Author

Susanne Koch

Sanfte Bewegung hilft wirkungsvoll gegen Muskelkater

5 wirkungsvolle Tipps gegen Muskelkater

Muskelkater ist schmerzhaft. Das muss nicht sein. Unsere top 5 Tipps gegen Muskelkater sind wirkungsvoll und sorgen dafür, dass die Schmerzen innerhalb eines kurzen Zeitraums vorübergehen.

Wie entsteht Muskelkater?

Einen Muskelkater können Sie sich zuziehen, wenn Sie Sport getrieben oder sich körperlich stark betätigt haben. Eine einseitige Belastung der Muskeln fördert die Entstehung von Muskelkater. Kleinste Fasern entzünden sich oder sie reißen ein. In der Folge verspüren Sie bereits einige Stunden nach dem Training einen Schmerz, der bis zu einer Woche anhalten kann. Auch wenn Sie den betreffenden Bereich am liebsten schonen würden, sollten Sie sich dagegen entscheiden. Einer der wichtigsten und wirkungsvollsten Tipps gegen Muskelkater ist daher die Bewegung.

Vorbeugung gegen den Muskelkater

Theoretisch benötigen Sie gar keine Tipps gegen Muskelkater, wenn Sie versuchen, diesen gar nicht erst entstehen zu lassen. Dass dies nicht immer gelingt, beweisen Leistungssportler, die nach einem Wettkampf oder einem Training auch unter einem Muskelkater leiden. Wenn man davon ausgeht, dass Sportler eine optimale Betreuung bekommen, sollte man denken, dass sie wissen, wie ein Muskelkater vermieden werden kann. Die Antwort auf die Frage, warum auch professionell betreute Leistungssportler einen Muskelkater bekommen, ist sehr einfach: Es ist nicht möglich, einen Muskelkater vollkommen zu verhindern. Sehr schnelle und ruckartige Bewegungen oder eine einseitige Belastung reichen schon aus, um einzelne Muskeln über Gebühr zu belasten. In der Folge werden die Fasern beschädigt.

Um das Risiko so klein wie möglich zu halten, sollten Sie folgende Tipps gegen Muskelkater beherzigen. Dies gilt nicht nur für Leistungs- oder Freizeitsportler. Auch wenn Sie eine größere körperliche Herausforderung meistern müssen, weil es aus beruflichen oder privaten Gründen von Ihnen verlangt wird, sollten Sie die Tipps gegen Muskelkater kennen und entsprechend vorbeugen.

Tipps gegen Muskelkater

TIPP 1

Gründliches Aufwärmen der Muskeln

Muskelfasern sind im Ruhezustand hart und zusammengezogen. In diesem Zustand können Verletzungen am leichtesten auftreten. Aus diesem Grund sollten Sie Ihre Muskeln vor dem Training gründlich erwärmen. Die Fasern weiten sich, sie werden größer und sind auf diese Weise vor Beschädigungen wirksamer geschützt.

TIPP 2

Zufuhr von Magnesium und Mineralstoffen

Nehmen Sie Magnesium ein und achten Sie auch auf eine ausreichende Zufuhr von Kalium und Kalzium. Diese Mineralstoffe fördern die Regeneration der Muskeln nach dem Training. Sie können einen Muskelkater nicht verhindern, aber wenn sich die Fasern schnell regenerieren, haben sie die Möglichkeit, kleine Beschädigungen schneller zu reparieren.

TIPP 3

Leichtes Anschlusstraining nach starker körperlicher Belastung

Hören Sie nach der starken körperlichen Belastung durch den Sport nicht sofort mit dem Training auf. Wichtig ist, dass Sie ein leichtes Anschlusstraining absolvieren. So bekommen die Muskeln Zeit, sich nach der starken Belastung gut zu regenerieren. Sie fahren die Belastung nicht plötzlich auf Null herunter. Die Fasern bilden sich langsamer zurück, was für die Vorbeugung eines Muskelkaters von Vorteil ist.

TIPP 4

Bürstenmassage nach der sportlichen Betätigung

Eine Bürstenmassage fördert die Durchblutung der Haut und damit auch der darunter liegenden Muskelpartien. Verbinden Sie die Massage mit einem warmen Bad oder einer Dusche. Wenn sich die Muskeln gut regenerieren können, tritt ein Muskelkater nicht so schnell auf.

TIPP 5

Anwendung von pflanzlichen Salben

Tragen Sie nach dem Ende der sportlichen Betätigung pflanzliche Salben auf die Hautpartien auf, deren darunter liegende Muskeln besonders beansprucht wurden. Pferdesalbe, aber auch Salben mit Extrakten aus der Latschenkiefer oder der Muskatnuss sind sehr hilfreich. Die Salben kühlen die Haut, was sich nach starker körperlicher Belastung sehr angenehm anfühlt. Sie dringen tief in die Muskulatur ein und sorgen dafür, dass sie sich schneller regenerieren kann. In der Folge werden die Fasern beruhigt und ein Muskelkater kann sich nicht so leicht ausbilden.

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Nüsse enthalten viel Magnesium

Magnesium gegen Muskelkater – Tipps zur Vorbeugung und Beschwerdelinderung

Ein Muskelkater entsteht, wenn die empfindlichen Fasern der Muskulatur auf ein Übermaß beansprucht werden. Besonders häufig verspüren Sie den Schmerz nach einer sportlichen Betätigung. Aber auch eine starke körperliche Anstrengung oder eine einseitige Belastung von verschiedenen Muskelgruppen kann das Auftreten eines Muskelkaters begünstigen. Sie können vorbeugen, indem Sie auf eine gleichmäßige Belastung der Muskelgruppen achten und sich vor jeder sportlichen Betätigung gut erwärmen. Mitunter wird auch Magnesium gegen Muskelkater empfohlen. Richtig ist, dass der Körper gerade bei sportlicher Betätigung einen hohen Bedarf an Magnesium hat. Magnesium gegen Muskelkater ist aber kein Rezept, das wirklich hilft, denn das Magnesium hat mit dem Muskelkater direkt nicht zu tun. Ein Überschuss an Magnesium im Körper verhindert keinen Muskelkater. Gleichermaßen ist ein Mangel an Magnesium nicht die Ursache für einen Muskelkater.

Ursachen für einen Muskelkater

Die Ursachen für die Entstehung eines Muskelkaters waren lange umstritten. Man war der Meinung, dass es durch die hohe Beanspruchung zu einer Übersäuerung der Muskeln kommen könnte. Dies wurde inzwischen widerlegt.

Die Muskeln bestehen aus vielen kleinen Fasern, die sehr dehnbar sind. Im Ruhezustand werden sie fest und ziehen sich zusammen. Wenn Sie trainieren, werden die Muskeln warm, größer und weicher. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass Sie sich vor dem Training sehr gut aufwärmen. Dies ist eine der wichtigsten Maßnahmen, um einem Muskelkater vorzubeugen. Da auch Profisportler immer wieder Muskelkater bekommen, ist dies ein Indiz dafür, dass ein Muskelkater nicht ganz verhindert werden kann. Er entsteht, wenn kleinste Fasern durch hohe Belastung anschwellen, sich entzünden oder einreißen. Dabei spricht man jedoch nicht von einem Muskelfaserriss. Die kleinen Einrisse heilen von selbst wieder aus.
Ursache ist eine starke oder einseitige Belastung der betroffenen Muskeln. Gerade wenn sie kalt und eng zusammengezogen sind, kann es schnell zu einer Beschädigung kommen. Ein Muskelkater ist jedoch harmlos und heilt von selbst wieder aus. Sie brauchen keinen Arzt zu konsultieren, es sei denn, Sie vermuten hinter den starken Schmerzen eine ernsthafte Erkrankung. Dann sollten Sie dies ärztlich abklären lassen.

Magnesium gegen Muskelkater – Bedeutung der Mineralien für den Körper

Magnesium gehört zu den Mineralstoffen, die der Körper braucht. Es wird mit der Nahrung aufgenommen. Wenn Sie sich stark sportlich betätigen, steigt der Bedarf an Magnesium an. Das Mineral ist sehr wichtig, wenn der Körper nach dem Ende der sportlichen Betätigung wieder regeneriert. Die Muskeln kühlen wieder ab und bilden sich zurück. Aber auch während des Sports sollte auf einen stabilen Magnesiumspiegel geachtet werden. Magnesium kann nicht unbedingt zur Schmerzreduzierung bei Muskelkater helfen, aber das Mineral hilft bei der Vorbeugung gegen Krämpfe und Verspannungen. Aus diesem Grund nehmen Sportler Magnesium in oft Form von Tabletten oder Pulver ein.

Wenn Sie beim Sport sehr stark schwitzen, scheiden Sie Magnesium aus. Dies fehlt Ihrem Körper. In der Folge können sich die Muskeln nicht optimal regenerieren. Es kann zu Krämpfen kommen, die während des Sports hinderlich sind oder diesen sogar vollkommen unmöglich machen können. Achten Sie deshalb darauf, dass Sie Ihren Magnesiumspiegel halten. Dies erreichen Sie mit der Aufnahme von Nahrung, die reich an Magnesium ist. Hierzu zählen beispielsweise Nüsse, Hülsenfrüchte oder Vollkornprodukte. Sie dürfen das Mineral jedoch auch in Form von Tabletten, Pulvern oder Sportlernahrung zuführen. Selbst wenn Sie Leistungssportler sind, ist dies nicht verboten. In jedem Fall tun Sie Ihrem Körper jedoch etwas Gutes, wenn Sie auf einen ausgeglichenen Magnesiumspiegel achten. Auch wenn Magnesium nicht automatisch gegen Muskelkater hilft, beugen Sie Krämpfen oder Zerrungen doch ganz gezielt vor.

Magnesium bei Muskelkater – Konsequenzen aus einem Magnesiummangel

Die Beschädigung der Muskelfasern, die zu einem Muskelkater führen, können durch Magnesium nicht geheilt werden. Magnesium gegen Muskelkater hilft auch nicht vorbeugend. Wenn Sie Ihren Körper jedoch mit ausreichend Magnesium versorgen, kann er sich nach der sportlichen Betätigung einfacher regenerieren. Sollte hingegen ein Magnesiummangel vorliegen, zum Beispiel weil es nicht ausreichend durch die Nahrung zugeführt wurde oder aufgrund erhöhter Schweißproduktion beim Training verloren wurde, wird die Regeneration der Muskeln verlangsamt. So hilft Magnesium gegen Muskelkater insofern, als dass es die Regeneration der Muskeln fördert. Sie erholen sich schnell von der sportlichen Betätigung. In der Folge kann der Heilungsprozess für die zerstörten Fasern, die für den Muskelkater ursächlich sind, schneller einsetzen.

Magnesium gegen Muskelkater als Vorbeugung?

Magnesium gegen Muskelkater kann der direkten Vorbeugung nicht dienen. Sie versorgen jedoch Ihre Muskeln durch die Zufuhr von Magnesium mit einem der wichtigsten Mineralstoffe. So unterstützen Sie nicht nur Ihre individuelle Leistungsfähigkeit. Sie sorgen auch dafür, dass Magnesium gegen Muskelkater hilft, weil der Regenerationsprozess beschleunigt wird. In der Folge beruhigen sich die einzelnen Muskelfasern schneller und der Heilungsprozess kann eher einsetzen.

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Zerrung am Knie

Zerrungen – Vorbeugung und wirksame Behandlung

Zerrungen gehören zu den typischen Sportverletzungen, können aber auch im Alltag oder bei der Arbeit entstehen. Sie betreffen meist einzelne Muskeln oder Gelenkbänder. Eine unbedachte Bewegung oder das Laufen auf einem unwegsamen Gelände können schon ausreichen, um eine Zerrung zu verursachen. Oftmals heilt eine Zerrung von allein aus und braucht keine spezielle ärztliche Behandlung. Mit kühlenden und entzündungshemmenden Salben können Sie helfen, die Beschwerden zu verringern. Sind die Schmerzen jedoch sehr stark, ist der betreffende Bereich angeschwollen oder sind starke Einschränkungen in der Bewegung zu spüren, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Es ist abzuklären, ob es sich nicht beispielsweise um einen Bänderriss handelt, der einer dringenden ärztlichen Behandlung bedarf.

Was ist eine Zerrung?

Wie es der Name bereits verrät, kommt es bei Zerrungen zu einer Überdehnung von Muskeln oder Bändern, die sich an den Gelenken befinden. Dabei kann es zu winzigen Verletzungen an einzelnen Fasern kommen oder die Fasern reißen ein. In dem überdehnten Bereich können einzelne Fasern auch anschwellen. Es kommt zu kleinen Entzündungen. Grundsätzlich handelt es sich bei den Zerrungen nicht um eine ernsthafte Erkrankung. Die Beschwerden ähneln häufig einem Muskelkater. Sie sind jedoch stärker lokalisiert. Während sich der Muskelkater in der Regel erst einige Stunden nach der sportlichen Betätigung oder körperlichen Belastung bemerkbar macht, verspüren Sie den Schmerz nach den Zerrungen sofort. Daher lässt sich in der Regel auch definieren, was die Zerrung ausgelöst hat.

Abhängig von der Art und Schwere der Überdehnung kann das Gelenk oder der betroffene Bereich anschwellen. Eventuell nehmen lassen sich Bewegungseinschränkungen wahrnehmen. Der Schmerz kann vor allem im ersten Moment sehr stark sein. Er klingt jedoch rasch an, wenn Sie das Gelenk oder die betroffene Gliedmaße für eine Zeitlang ruhigstellen.

Symptome von Zerrungen

Eine Zerrung macht sich durch einen plötzlich auftretenden heftigen Schmerz bemerkbar. Oftmals haben Sie unmittelbar vor dem Auftreten des Schmerzes eine heftige oder falsche bzw. gänzlich ungewohnte Bewegung gemacht. Vielleicht sind Sie mit dem Fuß umgeknickt oder beim Laufen an einen Stein geraten. Auch Kuhlen oder Unebenheiten im Boden können ein heftiges Umknicken zur Folge haben. Die Bänder im Sprunggelenk werden durch die plötzliche Bewegung sehr stark beansprucht. Die Fasern dehnen sich sehr stark und reißen an einigen Stellen ein. Sie können auch anschwellen, sodass es zu einem entzündlichen Prozess kommt. In der Folge schwillt das Gelenk an. Die Haut über der betroffenen Stelle kann sich warm anfühlen oder gerötet sein. Auch dies ist eine Folge der Zerrung.

Mit den Zerrungen sehr nahe verwandt sind Prellungen. Auch hier werden die Fasern der Muskeln in einem plötzlichen Prozess stark beansprucht und nehmen einen Schaden. Die Symptome sind somit denen der Zerrung sehr ähnlich. Anders als bei einer Zerrung, kommt es jedoch nicht zur Überdehnung, sondern zu einem starken Stoß. Dieser kann Ursache eines Sturzes sein. Auch bei Unfällen kommt es häufig zu Prellungen.

Mögliche Ursachen für eine Zerrung

Zerrungen können ganz verschiedene Ursachen haben. Häufig ziehen sich gerade Sportler eine Zerrung zu. Ballsportarten, wie Fußball, Handball oder Tennis sowie Laufsportarten, bei denen die Gliedmaßen sehr stark bewegt werden, sind für Zerrungen besonders anfällig. Aufgrund schneller Reaktionen, werden die Gelenke bei diesen Sportarten sehr stark belastet werden. Vollkommen auf den Ball fokussiert, wird dabei die Schonung der Gelenke oft vernachlässigt.

Wenn Sie eine Laufsportart betreiben, kommt es sehr häufig im Sprunggelenk zu Zerrungen. Diese sind meist eine Folge des Umknickens. Eine entsprechende Gefahr für eine Zerrung besteht aber auch im Alltag. Wenn Sie eine Unebenheit übersehen, können Sie schnell mit dem Fuß wegknicken. Gerade das Schuhwerk spielt dabei eine nicht geringe Rolle. Viele Frauen tragen gern sehr hohe Schuhe. Was toll aussieht, ist für die Gesundheit der Füße nicht so optimal. Eine kleine Unachtsamkeit reicht bereits aus, und Sie verlieren auf den hohen Absätzen ihren Halt. Viele Zerrungen sind auf das Tragen von ungünstigem Schuhwerk zurückzuführen.

Grundsätzlich folgen Zerrungen auf eine Überdehnung der Bänder. Auch Muskeln können sich überdehnen. Dies betrifft sehr häufig die Muskeln in den Oberarmen und in den Oberschenkeln. Auch hier gilt die sportliche Betätigung sehr häufig als Auslöser. Bei Sportarten, die eine hohe Beanspruchung in den Armen oder den Beinen zur Folge haben, kommt es immer wieder zu Zerrungen in den verschiedenen Muskelpartien.

Behandlung einer Zerrung

Die meisten Zerrungen sind harmlos und heilen von allein wieder aus. In dem Moment, in dem das Gelenk überdehnt wird, verspüren Sie einen heftigen Schmerz. Dieser hemmt sie, und so werden Sie das betroffene Gelenk oder die Gliedmaße von sich aus ruhigstellen. Dies ist auch wichtig, denn so bekommen die geschädigten Fasern die Möglichkeit, sich wieder zu regenerieren. Eine sofortige Kühlung des betroffenen Bereiches ist sehr wirksam. Ein Eisverband oder ein kühlendes Tuch sorgt dafür, dass der Bereich nicht so stark anschwellen kann. Entzündliche Prozesse werden durch das Kühlen aufgehalten. Sie verspüren auch Linderung bei den Schmerzen, die durch die Zerrungen verursacht werden können.
Im Verlauf helfen kühlende Salben, die Sie auf die Haut über dem betroffenen Bereich auftragen. Diese ziehen tief in die Muskulatur ein. Die Fasern werden weich und können sich sehr gut erholen. Tragen Sie die Salbe regelmäßig auf, denn so beschleunigen Sie den Heilungsprozess.

Sie sollten sich einige Tage Schonung gönnen und das Gelenk oder die von den Zerrungen betroffene Muskulatur nicht so schnell wieder voll beanspruchen. Wenn Sie wieder in das Training einsteigen, ist es empfehlenswert, wenn Sie einen stützenden Strumpf oder einen Druckverband tragen. Beides hilft, die Schmerzen zu lindern. Außerdem bewirkt der stützende Verband, dass das Gelenk oder die von den Zerrungen betroffene Muskulatur nicht wieder einer falschen Bewegung ausgesetzt ist. Sie können den stützenden Strumpf auch während Ihrer ersten Trainingsaktivitäten tragen.

Wann Zerrungen dem Arzt vorgestellt werden sollten

Der Gang zum Arzt wird notwendig, wenn sich die Beschwerden nicht bessern. Normalerweise klingt der Schmerz recht schnell wieder ab. Eine Kühlung sorgt dafür, dass sich eine Schwellung nicht zu stark ausprägen kann. Wenn Sie den von den Zerrungen betroffenen Bereich für einige Stunden ruhig halten, sollten Sie eine schnelle Besserung verspüren.
Wenn die Schmerzen sehr schlimm werden, wenn der Bereich sehr stark anschwillt oder sich verfärbt, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Gleiches gilt, wenn Sie nicht mehr auftreten können oder wenn der betroffene Bereich vollkommen bewegungsunfähig ist. Halten die Schmerzen für mehr als zwei Tage an, ist die Konsultation eines Arztes ebenfalls ratsam. Es sollte ausgeschlossen werden, dass es sich um einen Bruch des Knochens oder um einen Bänderriss handelt. Beides benötigt eine fundierte ärztliche Behandlung, um Spätschäden zu vermeiden. Zerrungen werden im bildgebenden Verfahren wie dem Röntgen oder dem MRT oftmals nicht dargestellt. Brüche oder Bänderrisse können hingegen sofort diagnostiziert werden. Aus diesem Grund wird der Arzt ein solches bildgebendes Verfahren einsetzen. Sollte sich der Verdacht auf das Vorliegen von Zerrungen der Muskeln bestätigen, bekommen Sie Medikamente verschrieben, die Ihre Schmerzen lindern.

Zerrungen – wie können Sie vorbeugen?

Sie haben verschiedene Möglichkeiten, Zerrungen vorzubeugen. Wenn Sie sich sportlich betätigen, sollten Sie darauf achten, dass der Untergrund so beschaffen ist, dass Sie die Verletzungsgefahr minimieren. Dies gilt vor allem für Laufsportarten. Beim Ausüben von Ballsportarten können Sie die betroffenen Gelenke durch spezielle Tapes oder stützende Strümpfe stabilisieren. Dies gilt vor allem dann, wenn Sie bereits vorher von Zerrungen betroffen waren. Die Bänder bilden sich oftmals nicht mehr optimal zurück. In der Folge kommt es häufiger zu Zerrungen, die in anhaltende Beschwerden übergehen können. Entscheiden Sie sich für das Tragen von stützenden Strümpfen, um einer erneuten hohen Beanspruchung vorzubeugen. Alternativ helfen Salben, die beanspruchten Muskeln zu schonen. Dabei hat sich beispielsweise Pferdesalbe besonders bewährt. Achten Sie außerdem darauf, sich vor der sportlichen Betätigung gut aufzuwärmen. Die Muskeln werden durch das Aufwärmen größer und weicher. So halten sie einer höheren Belastung und Beanspruchung besser stand.

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Frau hat Rückenschmerzen

Rückenschmerzen – Volksleiden mit vielschichtigen Ursachen

Rückenschmerzen können in jedem Lebensalter auftreten. Die Ursachen sind sehr vielfältig. Rückenschmerzen können eine Folge von Erkrankungen oder Unfällen sein. Zu wenig oder zu viel Bewegung kann die Schmerzen auslösen. Aber auch angeborene Leiden, eine falsche Bewegung oder eine zu hohe Beanspruchung des Rückens verursachen die Schmerzen. Übergewicht ist ein weiterer wichtiger Faktor, der für Rückenschmerzen auslöst. Dies gilt insbesondere dann, wenn der Bauchumfang sehr hoch ist. Daher können auch Schwangere in den letzten Wochen vermehrt unter Rückenschmerzen leiden. Die Erkrankung wird auch als Volksleiden bezeichnet, weil Männer und Frauen in jedem Lebensalter betroffen sein können. Oftmals ist die Stellung einer Diagnose schwierig, weil so viele Ursachen für das Rückenleiden infrage kommen. Ernsthafte Erkrankungen stecken jedoch nur sehr selten dahinter.

Allgemeine Ursachen für Rückenschmerzen

Rückenschmerzen treten auf, wenn die Muskeln oder der Bewegungsapparat belastet sind. Aber auch Erkrankungen oder Fehlhaltungen können Auslöser für Rückenschmerzen sein. Unterschieden werden Schmerzen, die ganz plötzlich auftreten, von solchen, die immer wiederkehren oder gar nicht mehr aufhören. Drüber hinaus gibt auch Beschwerden, die von einer bestimmten Haltung oder einer spezifischen Bewegung abhängig sind. Manche bekommen Rückenschmerzen, wenn sie lange stehen oder sitzen. Bei anderen werden die Rückenschmerzen durch Stöße ausgelöst, etwa wenn sie mit ihrem Fahrrad durch ein Schlagloch fahren.

Rückenschmerzen sind oftmals im Lendenwirbelbereich lokalisiert. Die Wirbel sind an dieser Stelle durch unseren aufrechten Gang besonders belastet. Zwischen zwei Wirbeln befindet sich eine Bandscheibe. Diese sorgt dafür, dass die Wirbel bei einer Bewegung nicht aneinander reiben können. Die Wirbelsäule umschließt wiederum das Rückenmark, von dem zahlreiche Nervenenden abgehen. Dieser recht komplizierte Aufbau ist anfällig für Störungen und Krankheiten. Er erschwert auch die Suche nach der Ursache, wenn Sie wegen hartnäckiger Rückenschmerzen zum Arzt gehen. Ihre Mitarbeit ist daher sehr wichtig. Beantworten Sie deshalb die Fragen Ihres Arztes ehrlich und machen Sie sich im Vorfeld gegebenenfalls Notizen.

Unterschieden werden Rückenschmerzen, die eine medizinische Ursache haben, von solchen, die auf die Lebensführung zurückzuführen sind. Letztere können durch eine Änderung der Lebensgewohnheiten behoben werden. Medizinische Ursachen sollten von einem Facharzt für Orthopädie oder Chirurgie abgeklärt werden. Ihr Hausarzt wird Sie entsprechend beraten und Ihnen bei Bedarf eine Überweisung ausstellen.

Durch die Lebensführung bedingte Rückenschmerzen

Der Rücken kann durch eine falsche Lebensführung sehr stark belastet werden. Steuern Sie nicht rechtzeitig entgegen, entwickeln sich daraus nicht selten ernsthafte Erkrankungen. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass Sie bei den ersten Beschwerden Hilfe suchen und Ihr Lebensführung ändern. Ihr Arzt wird zunächst eine Erkrankung ausschließen. Danach wird er Sie darüber aufklären, was Sie selbst tun können, um Ihre Rückenschmerzen in den Griff zu bekommen.

Ein häufiger Grund für Rückenschmerzen ist zu wenig Bewegung. Wenn Sie sich die evolutionsbiologischen Ursprünge unseres Lebens anschauen, dann erkennen Sie, dass sich die Menschen jeden Tag viel bewegt haben. Diese Bewegung ist auch heute noch wichtig. Durch die Digitalisierung der Arbeitsprozesse und die Mobilität, die uns das Auto und die öffentlichen Verkehrsmittel ermöglichen, bewegen wir uns oft viel zu wenig. Wir sitzen viel und laufen zu selten. Auch stundenlanges Stehen ist für den Rücken nicht förderlich.

Wenn Sie einer Arbeit nachgehen, bei der Sie viel sitzen müssen, sollten Sie bei Rückenproblemen unbedingt einen Ausgleich schaffen. Lassen Sie sich von einem Arzt oder einem Physiotherapeuten beraten. Nicht jeder Sport ist für den Rücken von Vorteil. Gymnastische Übungen, Fahrradfahren, Schwimmen und Walken gelten für den Rücken als vorteilhaft. Joggen ist hingegen nicht immer empfehlenswert. Sollten Sie den Sport nicht so mögen, sind Spaziergänge eine gute Alternative. Diese sollten Sie täglich auf mindestens eine halbe Stunde ausdehnen. Wenn Sie sich an die Vorgaben Ihres Arztes halten und sich täglich bewegen, werden Sie eine schnelle Besserung Ihrer Rückenschmerzen verspüren.

Verminderung des Körpergewichts zur Vermeidung von Rückenschmerzen

Rückenschmerzen sind häufig die Folge eines zu hohen Körpergewichts. Der Rücken wird besonders stark belastet, wenn sich das hohe Gewicht rund um den Bauch und die Hüfte ansammelt. Bewegungen und sportliche Betätigung werden zu einer Qual. In der Folge wird der Rücken noch mehr belastet. Wenn Sie unter Rückenproblemen leiden, ist es sehr wichtig, dass Sie Ihr Körpergewicht reduzieren. Dabei können Sie die Hilfe eines Arztes oder eines Physiotherapeuten in Anspruch nehmen. Auch eine Ernährungsberatung ist hilfreich. Wenn Sie lange keinen Sport getrieben haben, sollten Sie sich langsam wieder herantasten und zunächst nur mit einer leichten Bewegung beginnen. Diese steigern Sie nach und nach. Sie werden sehen, dass sich mit der Verringerung des Körpergewichts nicht nur die Rückenschmerzen bessern. Sie bekommen auch ein ganz neues Lebensgefühl zurück.

Medizinische Ursachen für Rückenschmerzen

Es gibt eine Vielzahl von Erkrankungen, die mit Rückenschmerzen einhergehen. Diese können angeboren oder im Laufe des Lebens erworben worden sein. Auch Unfälle oder Sportverletzungen führen häufig zu Rückenschmerzen. Menschen, die über einen langen Zeitraum schwer körperlich arbeiten, können ebenfalls Schäden am Rücken zurückbehalten. Sehr häufige medizinische Ursachen für Rückenschmerzen sind:

  • Wirbelsäulenverkrümmung
  • Hüftleiden
  • Bandscheibenvorfall
  • Nervenerkrankungen
  • Krebserkrankungen
  • Spätfolgen von Brüchen oder einseitiger Belastung

Da viele Symptome auf mehrere Erkrankungen passen, brauchen Sie ein wenig Geduld, bis Sie eine endgültige Diagnose bekommen. Häufig werden bildgebende Verfahren eingesetzt, die zur Aufklärung beitragen sollten.

Ältere Menschen leiden häufig unter Rückenschmerzen, weil die Knochen verhärten. Bei Frauen führt eine Osteoporose nicht selten zu anhaltenden Rückenschmerzen. Eine gute ärztliche Behandlung und Überwachung ist sehr wichtig. Durch Änderungen in der Lebensführung können auch Rückenschmerzen, die eine medizinische Ursache haben, gut in den Griff bekommen werden. In einigen Fälle helfen medikamentöse Behandlungen oder Operationen, den Patienten von seinen Beschwerden zu befreien.

Wann Sie zum Arzt gehen sollten

Bei anhaltenden Rückenschmerzen ist es empfehlenswert, wenn Sie grundsätzlich einen Arzt aufsuchen. Da sich hinter dem Schmerz ernsthafte Erkrankungen verbergen können, sollten die Ursachen abgeklärt werden. Konsultieren Sie Ihren Hausarzt. Er wird eine erste Untersuchung vornehmen und danach entscheiden, ob eine Überweisung an einen Facharzt notwendig ist.

Was hilft gegen Rückenschmerzen?

Sie selbst können viel gegen Ihre Rückenschmerzen tun. Wichtig sind folgende Dinge:

  • Viel Bewegung
  • Gewichtsoptimierung
  • Rückenschonende Bewegungen

So sollten Sie häufiger in die Knie gehen, anstatt sich zu bücken. Entscheiden Sie sich für das regelmäßige Ausüben von rückenschonenden Schwimmarten. Wenn Ihr Rücken bereits stark angegriffen ist, hilft Ihnen eine Rückenschule, die von einem speziell ausgebildeten Physiotherapeuten durchgeführt wird. Sie lernen, wie Sie Ihren Rücken schonen belasten können.

Sollten medizinische Ursachen vorliegen, müssen diese therapiert werden, bevor Sie wieder in ein leichtes Training einsteigen können. Lassen Sie sich auf dem Weg ärztlich begleiten und gehen Sie achtsam mit Ihrem Rücken vor. Da es sich um ein kompliziert aufgebautes Körperteil handelt, können Erkrankungen mitunter schwerwiegende Beschwerden nach sich ziehen. Aus diesem Grund ist eine ärztliche Betreuung sehr wichtig.

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Muskelkater: Mann fasst sich an Schulter

Muskelkater – harmloser, aber schmerzhafter Defekt an den Muskelfasern

Sicher ist Ihnen der Muskelkater vertraut: Sie haben sich sportlich betätigt oder mussten während Ihrer Arbeit oder in der Freizeit eine besondere körperliche Anstrengung auf sich nehmen. Am nächsten Tag stellen Sie fest, dass jede Bewegung schmerzt. Vom Muskelkater sind häufig die Gliedmaßen betroffen. Aber auch in den Bauchmuskeln oder in der Schulter kann das Phänomen auftreten. Die Beschwerden sind meistens harmlos und halten in der Regel nicht lange an. Dennoch sollten Sie die Schmerzen ernst nehmen und richtig darauf reagieren.

Wie äußert sich Muskelkater?

Ein Muskelkater macht sich durch Beschwerden bemerkbar, die sehr unterschiedlich ausgeprägt sein können. Oftmals geht dem Muskelkater eine intensive körperliche Betätigung voraus. Quer durch alle Altersgruppen bis hin zum aktiven Senioren tritt der Muskelkater auf. Bereits Kinder können nach einer anstrengenden Sportstunde davon betroffen sein. Die Beschwerden werden besonders bei Bewegung wahrgenommen. Halten Sie die betroffenen Gliedmaßen ruhig, verspüren Sie in der Regel keine Beschwerden. Eine Ausnahme bilden die Bauchmuskeln. Sind diese vom Muskelkater betroffen, kann bereits das Atmen weh tun. Die Beschwerden halten unterschiedlich lange an. Oftmals sind sie nach ein bis drei Tagen bereits wieder verschwunden. Mitunter kann ein Muskelkater jedoch auch länger als eine Woche andauern.

Das Aufsuchen eines Arztes ist bei Muskelkater nicht erforderlich. Die Beschwerden klingen nach dem erstmaligen Auftreten langsam wieder ab. Nur wenn die Schmerzen stärker werden, nicht spürbar nachlassen oder wenn es zu massiven Bewegungseinschränkungen oder Atemnot kommt, sollte ein Arzt aufgesucht werden. In diesem Fall gilt es auszuschließen, dass sich hinter dem Muskelkater nicht eine ernsthafte Verletzung verbirgt.

Symptome des Muskelkaters

Die Beschwerden äußern sich in einem unangenehmen Ziehen. Dieses verstärkt sich, je intensiver der Muskel bewegt wird. Selten kommt es zu tatsächlichen Einschränkungen in der Bewegung. Jedoch kann das Heben eines betroffenen Armes oder eines Beines zu Problemen führen. Der Ort, an dem der Muskelkater lokalisiert ist, steht häufig im engen Zusammenhang mit der körperlichen Belastung oder mit dem Training, das Sie absolviert haben. Sind Sie beispielsweise gelaufen oder haben Ihre Beinmuskulatur auf andere Weise stark strapaziert, werden Sie die Symptome vorwiegend im Oberschenkel verspüren. Wurfsportarten wie Kugel, Diskus oder Speer, aber auch eine starke Beanspruchung der Arme während des Schwimmens oder körperlich schwerer Arbeit führt häufig zu einem Muskelkater in der oberen Armmuskulatur. Beim Krafttraining, das dem Aufbau der Muskulatur dient, kommt es hingegen zu einer starken Beanspruchung der Bauchmuskeln. Bei langem Sitzen am Schreibtisch oder vor dem Computer, spürt man den Muskelkater wiederum vor allem im Rücken oder an den Schultern.

Wenn Sie die Symptome eines Muskelkaters verspüren, nehmen Sie zunächst nur während der Bewegung ein starkes Ziehen wahr. Nur ein sehr ausgeprägter Muskelkater macht sich auch in Ruhe bemerkbar. Der ziehende Schmerz kann in weitere Bereiche ausstrahlen, die von Ihnen nicht trainiert wurden. In der Regel bleibt er aber auf die Stellen konzentriert, die direkt von dem übermäßigen Training in Mitleidenschaft gezogen wurden.

Charakteristisch für den Muskelkater ist auch, dass der Schmerz nicht sofort auftritt. Die Symptome machen sich noch nicht während der eigentlichen körperlichen Anstrengung bemerkbar. Es gibt daher auch keine rechtzeitige Warnung für den Körper. Erst nach Stunden werden Sie die Beschwerden verspüren und daran erinnert werden, dass Sie Ihre Muskeln einseitig und zu stark belastet haben.

Ursachen für das Entstehen eines Muskelkaters

Über die Entstehung von Muskelkater gab es über eine sehr lange Zeit verschiedene Theorien. So wurde eine erhöhte Bildung von Laktat, also Milchsäure, für den Schmerz verantwortlich gemacht. Die neuesten Erkenntnisse der Medizin widerlegen diese Theorie jedoch.

Der Muskel besteht aus vielen einzelnen Fasern. Diese werden entsprechend ihrer Struktur auch in der medizinischen Fachsprache als Muskelfaser bezeichnet. Diese Fasern reagieren auf eine Überbeanspruchung sehr empfindlich. Sie können anschwellen oder im schlimmsten Falle auch einreißen. Wenn ein solcher Muskelfaserriss eine sehr feine Faser betrifft, äußert sich dies in den Beschwerden, für die der Muskelkater bekannt ist. Größere Einrisse müssen als Muskelfaserriss von einem Facharzt behandelt werden und benötigen oftmals eine längere Zeit der Regeneration.

Die eigentliche Ursache für die Entstehung eines Muskelkaters liegt in der einseitigen Belastung des betroffenen Muskels. Ein klassisches Beispiel ist der Tennisarm, der durch wiederholte einseitige Bewegungen auftritt. Aber auch beim Joggen bzw. Laufen tritt beispielsweise vermehrt Muskelkater auf, wenn Sie sich bergab bewegen oder plötzlich stoppen.

Schmerzen beim Muskelkater entstehen durch Entzündungen an den Muskelfasern. Gegebenenfalls kommt es auch zu Schwellungen oder leichten Einrissen. Einschränkungen in der Bewegung machen sich dann bemerkbar. Sollten Sie Symptome verspüren, die einem Muskelkater ähnlich sind, ohne dass Sie trainiert oder eine körperliche Anstrengung erlebt haben, ist es empfehlenswert, wenn Sie einen Arzt aufsuchen. In diesem Fall können die Beschwerden durch die Einnahme von Medikamenten oder durch eine Erkrankung verursacht worden sein. Eine ernsthafte Krankheit verbirgt sich hinter einem Muskelkater jedoch nur sehr selten.

Behandlung eines Muskelkaters

Gegen die Muskelschmerzen gibt es keine Medikamente und auch keine gezielte Therapie. Der Körper greift zur Selbstheilung. Die Schwellung der Muskelfasern geht nach einigen Tagen von selbst zurück. Die eingerissenen Fasern wachsen wieder zusammen, ohne dass Sie etwas tun müssen. Bei einem starken Muskelkater können die Schmerzen recht belastend sein. In diesem Fall kann ein Schmerzmittel helfen, die Beschwerden und Muskelschmerzen zu verringern. Auf den Heilungsprozess hat es jedoch keinen Einfluss. Auch wärmende Salben, die auf die Haut über den betroffenen Stellen aufgetragen wird, können Linderung verschaffen. Gleiches gilt für spezielle Wärmepflaster.

TIPP

Ein Besuch in der Sauna oder ein heißes Bad wird bei einem Muskelkater als sehr wohltuend empfunden. Die Wirkungsweise konnte in der Medizin bislang nicht eindeutig nachgewiesen werden. Gerade Sportler, die häufig mit einem Muskelkater zu kämpfen haben, bestätigen jedoch, dass sich die Wärme in der Sauna oder in der Badewanne positiv auf den Heilungsprozess auswirken.

Weitere wirkungsvolle Tipps gegen Muskelkater

Auch wenn die Schmerzen des Muskelkaters Sie eher davon abhalten, sollten Sie sich bewegen, um den Heilungsprozess zu fördern. Setzen Sie eventuelles Training nicht aus, sondern absolvieren Sie es in einer sehr leichten Form. Dies wärmt die Muskeln auf und sie sind nicht so hart und angespannt. Verharren Sie hingegen in einer schonenden Haltung, um den Schmerz nicht zu fördern, verhärten sich die Muskeln. Der Schmerz wird stärker und der Heilungsprozess dauert länger an. Mit dem vollen Training sollten Sie erst wieder beginnen, wenn die Beschwerden, die der Muskelkater verursacht hat, vollständig abgeklungen sind.

Vorbeugung gegen den Muskelkater

Wenn Sie einem Muskelkater vorbeugen möchten, sollten Sie sich vor der sportlichen Betätigung oder der körperlichen Anstrengung unbedingt aufwärmen. Auf diese Weise dehnen sich die Muskelfasern und werden weicher. Sie reißen nicht so schnell ein oder schwellen an. Ohne Aufwärmung, also im Ruhezustand, verhärten und verkürzen sich Muskeln und können sich so schneller entzünden, reißen und anschwellen. Sollten Sie trotz ausreichender Aufwärmung einen Muskelkater bekommen, fällt dieser in dann in der Regel nicht so stark aus.

Versuchen Sie zudem, alle Muskelgruppen gleichmäßig, und nicht einseitig, zu beanspruchen und ruckartige Bewegungen zu vermeiden. So beugen Sie einem Muskelkater sehr wirksam vor.

Wann Sie zum Arzt gehen sollten

Der Gang zum Arzt ist bei einem Muskelkater in der Regel nicht notwendig, da sich die Entzündungen und die kleinen Verletzungen von selbst wieder zurückbilden. Ein wichtiges Indiz, dass es sich wirklich um einen Muskelkater handelt, ist das langsame Abklingen der Beschwerden nach einer vorausgehenden körperlichen Beanspruchung. Wenn die Beschwerden jedoch nicht auf eine übermäßige Beanspruchung zurückzuführen sind oder wenn sie mit der Zeit stärker werden, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Es ist wichtig, dass eine ernsthafte Erkrankung ausgeschlossen wird. Sie können sich während der sportlichen Betätigung einen Muskelfaserriss zugezogen haben. Eventuell handelt es sich auch um eine organische Erkrankung, die Ihre Schmerzen verursacht. Sind Sie unsicher, sollten Sie sich einen ärztlichen Rat einholen.

Fazit: Muskelkater – keine ernsthafte Erkrankung

Ein Muskelkater ist keine ernsthafte Erkrankung, sondern ein Symptom, das auf eine erfolgte Überbeanspruchung der Muskeln hinweist. Wärme oder eine schmerzstillende und entzündungshemmende Salbe können bei den Beschwerden helfen. Bewegung ist wichtig, denn eine Ruhigstellung der betroffenen Muskeln können die Genesung verlängern.

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