Hälfte reduziert. Im Ausgleich führen Sie dem Körper viel Eiweiß zu und ernähren sich mit gesunden Fetten, sodass der Körper gezwungen wird, seine Energie aus den Fetten und den Eiweißen zu gewinnen. So stellen Sie Ihren Stoffwechsel durch eine konsequente Ernährungsumstellung um und können auch eine größere Gewichtsabnahme erreichen.

Vorteile der Low Carb Diät

Bei der Low Carb Diät sparen Sie Kalorien durch die reduzierte Aufnahme an Kohlenhydraten. Sie kurbeln Ihren Energieverbrauch durch die Aufnahme von Eiweiß an und erreichen so, dass Sie mehr Kalorien verbrauchen als Sie zu sich nehmen. Dieses gesunde Kaloriendefizit führt zur Gewichtsabnahme. Wenn Sie auf diese Weise am Tag 500 kcal einsparen, nehmen Sie in der Woche ein halbes Kilo ab, was einer sehr gesunden Reduktion des Gewichtes entspricht. Als Faustregel gilt, dass Sie 7.000 kcal einsparen müssen, um ein Kilogramm Körpergewicht zu verlieren. Dies wird Ihnen mit der Low Carb Diät gut gelingen, da Sie Ihren Energieumsatz ankurbeln und sich gleichzeitig sehr gesund ernähren. In Verbindung mit sportlicher Betätigung und einer erhöhten Eiweißzufuhr erhöhen Sie Ihren Energieumsatz zusätzlich und sorgen für eine dauerhafte Gewichtsreduktion. Da Sie auf leere Kohlenhydrate verzichten sollten, reduzieren Sie automatisch den Konsum von Fastfood, Kuchen und Süßigkeiten. Auch Brot, Nudeln und Kartoffeln stehen gar nicht oder nur sehr selten auf dem Speiseplan. Übrig bleibt eine eiweißreiche Kost, die mit gesunden Fetten und sehr wenigen Kohlenhydraten ergänzt wird. Jederzeit erlaubt sind viel frisches Gemüse, Obst und mageres eiweißreiches Fleisch. Alle Komponenten sind für eine gesunde Ernährung sehr wichtig und Sie erfüllen mit Low Carb alle Voraussetzungen dafür.

Nachteile der Low Carb Diät

Die Nachteile von Low Carb liegen darin, dass in sehr vielen Produkten Kohlenhydrate enthalten sind, die sehr gut schmecken und bislang vielleicht täglich auf Ihrem Speiseplan gestanden haben. Wenn Sie sich für eine Diät entscheiden, sollten Sie eine Variante wählen, mit der Sie sich wirklich wohlfühlen. Andernfalls wird es Ihnen sehr schwerfallen, sich an die neuen Essgewohnheiten anzupassen. Wenn Sie es nicht schaffen, fallen Sie schnell in die alten Gewohnheiten zurück und der Erfolg bleibt aus. Dies ist frustrierend und kann, wenn Sie aus Unmut mehr essen als der Körper braucht, zu einer Gewichtszunahme führen. Dieser Kreislauf ist für viele Betroffene sehr belastend. 
Wenn Sie gern Brot, Nudeln, Kartoffeln und damit verbundene Speisen essen, ist Low Carb für Sie vielleicht nicht die richtige Wahl. Gleiches gilt, wenn Sie Milchprodukte nicht sonderlich mögen. Diese gelten als der wichtigste Eiweißlieferant und sollten häufig konsumiert werden, um die fehlenden Kohlenhydrate auszugleichen. Auch Liebhaber vom Fastfood würden mit Low Carb eine sehr drastische Umstellung ihrer Ernährung wagen. Dies ist oftmals mit einem Misserfolg verbunden. Vielleicht ist es eine gute Idee, wenn Sie Ihr Erhöhung zunächst allgemein auf ein gesundes Essen umstellen und so die Kalorienzufuhr reduzieren. Führen Sie sich vor Augen, wie viele Kohlenhydrate Sie zu sich nehmen und wo Sie sparen könnten. Wenn Sie von Low Carb überzeugt sind, kann die Ernährungsumstellung auf wenig Kohlenhydrate in einem zweiten Schritt erfolgen.

Ist die Low Carb Diät wissenschaftlich erwiesen?

Bislang hält sich die Wissenschaft mit einer eingehenden Beurteilung von Low Carb zurück, weil es noch keine verlässlichen Langzeitstudien gibt. Um den hohen Eiweißbedarf zu decken, werden auf Dauer Milchprodukte nicht ausreichen. Sie müssten Nahrungsergänzungsmittel zu sich nehmen oder sehr viel Fleisch essen, was viele Ernährungswissenschaftler als eine zu große Belastung für den Körper empfinden. Empfehlenswert ist ein Fleischkonsum von zweimal in der Woche. Dies reicht aber für Low Carb nicht aus. Die Aufnahme von großen Mengen an Eiweiß steht außerdem im Verdacht, verschiedene Krebsarten, zum Beispiel im Darm, zu begünstigen. Für eine vorübergehende Gewichtsreduktion von einem halben bis zu einem Jahr ist Low Carb empfehlenswert. Dauerhaft sollte von der Ernährung abgesehen werden. Diese Auffassung vertritt auch Prof. Susanne Klaus, Stoffwechselexpertin am Deutschen Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke. Sie sagt: “Obwohl die kurzfristigen Erfolge solcher Diäten wissenschaftlich gut belegt sind, fehlen bisher Studien über die langfristige Auswirkung extremer Formen. Eine fleischlastige und ballaststoffarme Kost erhöht das Darmkrebsrisiko. Deshalb sollten Sie bei Low Carb auf reichlich Pflanzenkost und auch pflanzliche Eiweißquellen setzen.”

Erlaubte und verbotene Lebensmittel in der Low Carb Diät

Bei der Low Carb Diät sind alle Lebensmittel erlaubt, die keine oder nur sehr wenige Kohlenhydrate enthalten, sodass die Tagesmenge von 100 Gramm nicht überschritten wird. Darüber hinaus sollte auf leere Kohlenhydrate verzichtet werden. Dazu gehören weißes Brot, weißer Zucker und alle Arten von Fastfood. Auch ein Verzicht von Alkohol ist notwendig, da dieser sehr viel Zucker und somit auch viele Kohlehydrate enthält.

Rezept Ideen für die Low Carb Diät

Ein Tag unter der Low Carb Diät könnte so aussehen:

Frühstück:

Gemüse-Omelett mit Tomaten und Paprika
Sie würzen zwei Eier, schneiden eine Tomate in Scheiben und eine Paprika in Streifen. Geben Sie das Gemüse in die Eimasse und braten Sie das Omelett von beiden Seiten mit Öl an. Das Frühstück sättigt, enthält viele wichtige Nährstoffe und hat nur einen Energiegehalt von 200 kcal.

Mittagessen:

Italienisches Jägerschnitzel mit Austern- und Shiitakepilzen
Für dieses Low Carb Gericht würzen Sie dünnen Schnitzel aus der Hähnchenbrust und braten diese mit getrockneten Shiitakepilzen, getrockneten Tomaten, Schalotten und Austernpilzen an. Geben Sie als Würze einen Zwei Rosmarin hinzu und nutzen Sie hochwertiges Olivenöl zum Anbraten. Für die Soße verwenden Sie Sojacreme und dunklen Kablsfond. Das Gericht ist innerhalb von 30 Minuten zubereitet und eignet sich somit auch gut für Zwischendurch. Eine Portion enthält 376 kcal.

Abendessen

:

Feiner Blattsalat mit Bündner Fleisch


Für diesen Salat benötigen Sie einen kleinen Friséesalat, einen Lollo bionda, Apfelessig, süßen Senf, ein wenig mediterrane Gemüsebrühe, Rapsöl und Schnittlauch.
Mischen Sie den Salat mit dem Gemüse. Für das Dressing verrühren Sie den süßen Senf mit dem Apfelessig, dem Rapsöl und der mediterranen Gemüsebrühe. Geben Sie den gehackten Schnittlauch hinzu und schmecken Sie das Dressing mit Salz und Pfeffer ab. Ein großer Salatteller hat nur 96 kcal.

 

Fazit

Die Low Carb Diät ist zur Gewichtsreduktion und als Einstieg in die Ernährungsumstellung ein sehr guter Weg. Sie wirkt sich positiv auf den Energieumsatz aus. Sie ernähren sich automatisch gesund, da Fastfood, Alkohol und stark zuckerhaltige Lebensmittel nicht erlaubt sind. Sie sollten diese Ernährung jedoch nicht dauerhaft zu sich nehmen, da bislang noch nicht wissenschaftlich erwiesen ist, ob die erhöhte Eiweißaufnahme Folgen für die Gesundheit haben könnte.


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Milch und Eier

Milchprodukte und Eier werden in der Schwangerschaft von einigen gemieden oder zumindest erheblich reduziert. Andere verzichten nicht auf diese Lebensmittel. Gerade während der ersten Schwangerschaft sind Frauen oftmals unsicher und wissen nicht, ob die Nahrungsmittel gesund oder gar gefährlich sind. Wir haben daher umfassende Informationen zusammengetragen.

Milch und Milchprodukte in der Schwangerschaft

Milchprodukte wie Käse, Milch, Joghurt und Quark sind wichtige Nährstofflieferanten. Die Versorgung mit Eiweiß, Mineralstoffen und Vitaminen kann durch sie unterstützt werden. Da eine gesunde Ernährung und ausreichende Versorgung vor allem während der Schwangerschaft eine bedeutende Rolle spielt, scheint ein Verzicht auf diese Nahrungsmittelgruppe eher von Nachteil. Und tatsächlich ist er auch nicht nötig.

Es ist jedoch von Bedeutung, um welche Milchprodukte es sich handelt. Denn diese können nicht nur ein gesunder Beitrag zur Versorgung, sondern für das ungeborene Kind auch gefährlich sein. Aufgrund der eventuellen Belastung mit Listerien, krankheitserregenden Bakterien, sollten die folgenden Milchprodukte gemieden werden:
• Rohmilch
• Weichkäse, wie Gorgonzola, Feta und Camembert
• Rohmilchkäse, wie beispielsweise Mozzarella

Pasteurisierte Milch und Milchprodukte aus pasteurisierter Milch sind hingegen sicher. Achten Sie bei der Auswahl also darauf, dass es sich wirklich um pasteurisierte Produkte handelt.

Rohe Eier in der Schwangerschaft

Rohe Eier bergen das Risiko, mit Salmonellen infiziert zu sein. Gerade in der Schwangerschaft sind diese sehr gefährlich. Auf rohe beziehungsweise nicht vollständig durchgegarte Eier sollte daher verzichtet werden. Das bedeutet zum einen, dass Rührei, Spiegelei und gekochte Eier nicht “läufig” sondern rundum ausreichend gegart werden sollten. 
Auf das weiche Frühstücksei sollte also bis nach der Geburt verzichtet werden.

Zum anderen sollten Sie bei Kontakt zu Eierschalen oder Rohei besonders auf die Hygiene achten. Waschen Sie sich gründlich die Hände und reinigen Sie benutzte Utensilien sofort. Auch nach dem Berühren der Eierverpackung sollten Sie sich die Hände waschen.

Zudem lauert rohes Ei als Zutat in einigen Speisen. Darunter beispielsweise:
• einige Saucen, wie Sauce Hollandaise
• Mayonnaise
• Salatdressings
• Eiscreme
• Kuchenteig

Bei Fertigprodukten wird in der Regel pasteurisiertes Ei verwendet, weswegen keine Gefahr einer Infektion mit Salmonellen besteht. In Restaurants, an Frischetheken oder bei selbst zubereiteten Gerichten sollten Sie hingegen gezielt nachfragen, ob die Speisen komplett durcherhitzt oder frische Eier verwendet wurden.

Was muss ich bei Milchprodukten und Eiern in der Schwangerschaft beachten?

Sie müssen weder Milchprodukte noch Eier während der Schwangerschaft komplett von Ihrem Speiseplan streichen. Tatsächlich sind die enthaltenen Aminosäuren, Eiweiße, Vitamine und Mineralien wichtig für eine Vielzahl von Prozessen im menschlichen Körper und auch essenziell für das Wachstum und die gesunde Entwicklung des Kindes. 

Sie müssen auf ein vollständiges Durchgaren achten und sollten auf Rohmilch sowie rohe Eier in jedweder Form verzichten. Achten Sie zudem verstärkt auf einen hygienischen Umgang mit diesen Lebensmitteln.


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Schwangere Frau ernährt sich gesund

Veränderungen des Körpers während der Schwangerschaft

Durch das Zusammenspiel der Hormone kommt es in der Schwangerschaft zu körperlichen Veränderungen, die sich zwar nach der Entbindung wieder zurückbilden, aber für das Heranwachsen des Embryos wichtig sind. Oft sind sie eine Belastung für die werdende Mutter. Es ist notwendig, sich in der Schwangerschaft den körperlichen Veränderungen anzupassen. Die Ernährung nimmt hier eine entscheidende Rolle ein.

Innere Organe werden durch den zusätzlichen Raum, den das Ungeborene beansprucht, verdrängt. Häufig sind Sodbrennen und Verdauungsprobleme die Folge. Verdauung und Atmung sind eingeschränkt, die Beweglichkeit des Magen-Darm-Traktes nimmt ab. Auch der Stoffwechsel sowie der Glukose- und Insulin-Stoffwechsel verändert sich zugunsten des Embryowachstums. Die Ernährung ist für das Wohlbefinden und die Gesundheit von Mutter und Kind grundlegend. Neben einer angepassten Ernährung ist die richtige Nährstoffzufuhr entscheidend. Die Aufnahme der Nährstoffe erfolgt idealerweise über die Nahrung oder, sofern der Bedarf über Lebensmittel nicht ausreichend gedeckt werden kann, über Nahrungsergänzungsmittel. Der Arzt bestimmt anhand eines Blutbildes, ob Mangelzustände vorliegen und welche Vitamine oder Mineralstoffe und Spurenelemente bei einem erhöhten Bedarf in der Schwangerschaft dazu geeignet sind, sie über ein Präparat einzunehmen.

Kritische Lebensmittel – Das sollten Sie in der Schwangerschaft nicht essen oder trinken

Koffein sollte in Maßen genossen werden, etwa ein paar Tassen Kaffee oder Schwarz-, bzw. Grüntee über den Tag verteilt sind tolerierbare Mengen. Optimal ist eine Reduktion des Koffein-Genusses auch über Getränke wie Coca-Cola oder Energy Drinks. Salz- und zuckerreiche Produkte am besten weitgehend meiden oder nur sehr selten essen. Ebenso Lebensmittel, die viele “leere” Kalorien mit sich bringen, wie zum Beispiel Weißmehlprodukte oder Fertiggerichte. Kritisch sind alle rohen tierischen Produkte (Fleisch, Fisch, Meeresfrüchte, Eier, Milch) sowie rohe Sprossen und Beeren. Sie bergen die Gefahr einer bakteriellen Verkeimung und sollten gänzlich vermieden werden. Dazu zählen auch Produkte wie Mayonnaise oder Gerichte wie Tiramisu, Sushi, Räucherlachs, Carpaccio und medium gebratenes Steak. Bestimmte Fischarten (Thunfisch, Heilbutt, Hecht, Schwertfisch) sind aufgrund eines Verdachtes auf Schwermetallbelastung besser zu umgehen.

Ideale Ernährung während der Schwangerschaft

Um den Speiseplan einer ausgewogenen Ernährung effektiv zu gestalten sollte immer medizinisch abgeklärt werden, ob Nahrungsmittelallergien vorhanden sind. Unverträglichkeiten (Weizen, Gluten, Laktose, usw.) können massive Beschwerden hervorrufen und sind kontraproduktiv für die Aufnahme von Nährstoffen. Ansonsten spielt ein allgemein gesunder Lebensstil für die Entwicklung des ungeborenen Kindes eine enorme Rolle (kein Alkohol, nicht rauchen, Vermeidung kritischer Lebensmittel).

Der mütterliche Organismus benötigt viel Flüssigkeit. Ideal sind stilles Wasser und ungesüßte Kräutertees. Zum täglichen Konsum gehören idealerweise mehrere Portionen Gemüse und Obst. Um Vitamine und Mineralstoffe möglichst zu erhalten, sollte Gemüse schonend gegart werden. Besonders grünes Blattgemüse wie Spinat, Brokkoli, Grünkohl oder Rucola sind gute Quellen für die wichtige Folsäure und sollten täglich mehrmals auf dem Speiseplan stehen. Kohlenhydratlieferanten wie Reis, Kartoffeln, Vollkornprodukte versorgen täglich mit Energie und sollten in einem ausgewogenen Verhältnis zu Eiweiß aus Käse, Milchprodukten, Hülsenfrüchten, magerem Fleisch und Eiern stehen.

Aber Achtung:
Fleisch und Eier müssen durchgegart sein und Käse und Milchprodukte dürfen nicht aus Rohmilch gefertigt sein. Hochwertige Pflanzenöle sind anderen Fetten vorzuziehen. Nüsse und Samen sind optimale Lieferanten für Vitamine und Mineralstoffe.

Verhalten im Umgang mit Lebensmitteln – Hygiene

Nicht nur die richtige Ernährung ist in der Schwangerschaft wichtig, sondern auch Hygienemaßnahmen. Um Verunreinigungen durch Keime, Pilzsporen und Bakterien zu vermeiden, sind einige Punkte zur Lagerung und Zubereitung von Lebensmitteln zu beachten. Regelmäßiges Händewaschen, speziell vor dem Kontakt mit Produkten, die Verwendung von sauberen Schwämmen und Küchentüchern zur Reinigung sowie die Aufbewahrung von angebrochenen Lebensmitteln in geschlossenen Behältern reduziert Kontaminationen. Obst und Gemüse sorgfältig vor dem Verzehr waschen und die Kühlkette nicht zu unterbrechen trägt dazu bei, eine Verkeimungsgefahr auf ein Minimum zu reduzieren.

Nährstoffe

Während einer Schwangerschaft erhöht sich der Bedarf an Mineralstoffen, Spurenelementen und Vitaminen. Folsäure etwa muss bereits im Vorfeld einer Schwangerschaft vorbeugend aufgenommen werden, um Komplikationen durch einen Mangelzustand zu vermeiden. Auch Eiweiß wird ab dem 4. Monat vermehrt benötigt. Der zusätzliche Bedarf kann in Form einer täglichen Extraportion gedeckt werden wie etwa Milch. Oder wöchentlich durch Fisch, Fleisch oder ein Ei.



Vitamine – Bei den Vitaminen ist die Folsäure (Folat) das einzige, das bereits vor der Schwangerschaft eingenommen werden sollte. Es gehört zur Gruppe der B-Vitamine und sorgt dafür, dass Missbildungen des Kindes, die durch einen Mangel an Folat entstehen, verhindert werden (Neuralrohrdefekt: offenes Rückenmark sowie Früh- und Fehlgeburten). Das Vitamin ist hitze- und lichtempfindlich, bei der Lagerung und Zubereitung durch Kochen oder Braten kann es zerstört werden. Der Bedarf an Folat einer schwangeren Frau steigt auf das Doppelte (rund 400 Mikrogramm) an. Die Gesundheitsbehörde empfiehlt die Zufuhr von Folat in Form eines Präparates. Darüber hinaus kann Folat zur gesteigerten Fruchtbarkeit beitragen und wird Frauen verordnet, die bereits seit längerem einen Kinderwunsch haben. Generell sind B-Vitamine (dazu gehören B1 Thiamin, B2 Riboflavin, B3 Niacin, Panthotensäure, Vitamin B6 Pyridoxin, Vitamin B12 Kobalamin) unerlässlich für Stoffwechsel, Muskeln, Gehirn, die Bildung von Antikörpern, die Zellteilung, für die Bildung von neuem Nervengewebe und für die Verdauung von Kohlenhydraten. Sie sind wasserlöslich und werden im Falle einer übermäßigen Aufnahme über den Organismus wieder ausgeschieden.

B-Vitamine helfen, Müdigkeit und Konzentrationsschwierigkeiten zu reduzieren. In Absprache mit einem Arzt können Vitamin-B-Komplexe als Nahrungsergänzungsmittel aufgenommen werden. Der Vitamin-A-Bedarf ist in der Schwangerschaft ebenfalls etwas erhöht. Vitamin A ist das vielleicht problematischste Vitamin. Es ist fettlöslich und ist in natürlichen Quellen eher selten zu finden. Vom Verzehr von Leber als Vitamin-A-Lieferant sollte in der Schwangerschaft gänzlich Abstand genommen werden. Ein Mangel an Vitamin A ist ebenso problematisch wie eine Überdosierung und nur über medizinische Indikation in Form von Nahrungsergänzungsmitteln durch einen Arzt zu supplementieren. Die Vorstufe von Vitamin A, das Betakarotin, kann hingegen bedenkenlos über gelbes und oranges Gemüse (Süßkartoffeln, Karotten, Paprika) und Blattgemüse (Rucola, Mangold, Spinat, Grünkohl) aufgenommen werden. Am besten gegart und mit wertvollem Pflanzenöl (Rapsöl, Sonnenblumenöl), um es für den Körper verwertbar zu machen. Diese Bioverfügbarkeit spielt speziell bei fettlöslichen Vitaminen eine Rolle.

Mineralstoffe und Spurenelemente – Neben der Folsäure ist auf eine ausreichende Jodversorgung zu achten. Das Spurenelement ist für die geistige und körperliche Entwicklung des Embryos verantwortlich. Jod kommt in natürlichen Quellen wie Meeresfisch vor. Jodiertes Speisesalz kann statt unjodiertem eingesetzt und leicht in den täglichen Speiseplan integriert werden. Liegt ein Jodmangel vor, kann der Arzt ein zusätzliches Jodpräparat empfehlen. Eisen ist wichtig für den schwangeren Organismus; Spinat, Fleisch, Vollkornprodukte in Verbindung mit Vitamin C helfen, Eisen aufzunehmen. Eine zusätzliche Supplementierung kann erfolgen, muss aber in jedem Fall einzeln mit dem Arzt abgeklärt werden. Eisen in Überdosierung kann toxisch wirken und zu Magen-Darm-Problemen führen. Kalzium ist wichtig für den Knochenaufbau des Embryos und auch, um bei einer geringen Kalziumversorgung zu verhindern, dass der Organismus in der Schwangerschaft auf die Kalzium-Reserven der Mutter zurückgreift und Knochen, Zähne schädigen. Bei einer ausgewogenen Ernährung ist es sinnvoll, Kalzium über Milchprodukte, aber auch über Grünkohl, Mandeln, Spinat, Orangen aufzunehmen. Ist es medizinisch erforderlich, kann Kalzium zusätzlich verabreicht werden, meist in Form von Präparaten mit Vitamin D, was den Kalzium-Stoffwechsel fördert.

Essen für Zwei – Mythos oder notwendige Maßnahme?
Fakt Nummer Eins: Für die Heranbildung und das Wachstum des Embryos, also für die Entwicklung neuer Zellen, ist eine vermehrte Energiezufuhr notwendig.

Fakt Nummer Zwei: Diese zusätzliche Energiezufuhr beläuft sich auf eine weitaus geringere Anzahl an Kalorien als angenommen. Die Gesundheitsbehörde geht von 250 – 500 kcal und erst in den letzten zwei Dritteln der Schwangerschaft aus, was etwa so viel wie einer Avocado, bzw. einem Dreiviertelliter Vollmilch entspricht.

Fakt Nummer Drei: Sie können also beruhigt sein. Der Spruch “Essen für Zwei” hat sich durchaus als Mythos bis heute gehalten, ist aber nicht wörtlich zu nehmen. Der gesteigerte Energiebedarf ist durch minimale Erweiterungen der Nahrungszufuhr meist schon ganz von selbst gedeckt oder leicht über gesunde Variationen zu decken. Noch wichtiger als die Energiezufuhr ist in der Schwangerschaft die richtige Versorgung mit Nährstoffen.


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Nüsse enthalten Eisen

Eisen wird in der Schwangerschaft vermehrt benötigt. Die Körper der Mutter muss mehr Blut bilden, die Gebärmutter und das Kind wachsen und verbrauchen mehr Sauerstoff. Zudem muss sich der Organismus der Mutter auf den Blutverlust bei der Geburt vorbereiten. Eine ausreichende Versorgung mit dem Spurenelement ist also lebenswichtig für Mutter und Kind. Aber worauf kommt es dabei an?




Was ist Eisen?

Eisen ist ein Mineral beziehungsweise Spurenelement. Der menschliche Körper kann es nicht selbst bilden, daher muss Eisen über die Ernährung aufgenommen werden. 

Eisen erfüllt im Organismus eine Reihe wichtiger Aufgaben und wird unter anderem für die Bildung roter Blutkörperchen benötigt. Als Bestandteil des Farbstoffes Hämoglobin ist es zudem am Transport von Sauerstoff beteiligt. Wer unter einem Eisenmangel leidet, ist daher oft blass und fühlt sich schwach und müde.


Welche Rolle spielt Eisen in der Schwangerschaft?

Während der Schwangerschaft kommt es zu einigen Veränderungen, die nur mit einer ausreichenden Eisenversorgung gesund und normal ablaufen können. Tatsächlich steigt der Eisenbedarf während der Schwangerschaft noch. Das ist auf die folgenden Punkte zurückzuführen:
• Wachstum des Kindes
• Wachstum der Gebärmutter
• Vorbereitung auf den Blutverlust während der Geburt

Sowohl das ungeborene Kind als auch das zusätzliche Gewebe müssen mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt werden. Dafür ist wiederum eine größere Blutmenge erforderlich. Damit diese gebildet werden kann, wird mehr Eisen benötigt.

Wie hoch ist der Eisenbedarf in der Schwangerschaft?

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt Schwangeren, täglich 30 Milligramm Eisen aufzunehmen. Erwachsene Frauen ab 19 Jahren werden lediglich 10 Milligramm empfohlen – der Bedarf verdreifacht sich also. Über die Ernährung ist diese Menge nicht immer sicherzustellen. Das trifft vor allem dann zu, wenn bereits vor der Schwangerschaft eine Unterversorgung vorlag oder Sie sich vegetarisch oder vegan ernähren. Denn Eisen aus pflanzlichen Nahrungsmitteln hat eine schlechtere Bioverfügbarkeit, als Eisen aus tierischen Produkten. Eisen aus Pflanzen kann also nicht so gut aus der Nahrung in den Körper aufgenommen und verwertet werden.

Hinzukommt, dass viele Frauen unter einem Eisenmangel leiden oder zumindest eine Unterversorgung mit dem Mineralstoff aufweisen. 

Eine zusätzliche Versorgung über Nahrungsergänzungsmittel kann daher sinnvoll sein. Sie sollte aber erst nach der Absprache mit einem Arzt und entsprechenden Untersuchungen erfolgen.

Unser Tipp:
Die Aufnahme von Eisen wird verbessert, wenn eisenreiche Speisen mit Vitamin C kombiniert werden.

In welchen Lebensmitteln ist Eisen enthalten?

Eisen ist vor allem in den folgenden Lebensmitteln enthalten:
• rotes Fleisch
• Innereien
• Fisch und Meeresfrüchte
• Wurst
• Eigelb
• Vollkornprodukte
• Kerne, Samen und Nüsse
• Hülsenfrüchte, grünes Gemüse und Kräuter




Ist zu viel Eisen in der Schwangerschaft schädlich?

Werden regelmäßig große Mengen Eisen zugeführt, kann sich der Überschuss durchaus negativ auf das ungeborene Kind auswirken. Durch die Ernährung allein kann es aber kaum zu einer derartigen Überversorgung kommen. Sie sollten entsprechende Präparate daher nur nach Absprache mit Ihrem Arzt einnehmen und einer Überdosierung durch regelmäßige Kontrolluntersuchungen vorbeugen.


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Fleisch und Gemüse eignet sich für die Atkins Diät

Mit der Atkins Diät erfolgreich abnehmen

In den 70er Jahren revolutionierte Robert Atkins die Welt der Diäten. In seinem seinerzeit erschienenen Buch propagierte er den Verzicht auf Kohlenhydrate als Wundermittel gegen überflüssige Pfunde. Fett und Proteine sind erlaubt – die Menge der Kohlenhydrate stark begrenzt. Die Atkins Diät basiert auf dem heute als Low-Carb bekannten Prinzip, das bereits vielen Menschen beim Abnehmen geholfen hat. 
Eier und Speck so viel man will und Sport muss man auch nicht machen – trotzdem sollen die Kilos purzeln? Auch Kalorien zählen ist bei der Atkins Diät nicht erforderlich. Warum das so ist? Durch den Verzicht auf kohlenhydratreiche Lebensmittel soll die Fettverbrennung angekurbelt werden. Brot, Obst und Gemüse sollen nur in Maßen gegessen werden. Bei fettreichen Lebensmitteln gibt es hingegen kein Tabu. Das in den eigentlich als Dickmacher bekannten Lebensmitteln enthaltene Fett sättigt sehr schnell. Um das Hungergefühl längerfristig im Zaum zu halten, sollte man auf Fisch, Fleisch und Eier zugreifen. Sie alle enthalten Eiweiß, das vom Körper in Ketone umgewandelt wird.

Die Atkins Diät – so funktioniert sie

Die bevorzugten Energiequellen des menschlichen Körpers sind die Kohlenhydrate. Diese nehmen wir mit der Nahrung zu uns. Reduzieren wir die Zufuhr der Kohlenhydrate versucht der Körper zunächst auf die angelegten Reserven zuzugreifen. In Muskeln und Leber befinden sich die sogenannten Glykogenspeicher, die wir aus den dem Körper zugeführten Kohlenhydraten bilden. Glykogen bindet Wasser. Daher scheidet man zu Beginn der Atkins Diät zunächst sehr viel Wasser aus. Der Verlust von Wasser führt natürlich auch zu einem Verlust an Gewicht. Wer sich jetzt schon über die Anzeige auf der Waage freut, tut dies allerdings zu früh. Es handelt sich hier keinesfalls um erste Anzeichen eines Diäterfolges. Das verlorene Wasser wird sehr schnell wieder gespeichert. Erst wenn der Körper auf die im Körper eingelagerten Fette zugreift, fangen die Pfunde an wirklich zu purzeln. Das geschieht dann, wenn die Glykogenspeicher leer sind und der Körper auf andere Ressourcen zur Energiegewinnung angewiesen ist. Das Prinzip der Atkins Diät besteht also darin, dem Körper Kohlenhydrate zu entziehen. Zielsetzung ist, die Ernährung möglichst dauerhaft umzustellen. Ideal ist nach Atkins eine Verteilung der Gesamtkalorienzufuhr, die zu 40 bis 45 Prozent aus Fett, zu 40 Prozent aus Eiweiß und zu 15 bis 20 Prozent aus Kohlenhydraten besteht. Im Gegensatz zu Fetten und Kohlenhydraten kann der Körper keine Proteine speichern. Überschüssiges Protein wird also ausgeschieden. Ohne die Zuführung von ausreichenden Kohlenhydratmengen bleibt vor allem die Verbrennung von Fett, um die Energieversorgung zu gewährleisten. Folglich fördert das veränderte Essverhalten die Fettverbrennung. 
Um eine Unterversorgung mit wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen zu verhindern, empfiehlt Atkins zusätzliche Präparate einzunehmen. Um der erhöhten Wasserausscheidung entgegenzuwirken, ist es ratsam, sehr viel zu trinken.

Die vier Phasen der Atkins Diät

Phase 1 – die Einleitungsphase

Für Personen mit hohem Übergewicht empfiehlt Atkins eine erste Phase, in der man täglich nur ca. 20 g Kohlenhydrate zu sich nehmen darf. Dies soll dabei helfen, dass man möglichst schnell in die sogenannte Lipolyse, bzw. die angestrebte Ketose kommt.

Unter Lipolyse versteht man die Aufspaltung von Fetten, sodass diese als freie Fettsäuren ins Blut abgegeben werden.

Die Ketose bezeichnet eine Form des Stoffwechsels, bei dem nicht mehr Glucose als primäre Energiequelle des Körpers genutzt wird, sondern Ketonkörper. Diese werden in der Leber durch den Abbau von Fettsäuren gebildet. Das dient dazu, den Energiebedarf trotz fehlender Glucose, die normalerweise aus Kohlenhydraten gewonnen wird, in Balance zu halten. 

I

n einigen Studien zeigte sich, dass Übergewichtige in der ersten Phase der Atkins Diät tatsächlich schneller und mehr Gewicht verloren, als mit einer fettreduzierten Mischkost.

Phase 2 – die Reduktionsphase

Die Menge der erlaubten Kohlenhydrate wird etwas gesteigert. Der Abnehmwillige sollte sich langsam an eine höhere Kohlenhydrataufnahme herantasten. Weniger stark Übergewichtige können auch mit Stufe 2 beginnen.

Phase 3 – die Prä-Erhaltungsphase

Es erfolgt eine erneute Steigerung der Kohlenhydratzufuhr. Wichtig ist, dass das Gewicht weiter reduziert wird, wenn auch nicht mehr so schnell, wie zu Beginn der Diät.

Phase 4 – die andauernde Erhaltungsphase

In dieser Phase ist die eigentliche Diät abgeschlossen. Es dürfen jetzt so viele Kohlenhydrate konsumiert werden, dass man weder zu- noch abnimmt. Diese Phase sollte nach Atkins eine langfristige Konsequenz aus der Atkins Diät sein. Er verstand diese Phase als zukünftige dauerhafte Ernährungsform.

Vorteile: Was für die Atkins Diät spricht

Bei der Atkins Diät darf man auf das lästige Kalorienzählen völlig verzichten. Auch fetthaltige Lebensmittel sind nicht verboten. Da Fett ein Geschmacksträger ist, muss man also nicht auf gut schmeckende Köstlichkeiten verzichten. Die gemeinhin als Dickmacher verschrienen Lebensmittel, wie Käse und Eier dürfen nach Herzenslust verzehrt werden. Ebenso Fleisch und Fisch. 
Dr. Robert Atkins vertritt die Theorie, dass genau diese Lebensmittel dafür sorgen, dass das Gewicht dahin schmilzt. Bei der Atkins Diät darf man so viel Eiweiß und Fett zu sich nehmen, wie man möchte. 
Fett sättigt zwar schnell, aber leider nicht sehr lang anhaltend. Da Fisch, Fleisch und Eier aber sehr viele Proteine enthalten, ist das übliche Hungergefühl, das sonst so typisch für Diäten ist, nicht zu befürchten. Das Eiweiß und die vom Körper produzierten Ketone sorgen für eine lange Sättigung.
 Die Atkins Diät setzt auf die Reduktion von Kohlenhydraten, um die Fettverbrennung anzukurbeln. Sie nutzt Fett als Hauptenergieträger, während zusätzliche Proteine als Quelle für Aminosäuren dienen. Mit dieser Ernährungsform soll der Körper dazu gezwungen werden, die Fettreserven anzugreifen. 
Insbesondere bei stark Übergewichtigen konnten relativ gute Erfolge beobachtet werden. Dank der kohlenhydratreduzierten Diät verloren die Nutzer der Atkins Diät in den ersten Wochen und Monaten mehr Gewicht als bei vergleichbaren Diäten.

Nachteile: Ist die Atkins Diät gefährlich?

Eine der eher harmlosen Begleiterscheinungen der Atkins Diät ist ein von vielen als unangenehm empfundener Mund- bzw. Körpergeruch. Er entsteht, weil der Körper Fett nicht direkt als Energiequelle nutzen kann. Das Fett, bzw. die Fettsäuren müssen in der Leber zu den bereits erwähnten Ketonkörpern umgebaut werden. Bei diesem Prozess wird Aceton gebildet – Ursache für die unliebsamen duftenden Nebenwirkungen. Eine weitere Folge der hohen Anzahl von Ketonkörpern – sie begünstigen die Entstehung von Gicht. 
Die erhöhte Aufnahme von Fetten und damit eine Überdosierung gesättigter Fettsäuren kann dafür verantwortlich sein, dass die Blutwerte aus dem Gleichgewicht geraten. Die ständige Zufuhr fetter Lebensmittel kann Ursache für zahlreiche Herz-Kreislaufprobleme sein, bzw. bereits bestehende Risiken verstärken.

Experten sehen in einer fettreichen Ernährung darüber hinaus auch einen Auslöser für die Entstehung von Typ-2-Diabetes. Für ein weiteres gesundheitliches Risiko sind die Proteine verantwortlich. Eine reichhaltige Versorgung mit Eiweiß kann die Nieren belasten.
 Alles in allem handelt es sich bei der Atkins Diät um keine ausgewogene Ernährung. Sie enthält zu wenig Kohlenhydrate und zu viel Fett. Das, was von Atkins als “Problemlöser” deklariert wird, wird von Kritikern als Ursache für das Scheitern der Diät gesehen. Die Beschränkung auf “erlaubte” und “verbotene” Lebensmittel ist ein rigider Eingriff in unser Essverhalten. Immer nur Steak und Bratwurst kann auch dem größten Fleischliebhaber schnell zu viel werden. Langfristig könnten die Beschneidungen zu unkontrollierten Heißhungerattacken führen. Die erforderliche Disziplin dürfte gar manchmal über Bord geworfen werden. Es besteht demnach ein hohes Risiko, Opfer des berühmten Jojo-Effekts zu werden.

Was sagt die Wissenschaft?

Die Durchführung der unterschiedlichen Studien erweist sich als sehr lückenhaft. Eine verlässliche empirische Auswertung ist daher nicht möglich. Nichtsdestotrotz scheint es als gesichert, dass die Atkins Diät sowohl kurz- als auch langfristig zu einer Gewichtsreduzierung führen kann. Für einige Forscher gilt die Atkins Diät als zuverlässiger Ansatz für eine erfolgreiche Abnehm-Strategie bzw. einer Gewichtskontrolle.
 Die biochemischen Prozesse, auf denen die Atkins Diät aufbaut, sind wissenschaftlich fundiert. Deren langfristige Auswirkung bis dato allerdings nicht erwiesen.

Experten sehen die Atkins Diät kritisch

Durch den Fettüberschuss im Körper sind nach Expertenmeinung zahlreiche Probleme vorprogrammiert. Als eine der Folgen der Atkins Diät wird ein erhöhter Cholesterinspiegel genannt. Die aus Fleisch und Wurst resultierenden Abfallprodukte gelten zudem als Auslöser für Gicht. Nicht zuletzt wird die Überlastung der Leber durch zu viel Fett in die Waagschale geworfen. Es kann eine krankhafte Vergrößerung der Leber auftreten. Auch die Darmflora kann unter der Atkins Diät Schaden nehmen. Ein lang anhaltender Verzicht auf Kohlenhydrate führt zu einem Ballaststoffmangel, der sich ungünstig auf die Darmflora auswirkt. Unter Ernährungsexperten werden Low-Carb Diäten, wie die Atkins Diät, als gesundheitlich bedenklich eingestuft. Sie stehen in dem Verdacht Leberschäden, Niereninsuffizienz, Akne und Verstopfung hervorrufen zu können. Einen weiteren potenziellen Nachteil der Atkins Diät formuliert der Experte Andreas Pfeiffer: “Die Methode ist nicht erfolgreich, weil nach Beendigung der Diät das Gewicht wieder steigt.”

Was ist erlaubt, was ist verboten?

Fleisch, Fisch, Eier und Käse darf man unbegrenzt essen. Im Gegensatz zu vielen anderen Diäten muss man bei der Atkins Diät nicht auf Fett verzichten. Kohlenhydrate sind hingegen streng reglementiert. Mäßigen sollte man sich daher beim Genuss von Brot. Kartoffeln, Nudeln und Reis. Absolut tabu sollten Kuchen, Schokolade und andere Süßigkeiten sein, um den Diäterfolg nicht zu gefährden. Mit Vorsicht zu genießen sind auch Obst und Gemüse. Auch sie enthalten sehr viele Kohlenhydrate. Die einzige Ausnahme hierbei ist Salat. Blattsalat besteht zum größten Teil aus Wasser.
 Aber keine Angst – man muss bei der Atkins Diät nicht auf alle Leckereien verzichten. Der Speiseplan sieht nicht vor, dass man nicht naschen darf. Snacken ist erlaubt. Voraussetzung ist jedoch, dass es sich um eiweißreiche Produkte handelt. Kohlenhydrate dürfen auf keinen Fall in den leckeren Häppchen enthalten sein. 
Bei der Atkins Diät sollte man darauf achten, dass man sehr viel Wasser trinkt und den zu befürchtenden Vitamin- und Mineralstoffdefiziten mit der Einnahme entsprechender Präparate entgegenzuwirken.

Rezept Ideen für die Atkins Diät

Das man nach den Regeln der Atkins Diät auch leckere Speisen zubereiten kann, zeigen die nachfolgenden Rezepte:

Das Frühstück nach der Atkins-Diät

Ei Benedikt, enthält 2,1 g Kohlenhydrate
Zutaten: 2 Eier ,2 Scheiben Schinken, 1 EL Butter, 2 EL Sauce Hollandaise, Wasser, 1 Prise Salz und etwas Essig aufkochen lassen. Die Eier aufschlagen und in das Wasser gleiten lassen. In der Zwischenzeit den Schinken auf beiden Seiten in einer Pfanne anbraten. Sobald das Eiweiß fest ist, die Eier auf den Schinken geben und mit Sauce Hollandaise beträufeln.

Das Mittagessen nach der Atkins-Diät

4 Rinderfrikadellen, enthalten je 0,5 g Kohlenhydrate
Zutaten: 200 g Hackfleisch, 100 g würziger Käse, 1 EL Sauerrahm, ½ TL Zitronensaft
Die Zutaten vermischen und daraus Frikadellen formen. Butter in der Pfanne erhitzen und die Frikadellen goldbraun braten.

Das Abendessen nach der Atkins-Diät

Butter-Brokkoli mit Parmesan, 11.4 g Kohlenhydrate
Zutaten:

 250 g frischer Brokkoli
1 Knoblauchzehe
, 1 gehäufter EL Parmesan, 
3 EL Butter
Brokkoli gründlich waschen und in kleine Röschen zerteilen. Butter in einer Pfanne schmelzen, Knoblauchstückchen anbraten, dann sofort aus der Pfanne nehmen. Nun den Brokkoli in die Pfanne geben und zugedeckt bei mittlerer Hitze ca. 10 Minuten lang erhitzen. Dabei immer wieder umrühren. Parmesan und Knoblauch hinzugeben und alles würzen. Zwei Minuten in der Pfanne garen. Danach servieren.

 

Kritik und Fazit

Positiv bei der Atkins Diät ist, dass man nicht auf Kalorien achten muss. In der ersten Phase kommt es allerdings häufig zu der sogenannten “Atkins Grippe”. Ein Unwohlsein, das sich nach einiger Zeit legt. Die Kombination von Fetten und Proteinen sättigt sehr gut, sodass das für Diäten typische Hungergefühl eingedämmt wird. Die einseitige Ernährung sorgt allerdings trotzdem für die ein oder andere unkontrollierte “Fressattacke”. Die Diät belastet die Nieren. Daher muss man unbedingt ausreichend trinken.
Tatsächlich kann man mit der Atkins Diät relativ schnell Gewicht verlieren, vor dem berühmten Jojo-Effekt kann aber auch sie niemanden bewahren. 
Ziel jeder Diät ist es, möglichst schnell und viel an Gewicht zu verlieren. Um die lästigen Pfunde auf den Hüften dauerhaft los zu werden, reicht es aber nicht, für ein paar Wochen Disziplin zu üben. Um den Erfolg einer Diät nicht allzu schnell wieder aufs Spiel zu setzen, sollte man sich ein langfristiges Konzept überlegen. Um das neue Gewicht zu halten, sollte man seinen Lebensstil dauerhaft ändern. Wichtig ist, sich immer wieder selbst zu belohnen. Es kann also hilfreich sein, nach der Diät eine kurze Phase einzuplanen, in der man sich etwas mehr gönnen darf. Aber bitte in Maßen! In alte Essgewohnheiten sollte man nicht zurückfallen. Es gilt ab sofort leichter, gesünder und bewusster zu essen. Selbstverständlich sollte man auch den Sport nicht vergessen. Bewegung tut Geist und Körper gut! Sport kann Endorphine freisetzen, die uns kleine Glücksmomente schenken.


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Jod ist nicht nur in der Schwangerschaft ein wichtiges Spurenelement, das essenziell für zahlreiche Funktionen im menschlichen Körper ist. Wachstum und Stoffwechsel hängen entscheidend von einer entsprechenden Versorgung mit Jod ab. Zu viel des Spurenelements kann wiederum schädliche Auswirkungen auf den Körper der Mutter und des ungeborenen Kindes haben.

Was ist Jod?

Jod ist wie bereits erwähnt ein Spurenelement, das vom menschlichen Körper nicht selbst gebildet werden kann. Es muss daher über die Nahrung aufgenommen werden. Das jedoch nur in geringen Mengen. Für Jugendliche und Frauen zwischen 13 und 51 Jahren empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. eine tägliche Zufuhr von 200 Mikrogramm. In der Schwangerschaft sollten 230 Mikrogramm pro Tag aufgenommen werden. In der Stillzeit sogar 260 Mikrogramm.

Jod wird in erster Linie von der Schilddrüse benötigt, um Schilddrüsenhormone produzieren und auf normalem Wege funktionieren zu können. Fehlt es oder wird stetig zu viel Jod aufgenommen, wird die Funktion der Schilddrüse gestört. Das kann sich wiederum auf den Stoffwechsel, das Wachstum, die Zellerneuerung aber auch auf das Wohlbefinden und den psychischen Zustand auswirken.

Welche Rolle spielt Jod in der Schwangerschaft?

Sowohl Mutter als auch Embryo beziehungsweise Fetus benötigen Jod in erster Linie für das Wachstum. Bei ungeborenen Kindern spielt Jod eine Rolle für:
• Regulation des Stoffwechsels
• Bildung von inneren Organen
• Entstehung des Nervensystems
• Kreislauf und Kreislauforgane
• Ausbildung der Muskulatur

Eine Unterversorgung kann daher schwerwiegende Folgen haben. Lassen Sie daher am besten schon vor der Schwangerschaft durch entsprechende Tests feststellen, ob Sie ausreichend mit Jod versorgt sind. Ist das nicht der Fall oder liegt eine Beeinträchtigung der Schilddrüse vor, kann eine zusätzliche Zufuhr oder eine medikamentöse Behandlung erforderlich sein.

In welchen Lebensmitteln ist Jod enthalten?

Jod ist vor allem in den folgenden Nahrungsmitteln enthalten:
• Jodiertes Speisesalz
• Seefisch
• Meeresfrüchte
• Algen
• Hülsenfrüchte, wie Erdnüsse
• Champignons

Aber auch Backwaren und Getränke, die mit jodiertem Speisesalz zubereitet werden, können bei der Deckung des Bedarfs helfen.

Ist zu viel Jod gefährlich?

Ebenso wie ein Mangel gefährlich werden kann, kann auch eine übermäßige Jodaufnahme Gefahren bergen. Vor der Umstellung ihrer Ernährung oder der Einnahme einer entsprechenden Nahrungsergänzung sollten Sie daher Rücksprache mit Ihrem Arzt halten. Zudem sollte die Versorgung mit dem Spurenelement regelmäßig überprüft werden, um einem Mangel ebenso vorzubeugen wie einem zu hohen Blutspiegel.


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Folsäure ist in der Schwangerschaft von besonderer Bedeutung, denn der Vitalstoff ist wichtig für die gesunde Entwicklung des Kindes und kann das Risiko lebensbedrohlicher Missbildungen reduzieren.




Was ist Folsäure?

Folsäure gehört zu den B-Vitaminen und wird auch als Vitamin B9 oder Vitamin B11 und seltener als Vitamin M bezeichnet. Der Name Folsäure oder Folat leitet sich vom Lateinischen “folium” für “Blatt” und lässt bereits erahnen, in welchen Lebensmitteln der Vitalstoff hauptsächlich enthalten ist. 
Das Vitamin ist essentiell. Das heißt, dass es vom menschlichen Körper selbst nicht hergestellt werden kann. Folsäure muss dem Organismus daher über die Nahrung zugeführt werden. Aufgrund seiner Funktionen spielt der Vitalstoff vor allem während der Schwangerschaft eine große Rolle. Auch das Wachstum und zahlreiche Vorgänge sind aber von der ausreichenden Versorgung mit dem Mikronährstoff abhängig.



Folat und Folsäure – der Unterschied

Die Begriffe Folat und Folsäure werden oftmals synonym verwendet, bezeichnen jedoch zwei unterschiedliche Formen des Vitamins. Bei Folat handelt es sich um den Vitalstoff aus natürlichen Quellen. Bei Folsäure um das synthetisch hergestellte Vitamin.



Welche Funktionen und Eigenschaften hat Folsäure?

Folat und Folsäure haben im menschlichen Körper zahlreiche Funktionen und sind an vielen Vorgängen beteiligt. Darunter:
• Beteiligung an der Verstoffwechslung von Vitaminen
• Bestandteil in zahlreichen Enzymen, vor allem bei der Synthese von Aminosäuren
• essentiell für die Teilung der DNS, also des Erbguts

Vereinfacht gesagt ist Folsäure also wichtig für das Wachstum, die Zellteilung sowie für die Fortpflanzung und die gesunde Entwicklung von Geweben und Organen. 
Die Eigenschaften des Vitamins machen eine ausreichende Aufnahme über die Ernährung aber teilweise schwierig, denn Folsäure:
• ist wasserlöslich und kann damit “ausgewaschen” werden
• ist hitzeempfindlich und zerfällt daher bei der Garung von Lebensmitteln
• ist lichtempfindlich und wird daher bei einer hellen Lagerung reduziert

Selbst sehr folatreiche Lebensmittel verlieren durch die falsche Lagerung, das Waschen und Zubereiten also an dem Mikronährstoff.



Welche Rolle spielt Folsäure in der Schwangerschaft?

Embryo und Fetus legen ein erstaunlich schnelles Wachstum an den Tag. Vor allem zu Beginn der Schwangerschaft teilen und spezialisieren sich die Zellen in einem rasanten Tempo. Folat beziehungsweise Folsäure werden aufgrund des schnellen Wachstums daher in größeren Mengen benötigt. Fehlt es, werden nicht etwa Wachstum und Zellteilung verlangsamt, sondern auf andere Art beeinträchtigt. Es kann zu schweren Fehlbildungen kommen. 

Einige der bekanntesten und zugleich lebensbedrohlichsten Missbildungen aufgrund einer Unterversorgung mit Folsäure sind die sogenannten Neuralrohrdefekte. Das Neuralrohr ist die erste Entwicklungsstufe des zentralen Nervensystems, es besteht also aus der Wirbelsäule und dem Gehirn mit den zugehörigen Nerven. Wird seine Entwicklung gestört, kann es beispielsweise zu Spina bifida kommen – dem offenen Rücken. Neben den Gefahren für das ungeborene Kind kann sich eine Unterversorgung mit Folsäure aber auch negativ auf die werdende Mutter auswirken.

Möglich ist eine Anämie, also Blutarmut. Ebenso können sich schnell teilende Zellen beeinträchtigt werden. Die Folgen zeigen sich vor allem im Verdauungstrakt und im Knochenmark.






In welchen Lebensmitteln ist Folsäure enthalten?

Wie erwähnt, leitet sich der Name des Vitamins vom Lateinischen Wort für Blatt ab und tatsächlich findet sich der Vitalstoff in grünem Blattgemüse, wie in Spinat, Kohl und Blattsalaten. Darüber hinaus aber auch in:
• Hülsenfrüchten, wie Erbsen und Bohnen
• Eigelb
• Innereien, wie Leber
• Vollkornprodukte und Weizenkleie
• Weizenkeime
• Sprossen
• Tomaten
• Kartoffeln

Wie hoch der Folatgehalt beim Verzehr noch ist, hängt aber nicht nur von der Art des Lebensmittels ab. Lagerung und Zubereitung spielen ebenfalls Rollen. Die Speisen sollten:
• dunkel und kühl gelagert werden
• schnell verarbeitet werden
• schonend gegart, beispielsweise gedünstet werden
• nicht warmgehalten werden



Ist eine Nahrungsergänzung mit Folsäure in der Schwangerschaft sinnvoll?

Für eine Ergänzung der Ernährung mit Folsäure während der Schwangerschaft sprechen einige Gründe. So zum Beispiel der erhöhte Bedarf werdender Mütter. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt Schwangeren daher, die Zufuhr von 300 Mikrogramm auf 550 Mikrogramm pro Tag zu erhöhen. Dafür müssen die Lebensmittel allerdings gezielt ausgewählt werden. Hinzukommt, dass einige Nahrungsmittel während der Schwangerschaft nicht empfehlenswert sind. Auf Leber sollte beispielsweise zumindest während des ersten Schwangerschaftsdrittels verzichtet werden. Kohl und Hülsenfrüchte können hingegen Blähungen verursachen und werden daher oftmals vom Speiseplan gestrichen. Übelkeit kann weiterhin für eine eingeschränkte Zufuhr von Nährstoffen sorgen. 

Schwangeren wird daher ausdrücklich empfohlen, Folsäure in Form eines Nahrungsergänzungsmittels zu sich zu nehmen.

Wie viel Folsäure sollten Schwangere zu sich nehmen?

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt, das Schwangere sich folatreich ernähren und zusätzlich 400 Mikrogramm Folsäure in Form eines Nahrungsergänzungsmittels zu sich nehmen. Die Einnahme sollte laut dieser Empfehlung spätestens vier Wochen vor Schwangerschaftsbeginn erfolgen.

Experten kritisieren aber, dass eine Menge von zusätzlichen 400 Mikrogramm Folsäure für die meisten Frauen nicht ausreicht, um den Zielwert rechtzeitig zu erreichen. Sie empfehlen daher, dass stattdessen 800 Mikrogramm zusätzlich zugeführt, also supplementiert, werden.

Ab wann sollte Folsäure in der Schwangerschaft supplementiert werden?

Ideal ist es, bereits bei einem bestehenden Kinderwunsch mit der Supplementierung zu beginnen. Auf diese Weise ist die ausreichende Versorgung bereits vor der Schwangerschaft sichergestellt und die Gefahr für Fehlbildungen wird erheblich reduziert. 

Allerdings ist etwa die Hälfte aller Schwangerschaften nicht geplant, was eine vorherige zusätzliche Versorgung entsprechend erschweren kann. Die Folsäure-Zufuhr sollte daher spätestens bei einem Verdacht auf eine Schwangerschaft sofort erfolgen.


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Fisch und Fleisch können auch in der Schwangerschaft wunderbare Lieferanten für eine Vielzahl wichtiger Nährstoffe sein. Mineralien, Vitamine und Eiweiß sowie – im Falle von Fisch – ungesättigte Fettsäuren sind darin enthalten, können den Speiseplan bereichern und die Versorgung erleichtern. 

Aber nicht jedes Fleisch und jeder Fisch ist während der Schwangerschaft auch sicher für das ungeborene Kind.

Fleisch in der Schwangerschaft

Wenn Sie bisher Fleisch gegessen haben, müssen Sie auch während der Schwangerschaft nicht darauf verzichten. Immerhin ist es ein wunderbarer Lieferant von Eisen und anderen Mineralstoffen sowie Vitaminen.

Achten Sie beim Verzehr aber auf die folgenden Punkte:

Keine Innereien:
In den Innereien wie Leber, Niere und Herz sind Mikronährstoffe stark konzentriert. Gerade beim Vitamin A Gehalt in Leber können diese hohen Konzentrationen aber zu Überdosierungen an Vitaminen – der sogenannten Hypervitaminose führen. Diese kann während der Schwangerschaft die Entwicklung des ungeborenen Babys stören.
Niemals roh:
Weder Carpaccio noch Tartar sollten auf dem Teller landen. Die Gefahr von Parasiten und Krankheitskeimen ist immer gegeben, während der Schwangerschaft ist das daraus resultierende Risiko aber besonders hoch. Das gilt übrigens nicht nur für Fleisch, sondern auch für Wurst und Pate.
Aus sicheren Quellen:
Massentierhaltung funktioniert nicht ohne größere Mengen Medikamente, die sich auch im Fleisch widerfinden. Bei Wild kann hingegen Blei enthalten sein. Beziehen Sie ihr Fleisch lieber aus sicheren und gesunden Quellen, wie beispielsweise von Bio-Bauern.




Meeresfrüchte und Fisch in der Schwangerschaft

Fisch ist vor allem reich an Mineralien – Vitamine und ungesättigte Fettsäuren finden sich aber ebenfalls darin. Zudem sind Fisch und Meeresfrüchte wunderbare Eiweißlieferanten. Ebenso wie beim Fleisch sollte aber wiederum auf einige Faktoren geachtet werden, denn neben den gesunden Nährstoffen können leider auch schädliche Substanzen enthalten sein:

Verzichten Sie auf großen Seefisch:
Thunfisch, Schwertfisch, Königmakrele – sehr große Seefische nehmen oft größere Mengen an Quecksilber und anderen schädlichen Substanzen auf.
Kleinere Seefische, wie Heringe oder auch Fisch aus Süßwasser sind in dieser Hinsicht sicherer.
Ist Räucherfisch sicher?:
Das kommt darauf an, wie der Fisch geräuchert wurde. Bei kaltgeräuchertem Fisch können sich immer noch Bakterien und Parasiten finden. Konservierte Räucherware oder heiß geräucherter Fisch ist sicherer.
Niemals roh:
Sushi und rohe Meeresfrüchte, wie Austern, sollten während der Schwangerschaft nicht verzehrt werden. Selbiges gilt für Fisch und Meeresfrüchte, die nicht vollständig durchgegart sind. Wiederum ist bei diesen das Risiko für Parasiten und Krankheitserreger sehr hoch.

Worauf muss ich bei Fleisch und Fisch in der Schwangerschaft achten?

Weder Fleisch noch Fisch müssen vollständig vom Speiseplan gestrichen werden. Sie sollten in der Schwangerschaft aber vermehrt auf die folgenden Punkte achten:

Hygiene:
Vor allem bei Geflügelfleisch aber auch bei anderen Fleischsorten und Fisch ist ein hygienischer Umgang entscheidend. Vermeiden Sie Kontakt zwischen rohem Fleisch und Fisch und anderen Zutaten. Waschen Sie sich nach der Zubereitung gründlich die Hände und alle verwendeten Utensilien. Verpacken Sie Fleisch und Fisch auch bei der Lagerung im Kühlschrank entsprechend, um den Kontakt zu anderen Lebensmitteln zu vermeiden.
Richtiges Lagern:
Eine durchgängige Kühlung ist sowohl für Fisch als auch für Fleisch entscheidend für den sicheren Verzehr. Verwenden Sie für den Transport nach dem Einkauf Kühltaschen und frieren sie aufgetaute Lebensmittel nicht erneut ein.
Richtiges Garen:
Rohes Fleisch und roher Fisch sind während der Schwangerschaft tabu. Denn das Risiko für bakterielle Infektionen sowie die Aufnahme von Parasiten ist bei diesen Lebensmitteln im Rohzustand sehr hoch. Sie sollten daher auch bei der Zubereitung darauf achten, dass Fisch und Fleisch komplett durchgegart werden. Verzichten Sie auf blutige Steaks und Kurzgebratenes.
In Maßen essen:
Auch richtig gelagertes Fleisch und korrekt gegarter Fisch können für die Gesundheit des ungeborenen Kindes abträglich sein, wenn sie in großen Mengen verzehrt werden. Studien zeigen, dass werdende Mütter mit einem hohen Fleischkonsum häufiger Kinder zur Welt bringen, die später im Leben unter kardiovaskulären Problemen leiden. Große Mengen Seefisch und Meeresfrüchte können hingegen zu Vergiftungen führen. Verzehren Sie Fleisch und Fisch daher nicht täglich, sondern lediglich zwei bis maximal dreimal pro Woche.


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Füsse im Gras

Ratgeber Nagelpilz- was Sie über die Pilzinfektion wissen müssen

Er ist lästig … und viel häufiger als Sie vielleicht denken! Die Rede ist von Nagelpilz (med. Nagelmykose), einer schmerzhaften Pilzinfektion, an der allein in Europa ungefähr 5 bis 12 % der Bevölkerung leiden. Als Betroffener sind Sie also in guter Gesellschaft. Die gute Nachricht: Mit der richtigen Vorbeugung kann man unangenehmen Beschwerden wie unschön aussehenden Nägeln und Juckreiz an den betroffenen Finger- oder Fußnägeln verhindern. Sollte es dennoch zu einem Befall mit Nagelpilz kommen, gibt es inzwischen diverse Behandlungsmöglichkeiten und Mittel, mit denen Sie den Pilz schnell wieder loswerden. In diesem Artikel zeigen wir Ihnen, was Sie bei einer akuten Nagelpilzerkrankung unternehmen können, wie die optimale Nagelpilzprophylaxe aussieht und welche medizinischen Methoden sich bei der Behandlung von Nagelpilz bewährt haben.

Ursachen von Nagelpilz

Allgemein wirkt sich eine feucht-warme Umgebung positiv auf die Entstehung von Nagelpilz aus, da sich Pilzkulturen in diesem Ambiente besonders wohlfühlen. Deshalb ist eine Nagelpilzinfektion an den Fußnägeln deutlich häufiger als an den Fingernägeln. Aus demselben Grund sind auch Sportler besonders empfänglich für Nagelpilz, da sie sich des Öfteren in öffentlichen Umkleiden und Schwimmbädern aufhalten und auch verschwitzte Sportschuhe den Pilzerregern hervorragende Lebensbedingungen bieten. Auch eine genetische Disposition sowie diverse Erkrankungen können die Wahrscheinlichkeit eines Pilzbefalls erhöhen. Zu den Risikogruppen gehören u.a.:

  • Diabetiker (Diabetes Mellitus)
  • Personen, die bereits an anderen Nagelerkrankungen (z.B. Ekzemen) oder Fußpilz erkrankt sind
  • Menschen mit Durchblutungsstörungen
  • alte Menschen

Symptome der Nagelmykose

Wenn man die typischen Nagelpilzanzeichen kennt, kann die Infektion bereits sehr früh festgestellt und mit einer dementsprechenden Behandlung begonnen werden.

Ist es Nagelpilz? – Erste Hinweise für eine Nagelmykose

In der Regel mach sich die Infektion zunächst am vorderen Teil des Nagels bemerkbar und breitet sich nach und nach auf den übrigen Nagel aus. Dabei beginnt sich die Struktur des Nagels zu verändern und das Keratin, also der Stoff, aus dem sowohl unsere Nägel als auch unsere Haare bestehen, löst sich immer weiter auf.
Es bilden sich weiße Streifen oder Flecken sowie luftgefüllte Hohlräume. Im Endstadium verdickt sich der befallene Nagel und nimmt eine weiße oder auch gelb-braune Farbe an. An welcher Stelle eine Infektion mit Nagelpilz zuerst auftritt, hängt in erster Linie davon ab, welcher Pilzerreger für die Erkrankung verantwortlich ist. Handelt es sich hierbei um einen Hefepilz, beginnt die Infektion nicht am Nagelrand, sondern eher am Nagelbett. Später wird der Nagel zunehmend rau, brüchig oder gar krümelig.

Nagelpilz- schnell handeln lautet die Devise

Darüber hinaus kann Nagelpilz starke Schmerzen, aber auch Juckreiz verursachen. Nicht selten führt die Pilzerkrankung dazu, dass die betroffenen Finger und/oder Zehen nur eingeschränkt „einsatzfähig“. Wird die Erkrankung nicht rechtzeitig behandelt, kann der infizierte Nagel auch komplett ausfallen. Ebenso ist es möglich, dass sich die Infektion auch auf andere Nägel ausweitet. 

Daher die typischen Nagelpilz-Anzeichen noch einmal im Überblick:

  • Brüchige Nägel oder Abspaltung der Nagelschichten
  • Weiße Flecken oder auch Streifen
  • Weiße oder gelbbraune Verfärbungen
  • Verdickung des Nagels
  • Entzündungen des Nagelbettes

Diagnose – Feststellen der Nagelpilzinfektion

Vermuten Sie, möglicherweise an Nagelpilz erkrankt zu sein, empfiehlt es sich, möglichst bald einen Arzt aufzusuchen. Dieser kann nicht nur herausfinden, ob Ihre Nägel tatsächlich von Nagelpilz befallen sind, sondern auch andere Erkrankungen als Auslöser für Ihre Beschwerden auslösen.

1. Bestimmung der Pilzerreger im Labor

Eine zweifelsfreie Diagnose kann ausschließlich im Rahmen einer mikroskopischen Untersuchung gestellt werden. Hierfür wird zunächst ein Teil des infizierten Nagels abgeschabt und anschließend im Labor untersucht. Danach kann anhand weitere Laboranalysen der genaue Pilzerreger bestimmt werden, was für die anschließende Behandlung mit einem geeigneten Antimykotikum von enormer Bedeutung ist.

2. Die molekulare Diagnostik

Der Nachteil der herkömmlichen Untersuchung des Pilzes im Labor ist allerdings, dass die hierfür erforderliche Heranzüchtung der Pilzkulturen mehrere Wochen in Anspruch nehmen kann. Zudem sind die Ergebnisse oft unzuverlässig. Deshalb hat sich inzwischen die sogenannte molekulare Diagnostik immer weiter etabliert. Das von Forschern der Universität Dresden entwickelte Verfahren liefert nicht nur eindeutigere Diagnoseergebnisse, sondern kann außerdem in einem Zeitraum von 2-3 Tagen durchgeführt werden.

Nagelpilz-Behandlung

Zum Glück gibt es heutzutage eine Reihe an Behandlungsmöglichkeiten, um eine Nagelpilzinfektion in absehbarer Zeit in den Griff zu bekommen und effektiv zu bekämpfen. die Mittel zur Behandlung von Nagelpilz bezeichnet man allgemein als Antimykotika.

Salben, Cremes und Lacke- Diese Nagelpilzmittel stehen Ihnen zur Verfügung

Antimykotika sind in Form von Salben, Cremes oder Tinkturen und Lacken frei in der Apotheke erhältlich. Letztere werden direkt auf den infizierten Nagel aufgetragen, wobei für gewöhnlich mehrere Wochen verstreichen, bis eine Besserung der Beschwerden eintritt. Welches Medikament sich Einzelfall am besten für die Nagelpilz-Behandlung eignet, ist unter anderem auch vom jeweiligen Pilzerreger abhängig. Ein weiterer Grund, warum die ärztliche Untersuchung des Pilzes für eine erfolgreiche Therapie dringend erforderlich ist.

Schnell und unkompliziert Kombipräparate

Kombipräparate, wie das Canesten® EXTRA Nagelset, zeichnen sich nicht nur durch ihre einfache Anwendung, sondern auch die kurze Behandlungsdauer von lediglich 2-4 Wochen aus. Danach ist der Nagelpilz in den meisten Fällen komplett verschwunden. Scheuen Sie sich im Zweifelsfall nicht, Ihren Arzt oder Apotheker um Rat zu fragen.

Vorbeugung und Schutz vor Nagelmykose

Bereits mit einfachen grundlegenden Maßnahmen können Sie das Risiko, in Zukunft an Nagelpilz zu erkranken deutlich reduzieren:

  • Tragen Sie in öffentlichen Einrichtungen stets Badeschlappen oder Hausschuhe.
  • Setzen Sie auf die altbewährte Kochwäsche, um Pilzerreger im Vorfeld abzutöten.
  • Entscheiden Sie sich beim Kauf von Schuhen und Socken für atmungsaktive, natürliche Materialien

So machen Sie den Pilzerregern das (Über-) Leben schwer

Da die meisten Pilzerreger feucht-warme Umgebungen bevorzugen, kommt es gerade in Schwimmbädern und Saunen besonders schnell zu einer Ansteckung mit Nagelpilz. Gehen Sie lieber auf Nummer sicher und vermeiden Sie es an diesen Orten barfuß zu gehen. Gewöhnen Sie sich außerdem an, Handtücher, Badematten, aber auch Socken und Bettwäsche mindestens bei 60°C zu waschen. Auf diese Weise werden eventuell vorhandene Pilze abgetötet und die Gefahr einer Infektion wird verringert.

Nagelpilz vorbeugen- mit dem richtigen Schuhwerk

Achten Sie darauf, sowohl im Alltag als auch beim Sport bequeme und gutsitzende Schuhe zu tragen, die weder drücken noch allzu eng anliegen. Idealerweise sollten Ihre Schuhe aus einem atmungsaktiven Material bestehen. Gut geeignet sind beispielsweise Schuhe aus Leder oder modernen Mikrofasern. Wenn möglich empfiehlt es sich, Schuhe täglich zu wechseln. So haben die verschiedenen Paare ausreichend Zeit, um nach dem Tragen vollständig zu trocknen. Turnschuhe sollten Sie nur für den Sport anziehen.

Hygiene und Nagelpflege

Gerade für an Diabetes Mellitus erkrankte Menschen sollte, abgesehen von einer umfassenden ärztlichen Betreuung und einer konsequenten Kontrolle der Blutzuckerwerte, auch eine regelmäßige und gründliche Nagelpflege selbstverständlich sein. Auch, wenn Sie sich bereits mit Nagelpilz infiziert haben, ist eine tägliche, gründliche Reinigung der Nägel das A und O. Dabei sollten Sie

  • Handtücher täglich wechseln
  • Ihre Hände nach Kontakt mit den infizierten Hautstellen gründlich waschen
  • auch die verwendeten Nagelscheren und -Pfeilen sorgfältig reinigen

Andernfalls besteht neben einer erhöhten Ansteckungsgefahr auch die Möglichkeit, andere Menschen mit Nagelpilz zu infizieren.

 

Fazit zum Thema Nagelpilz

Nagelpilz ist zwar keine schwere, aber dennoch eine sehr unangenehme, hoch ansteckende und somit auch weit verbreitete Infektionskrankheit, die vor allem in Europa häufig auftritt. So leiden hierzulande ca. 5-12 % der Bevölkerung an einer Nagelpilzerkrankung. Mit zunehmendem Alter steigt auch das Infektionsrisiko. Doch auch diverse Stoffwechselkrankheiten wie z.B. Diabetes Mellitus können das Risiko einer Nagelpilzinfektion erhöhen. Zudem begünstigt eine feucht-warme Umgebung die Übertragung der Nagelpilzerreger, sodass an diesen Orten eine Ansteckung wahrscheinlicher wird. Besteht der Verdacht auf eine Infektion mit Nagelpilz, kann der Hausarzt die Erkrankung mikroskopisch oder im Laber diagnostizieren. Einmal erkannt, kann der Nagelpilz relativ unkompliziert mithilfe spezieller Cremes und Salben behandelt werden. Durch eine gründliche Hygiene und der Verwendung von Badeschlappen und Hausschuhen kann einer Infektion zusätzlich vorgebeugt werden.


Bildnachweis
Beitragsbild: © lisalucia / Fotolia

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